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    PH-Klinik-Forum in Gießen

    Veranstaltungsbericht

     

    PH-Klinik-For um in Gießen, 22.09.2007
    „Ich lebe mit Lungenhochdruck“

    Ungewöhnlich, aber nicht untypisch ist die offene Art, mit der Bruno Kopp, der Vorsitzende des Selbsthilfevereins pulmonale hypertonie e.v., dem Fachpublikum seinen persönlichen Leidensweg mit der Krankheit Lungenhochdruck nahe bringt. Mit diesem Satz begann er den ersten von insgesamt 8 Vorträgen des neu initiierten PH-Klinik-Forums Lungenhochdruck bremst Leben“ am Samstag, dem 22. September 2007, am Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH vor 30 Fachleuten und der interessierten Öffentlichkeit.

    „Die Diagnose des Lungenhochdrucks“, bestätigt Dr. Robert Voswinkel, Arzt und Forschungsgruppenleiter am Lungenzentrum Gießen, „als seltenem, aber schwerem Leiden ist schwierig.“ Schätzungen zufolge sind in Europa und in den USA insgesamt 100.000 und in Deutschland zwischen 2000 und 3000 Menschen betroffen. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich viel höher, denn die Patienten klagen zunächst allgemein über zunehmende Kurzatmigkeit und können sich zunehmend weniger belasten.

    „Mangelnder Trainingszustand“ oder „allgemeine Erschöpfung“ sind die unbefriedigenden Aussagen, die die oftmals jungen Patienten von den Ärzten zu hören bekommen. Entsprechend deutlich ist der Appell der drei Ärzte – Prof. Ardeschir Ghofrani, Dr. Frank Reichenberger und Dr. Robert Voswinkel - des Lungenzentrums Gießen (University of Giessen Lung Center, UGLC): „Denken Sie an die Möglichkeit von Lungenhochdruck!“ Oft vergehen bis zur richtigen Diagnose und Vorstellung in spezialisierten Zentren mindestens zwei bis zweieinhalb Jahre. Das kann fatale Folgen haben, denn unbehandelt liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei nur 2,8 Jahren. Die Gießener Lungenspezialisten nutzten den Rahmen und gaben ihren Kollegen ganz konkrete Entscheidungshilfen und klare Empfehlungen zur Vorgehensweise bei Verdacht auf Lungenhochdruck. Neben der Funktionsprüfung und einer Atemgasanalyse (Spiroergometrie) der Lunge zeigen sich typische Veränderungen des Herzens im Elektrokardiogramm (EKG) und im Röntgenbild des Brustraumes.

    „Die Echokardiografie ist dann der nächste sinnvolle Schritt zur Diagnosefindung“, erklärt Dr. Frank Reichenberger und zeigt dem interessierten Publikum im Hörsaal wichtige Befundkriterien und das nicht nur theoretisch, sondern gemeinsam mit seinen beiden Kollegen auch am Krankenbett in einem „Hands-on“ Echokardiografiekurs. „Letztendlich gesichert wird der Befund aber mit einer Rechtherzkatheteruntersuchung. Die sollte immer an speziellen Zentren durchgeführt werden,“ betont der Lungenspezialist. Bei PAH Patienten werden bei den Druckmessungen mit eingeschwemmten Sonden in Ruhe mittlere Drücke von mehr als 25 mmHg und von mehr als 30 mmHg bei Belastung gemessen.

    Derzeit gibt es bundesweit etwa zwanzig PH-Zentren, die bestimmten Qualifikationsrichtlinien gerecht werden. Im § 116 b des Sozialgesetzbuches (SGB) wird die Ambulante Behandlung im Krankenhaus geregelt. Ein PH-Zentrum behandelt demnach mehr als 50 Patienten mit PH pro Jahr interdisziplinär und kann auch aufwändige Therapien einschließlich Lungentransplantationen anbieten. Ein Verzeichnis kann über den ph e.v. bezogen werden. Und nur an diesen Zentren sollten Rechtsherzkatheteruntersuchungen inklusive pharmakologischer Testungen mit kurzwirksamen gefäßerweiternden Medikamenten (Vasodilatatoren) durchgeführt werden, warnt Reichenberger.Denn nur diese spezielle Gruppe – etwa jeder zehnte Patient - könne auf eine Hochdosistherapie mit Calciumantagonisten ansprechen.

    Grundsätzlich beginnt jede Behandlung des PH mit blutverdünnenden Medikamenten zur Vorbeugung von Thrombosen, mit entwässernden Medikamenten zur Behandlung von Ödemen sowie einer unterstützenden Sauerstofftherapie. „Parallel beginnen wir mit spezifischen Therapien“, berichtet Prof. Ardeschir Ghofrani, der die PH-Ambulanz am Lungenzentrum Gießen leitet und mit seinem Team mehr als 300 Patienten betreut. Er macht Mut, wenn er berichtet, dass in keinem anderen Bereich der Medizin so viele neue Medikamente in den letzten zehn Jahren zugelassen worden seien, wie im pulmonal-vaskulären Bereich. Er selbst hat durch bahnbrechende Pilotstudien am Mount Everest maßgeblich zu einigen der jetzt weltweit verwendeten Substanzen beigetragen.

     

    Dr. Christiane Eickelberg

     

     

     

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