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Gemeinnütziger Selbsthilfeverein

Fragen an den Verein

    Patiententreffen 19.09.2015 in Jena

    Patiententreffen 19.09.2015 in Jena

    Bericht: Dr. Susanne Hensellek

    Das Treffen fand dieses mal bei der Firma REHA aktiv 2000 GmbH in Jena statt. Auf dem Programm des Treffen standen zwei Programmpunkte: zum einen die Übergabe der Landesleitung des Landesverbandes Thüringen von Dr. Jochen Bergmann an Dr. Susanne Hensellek sowie einen Vortrag von Dr. Gerd Ebert zu den Grundlagen des Venensystems und der Kompressionsversorgung.

    Die Veranstaltung begann um 10 Uhr in den Räumlichkeiten von REHA aktiv 2000. Leider konnten wir die sonst übliche hohe Teilnehmerzahl unserer Mitglieder dieses mal nicht erreichen, da Viele aus sehr nachvollziehbaren Gründen leider absagen mussten. Als besonderen Gast konnten wir allerdings den 1. Vorsitzenden unseren Vereins ph e.V. Herrn Hans-Dieter Kulla begrüßen, der extra aus Anlass der Übergabe der Landesleitung angereist war.

    Ich möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen, die Unterstützung und die Glückwünsche seitens des Bundesverbandes bedanken. Mein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Bergmann für unsere bisherige sehr gute Zusammenarbeit und auch die zukünftige Unterstützung bei meinen neuen Aufgaben für unsere Selbsthilfegruppe.

    Nach einer kurzen Ansprache von Herrn Kulla und der Erledigung der notwendigen Formalitäten (siehe auch Bericht und Foto zum Patiententreffen von Herrn Kulla) gingen wir zum zweiten Teil der Veranstaltung über.
    Herr Dr. Ebert führte uns bei seinem sehr interessanten Vortrag in die Grundlagen des Venensystems des menschlichen Körpers, die sich daraus resultierenden Probleme und deren  Behandlung, ein. Der Rückfluss des Blutes zum Herzen erfolgt über die Venen.  Der Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herz kann dabei Probleme verursachen. Durch die evolutionär schnelle Entwicklung des aufrechten Ganges des Menschen hat keine adäquate anatomische Anpassung in den Beinen stattgefunden, um die Auswirkungen der Schwerkraft auszugleichen. So entwickelt ein großer Teil der Bevölkerung im Laufe des Lebens durch den schlechten Rückfluss Venenprobleme in den Beinen. Die bekanntesten und häufigsten Phänomene, die vielen bekannt sein dürften, sind sog. Besenreiser und Krampfadern, aber auch geschwollene und schmerzhafte Füße/Beine usw. Unbehandelt können durch die schlechte Durchblutung der Beine letztlich schwere - zum Glück heutzutage  seltene - Konsequenzen wie offene Beine und abgestorbenes Gewebe auftreten. Eine gute Behandlungsmethode, die den Rückfluss des Blutes zum Herz unterstützt, ist die Kompressionstherapie in Form von elastischen Kompressionsstrümpfen und Verbänden. Die Wiege der Kompressionstherapie stammt übrigens in Deutschland aus dem Vogtland (Thüringen/Sachsen).

    Dr. Ebert stellte eine neue von ihm entwickelte und der Praxis schon angewendete Diagnosemethode vor. Die sog. Lichtreflexionsmethode (Rheographie) misst mittels Infrarotlicht die venöse Wiederfüllzeit des Blutes in den Beinvenen. In Bild 1 sieht man eine Messeinheit, die einfach auf das Bein am Fußknöchel geklebt wird. Durch Streifenlichtprojektion kann im Bedarfsfall eine 3D-Abbildung der Beine erstellt  werden (siehe Bild 2). Anschließend kann binnen kurzer Zeit eine der Anatomie des Beines und der nötigen Stärke der Kompression angepasste Kompressionsstrumpfware gestrickt werden. Da wir dieses mal eine verhältnismäßig kleine Gruppe waren, hatte jeder der wollte, die Möglichkeit seine Venen testen zu lassen.  Wir hatten viel Spaß bei den Vorführungen und Messungen und sind nun gut über unsere Venengesundheit informiert. Vielen Dank nochmal an Dr. Erbert!

    Messeinheit Rheographie3D-Abbildung der Beine

    Erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch, dass bei einer PH-Erkrankung, die Schwellungen in den Beinen durch Wassereinlagerungen durch eine schwere Herzinsuffizienz oder auch durch bestimmte Medikamente verursacht werden kann. Eine Kompressionstherapie bei Venenproblemen kann dann in solchen Fällen unter Umständen nicht möglich sein. Zum Glück gibt es dafür auch andere Therapien, über die natürlich der Arzt entscheidet.

    Während eines anschließenden Imbiss mit Kaffee hatten wir noch genügend Zeit für persönliche Gespräche und den Ausblick auf unser nächstes Treffen im Dezember. Eine kleine Überraschung hatte noch Frau Ponikau für uns parat mit kleinen liebevoll selbstgebastelten Pralinenschachteln.  Gegen 14 Uhr traten wir alle den Heimweg an.

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