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Gemeinnütziger Selbsthilfeverein

Fragen an den Verein

    Patiententreffen in Leipzig

    Patiententreffen mit Hindernissen

    Eigentlich war das erste Treffen des Landesverbandes Sachsen für 2010 in der Leipziger Robert- Koch-Klinik geplant. Doch auf Grund personeller Umstrukturierung kurz vor unserem eigentlichen Termin, dem 12. März, wurde das Treffen von der Klinikleitung kurzfristig abgesagt.

    Als Prof. Wirtz, vom Uniklinikum Leipzig, von unserem Debakel erfuhr, setzten er, Frau Böhme, seine Sekretärin und OA Dr. Seyfarth alle Hebel in Bewegung, dass unser Treffen doch noch stattfinden konnte. Zwar an einem anderen Ort und zu einem anderem Termin, aber es fand statt.
    So trafen sich am 09. April 2010 etwa 60 Patienten und deren Angehörige im Hörsaal der Kopfklinik der Uniklinik Leipzig, zum ersten Treffen für dieses Jahr. Einige die gekommen waren, brachten selbst gebackenen Kuchen mit und sorgten so für das leibliche Wohl der Anwesenden. Die Kosten für den Kaffee, Tee, Mineralwasser und Saft übernahm freundlicherweise die Universitätsklinik.
    Gegen 16.00 Uhr eröffnete ich, in meiner Funktion als Landesleiter, diese Veranstaltung, um das Wort auch gleich an Prof. Wirtz weiter zu geben. Dieser begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich bei ihnen für ihr Kommen. Er wies nach seiner Begrüßung auf die neuen Behandlungsvorschriften hin. Weiter erklärte er uns, dass ab sofort nur noch Patienten in der Ambulanz behandelt werden dürfen, die eine Überweisung vom Facharzt (Pulmologen oder Kardiologen) vorlegen können.

    Überweisungen vom Hausarzt können nicht mehr berücksichtigt werden. Diese Reglung ist neu und wurde durch die KV (Kassenärztlich Vereinigung Sachsen) beschlossen. Nachdem er mit seinen Ausführungen fertig  war, übergab er das Wort an Prof. Dr. Lindner, dem Leiter der Nephrologie der Uniklinik Leipzig.


    Er hielt einen sehr interessanten Vortrag über Diuretika - Wassertreibende Medikamente. Hierbei ging er nicht nur auf die unterschiedlichsten Medikamente ein, sondern er zeigt uns an Hand von Grafiken, wo und wie die Medikamente genau wirken. Welche Medikamente wie lange wirken und auf was bei Patienten die diese Diuretika einnehmen besonders geachtet werden sollte. Aber er erklärte uns auch, dass der Patient selber genauer auf sich achten sollte. Denn zuviel Wassereinlagerungen kommt nicht immer von zu viel getrunkenem, sondern vor allem die erhöhte Salzaufnahme kann zu Wassereinlagerung führen. Im Anschluss seines Vortrages, wurden so viel Fragen gestellt, dass diese beinah unseren Zeitplan gesprengt hätten.

    Doch es sollte interessant weiter gehen, denn Dr. Seyfarth zeigte uns, was sich alles so in den letzten zwei Jahren auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie getan hat. Besonders ging er auf die neuen Medikamente ein, die in den letzten Wochen gekommen sind. Viele der Anwesenden lauschten interessiert zu und fingen wieder an Fragen zu stellen und Dr. Seyfarth beantwortete eine nach der anderen bis alle Fragen beantwortet waren.

    Den Zeitplan konnte ich vergessen, denn eigentlich sollte die Veranstaltung 18.00 Uhr zu Ende sein, doch eine Referentin hatten wir noch, Frau Stein. Sie ist die Sozialarbeiterin am Herzzentrum Leipzig und zeigte uns, wie man einen Antrag für einen Schwerbehindertenausweis richtig ausfüllt und auf was man achten sollte. Welche Gutachten mit hineingehören und welche Ärzte hinzugezogen werden sollten. Doch nicht nur die Antragstellung wurde ausgiebig besprochen, sondern auch wie man sich bei einem Ablehnungsbescheid verhalten sollte. Denn ein schlecht begründeter Widerspruch kann alles zerstören was man sich erhofft hat. Denn wie hat sie so schön gesagt, die Angestellten vom Amt sind nur Menschen wie du und ich, die von Medizin nicht all zuviel Ahnung haben. Deswegen müssen die, die einen solchen Antrag stellen diesen Menschen von Anfang an klar machen was man will und welches Krankheitsbild bzw. gesundheitliche Beeinträchtigungen man hat.  

    Auch hier wurden wieder viele Fragen gestellt und noch viel diskutiert.
    Zum Ende der Veranstaltung benannte ich noch ein paar Termine für das Jahr 2010 und verabschiedete ich mich von meinen Patienten, da ich in den nächsten Tagen in die Klinik einziehen werde, um dort auf eine neue Lunge zu warten.
    Ich wünsche daher allen viel Spaß in Görlitz, meine Frau wird bis zu meiner Rückkehr Euer Ansprechpartner sein - genau so wie die PH-Schwestern an den beiden PH-Zentren in Leipzig und Dresden.
    Ich hoffe, dass wir uns spätestens im September, in Dresden, wieder sehen werden.

     

    Olaf Fischer        

     

     

     

     

     Ralf

    Kontakt zum Landesverband Sachsen 

     

    Ralf Lissel                           
    Albertstr. 11            
    09526 Olbernhau  

    Tel.: 037360-35395

    eMail: sachsen@phev.de