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Gemeinnütziger Selbsthilfeverein

Fragen an den Verein

    Klinikbesuch in Bad Suderode

     

    45. Patiententreffen des ph e.v. Landesverband Sachsen vom 04. - 05.07.2014 in der Paracelsus - Harz -Klinik Bad Suderode

     

    Unser Sommer-Patiententreffen 2014 führte uns in den schönen Harz in die speziell auf Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen spezialisierte REHA Klinik in Bad Suderode. Die REHA - Klinik in Bad Suderode ist neben denen in Bad Fallingbostel und auf dem Königstuhl in Heidelberg eine der drei REHA - Kliniken in Deutschland, welche pH-Patienten behandeln, so dass die Besichtigung dieser Klinik für uns von besonderem Interesse war. Die Paracelsus - Harz - Klinik Bad Suderode liegt in Mitteldeutschland, was für pH-Patienten aus Sachsen einen relativ kurzen Anreiseweg bedeutet.

    Der Bus der Lassak-Reisen Bautzen startete am Vormittag des 4. Juli in Bautzen und sammelte dann die 23 Teilnehmer an unserer Ausfahrt entlang der Strecke Bautzen - Dresden - Chemnitz - Leipzig ein. Unser Busfahrer, Herr Löffler, war uns schon von früheren gemeinsamen Fahrten bekannt. Die Reiseleitung hatte, ebenfalls wie bei früheren Fahrten, Herr Schulze aus Bautzen übernommen. Nachdem Dank der Ortskenntnis des Busfahrers der letzte Zusteigende auf dem Flughafen Leipzig doch noch „gefunden“ wurde, ging die Fahrt wie geplant nach Aschersleben weiter. Im Bus begrüßte unser neuer Landesgruppenleiter Ralf Lissel die Teilnehmer. Wir gedachten des Gründers unseres Landesverbandes und langjährigen Vorsitzenden, Olaf Fischer, der am 11. Mai diesen Jahres an den Folgen seiner pulmonalen Hypertonie verstorben war. Olaf hatte seine ganze Kraft in die Organisation des ph e.V. Sachsen eingebracht. Auch diesen Ausflug haben wir Olafs Planung und Organisation zu verdanken. Es ist sehr schön, dass sich Ralf Lissel bereit erklärt hat, den ph e.V. Landesverband Sachsen als Landesleiter zu übernehmen und so Olafs Vermächtnis weiter zu führen. Heike Meinert wird ihn als Stellvertreterin unterstützen. Wir danken beiden sehr für ihre Bereitschaft und ihr Engagement. Viele Betroffene und Angehörige haben zudem ihre Bereitschaft bekundet, mit Ideen und der Übernahme von Aufgaben das Vereinsleben zu bereichern.

    Nach einer entspannten Fahrt durch eine landschaftlich schöne Gegend und einer mit belegten Brötchen und Getränken angereicherten Fahrpause sind wir gegen 17:00 Uhr in Aschersleben eingetroffen, wo wir im City Hotel abgestiegen sind. Da es an diesem Tag ziemlich heiß und schwül war, hatten einige von uns eine „Restaurierung“ auf dem Zimmer nötig. Andere konnten ihrer Fußball-Leidenschaft frönen und auf dem Zimmer schon mal die 1. Halbzeit des WM - Spieles Deutschland – Frankreich ansehen. Pünktlich um 19:00 Uhr haben wir uns dann im Hotel zum Abendbrot getroffen, welches für die Fußball-Fans mit einem großen Bildschirm garniert war und so das 1:0 für Deutschland live das Abendbrot bereicherte. Den Abend haben wir dann wie immer für die Kommunikation genutzt, so dass es wieder eine nette Plauderparty wurde.

    Am nächsten Morgen gab es gegen 07:30 Uhr ein reichhaltiges Frühstück. Nach dem Auschecken stand Dank Herrn Löffler der Bus direkt vor dem Hoteleingang, die Koffer wurden verstaut und ab ging`s Punkt 09.00 Uhr nach Bad Suderode, wo wir gegen 10:00 Uhr ankamen.

    In der REHA - Klinik wurden wir sehr freundlich von Herrn Professor Schlitt in Empfang genommen und in den Vortragsraum geleitet. Hier sind noch einige Mitglieder des Landesverbandes Sachsen - Anhalt zu uns gestoßen. In den einleitenden Worten begrüßte uns Professor Schlitt und stellte uns eine Oberärztin, die Pflegedienstleiterin und die Hausdame der Klinik, vor. Ralf Lissel würdigte anschließend nochmals das Wirken Olaf Fischers. Nach einer Schweigeminute begann Professor Schlitt dann mit seinem Fachvortrag zum Thema Pulmonale Hypertonie.

    Nach der Definition der pulmonalen Hypertonie ging er auf deren Klassifizierung ein und erläuterte das Procedere des Rechtsherzkatheters als wesentliches diagnostisches Mittel zur Erkennung der Krankheit. Im weiteren Verlauf seines Vortrages schilderte er die Symptomatik bei pH, danach das diagnostische Vorgehen. Großen Wert legte Professor Schlitt auf allgemeine Therapiemaßnahmen, wie z.B. das körperliche Training, wo jeder pH - Patient seinen eigenen Beitrag leisten kann, um so das körperliche Leistungsvermögen trotz pH stabil zu halten oder sogar noch zu verbessern. Den Patienten wurde sehr ans Herz gelegt, sich wenigstens 1 x im Erwachsenenalter gegen Pneumokokken und jährlich im Herbst gegen Influenza impfen zu lassen, um weiteren Komplikationen ihrer Lungenerkrankung vorzubeugen. Danach erläuterte er Faktoren, die ein Fortschreiten des Lungenhochdruckes verstärken. Ein wesentlicher Aspekt des Vortrags war die Therapie der pulmonalen Hypertonie. Zunächst wurden die allgemeinen Therapieziele erläutert. Danach kamen die medikamentösen Therapiemaßnahmen zu Sprache, sowohl die altbekannten als auch neueste Entwicklungen, welche in letzter Zeit neu zur Verfügung stehen. Als Besonderheit bei der chronisch thrombembolischen pulmonalen Hypertonie erläuterte Professor Schlitt das Verfahren der pulmonalen Thrombendarterektomie als Methode der Wahl, sofern es der Zustand des Patienten und die anatomischen Gegebenheiten zulassen.

    Im Anschluss daran erörterte der Referent offene Fragen und aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie. Zum Schluss stellte Professor Schlitt die Paracelsus - Harz - Klinik Bad Suderode vor, gab uns einen Einblick in die technischen Möglichkeiten, welche die REHA - Klinik bietet und informierte uns über Therapieangebote bis hin zur Einzeltherapie sowie über Zusatzangebote und Serviceleistungen. So können z.B. Angehörige von Patienten problemlos während eines REHA - Aufenthaltes des Betroffenen mit aufgenommen werden. Die Paracelsus - Harz - Klinik nimmt Patienten mit allen Formen der pulmonalen Hypertonie zur Rehabilitation auf, wenn die Indikation für eine REHA gegeben ist und der Kostenträger seine Zustimmung gibt.

    Die Patienten und Angehörigen unseres Vereins haben in den zurückliegenden Jahren bei verschiedenen Veranstaltungen schon viele Fachvorträge zum Thema „Pulmonale Hypertonie“ gehört und sind über die Erkrankung gut informiert. Der Vortrag von Herrn Professor Schlitt hat allen Teilnehmern trotzdem sehr gut gefallen, da er sehr gut gegliedert, informativ, gut verständlich und rhetorisch sehr gut vorgetragen war. Besonders positiv wurde vermerkt, dass Professor Schlitt der Individualität jedes einzelnen pH - Patienten besondere Beachtung beimaß. Dies weckte unser Vertrauen, so dass der Vortragende im Anschluss an seinen Vortrag zahlreiche Fragen zu beantworten hatte.

    Nach dem Fachvortrag haben wir uns dann entprechend der körperlichen Belastbarkeit in 3 Gruppen aufgeteilt und wurden von Professor Schlitt und seinen Mitarbeiterinnen durch die Klinik geführt. Auch dabei hatten wir Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen.

    Nach dem Klinik - Rundgang war für uns ein sehr leckeres und reichhaltiges Mittagessen, welches in der klinikeigenen Küche zubereitet worden war, als Buffet vorbereitet. Neben einem sehr schmackhaften Warmanteil gab es belegte Weißbrotschnitten, Salate und Desserts, aber auch Kaffee, Kuchen und Obst sowie kalte und warme Getränke. Das Essen war so hervorragend und vielfältig, dass man Mühe hatte, sich zu entscheiden.

    Nach dem fachlichen und kulinarischen Teil der Veranstaltung überraschte uns die Klinik noch mit einem kulturellen Beitrag. Nämlich führte uns der Stiftshauptmann zu Quedlinburg, alias Hans - Jürgen Meie, in stilechtem Kostüm, mit hoher Sachkenntnis und schönen Bildern unterhaltsam durch die Geschichte von Quedlinburg. Zum Schluss erhielt jeder noch eine kleine Tüte echten Quedlinburger Blumensamens.

    Um 15:00 Uhr stand unser Bus für die Heimfahrt bereit. Bei einer kurzen Rast wurde noch ein Gruppenbild geschossen und Herr Löffler hat uns dann wie gewohnt gut und sicher ans Ziel gebracht.

    Wir bedanken uns bei den Sponsoren, welche uns bei dieser interessanten und rundum schönen Bildungsreise unterstützten. So zeichnete die Firma Vivisol für einen Sauerstofftank verantwortlich und die Paracelsus - Harz - Klinik Bad Suderode für den fachlichen, kulinarischen und kulturellen Rahmen am 05.07.2014.

    Alles in allem war dieser Ausflug nach Bad Suderode für alle Beteiligten ein schöner Erfolg. Für die Zukunft wünschen wir uns noch viele solcher Erlebnisse bei stabiler Gesundheit. Bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere pH - Patient aus unseren Reihen in den Genuss einer Rehabilitationsmaßnahme in dieser schönen Klinik im Harz kommt.

     Großenhain, 06.07.2014

    Ulrike Schäfer

    Bad Suderode1

     

     Ralf

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