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Gemeinnütziger Selbsthilfeverein

Fragen an den Verein

    Ärztesymposium

     

    Atemnot bei internistischen Erkrankungen- Pulmonale Hypertonie

     

    Zu dieser Thematik fand am 27.06.2014 und am 28.06.2014 die inzwischen 13. Tagung in Dresden statt.
    Wie auch in den letzten Jahren nahmen Vertreter des Landesverbandes Sachsen Pulmonale Hypertonie e.V. sowohl mit einem Informationsstand als auch an den Vorträgen teil.
    Prof. Dr. med. G. Höffgen   würdigte zu Beginn der Veranstaltung die Arbeit unsere verstorbenen Landesgruppenleiters Olaf Fischer. Und da viele der Anwesenden ihn ja auch kannten, erhoben sich alle zu einer Gedenkminute. Das war gut.

    Am Freitag standen drei Vorträge zur Diskussion. Zuerst sprach PD Dr. med. Koschel aus Coswig über neue Behandlungsoptionen bei der COPD, ein Thema,  für uns  PH - Patienten etwas ungewohnt,  aber wenn man bedenkt, dass diese chronische Lungenerkrankung in Deutschland rund 6 Millionen Menschen betrifft und die Häufigkeit weiter ansteigt ist das sicher sehr wichtig.
    Dr . med.J. Winkler sprach dann, wie immer sehr anschaulich, über Luftnot in der Praxis und ging auf die vielen möglichen Ursachen ein, an die man denken sollte und welche neuen  Methoden bei der Differenzialdiagnose einbezogen werden sollten, z.B.  nt-BNP, Spiroergometrie, also Dinge, die wir als pH-Patienten sicher alle kennen.
    PD  Dr. med. Jung, Jena ging dann auf eine weitere häufige  Erkrankung, die zu Atemnot führt,  die Herzinsuffizienz, ein.

    Am zweiten Tagungstag stand dann die pulmonale Hypertonie im Vordergrund.
    PD Dr. M. Halank sprach über Differenzial- und Frühdiagnose der pulmonalen Hypertonie und damit zu den Ergebnissen des 5. Weltsymposiums der Pulmonalen Hypertonie in Nizza. Es ist wichtig. die PH frühzeitig zu finden und zu klassifizieren, da dievPrognose auch von einer fühen Diagnose abhängt.
    Die nächsten drei Vorträge befassten sich mit der  PH bei Linksherzerkrankungen Prof. Dr. A. med.Schmeißer, Magdeburg, der PH bei Lungenerkrankungen, Dr. H. Klose Hamburg-Eppendorf, und der PH bei Patienten mit Kollagenose, PD Dr. Opitz, Berlin.
    Nach einer kleinen Kaffeepause sprach Dr. Th. Blankenburg, Halle zur Differenzialdiagnose und Therapieoptionen bei der chronisch thromboembolischen PH. Gefordert wurde von ihm, jeden Patienten in einem für solche Patienten speziellen lungenchirurgischen Zentrum vorzustellen, um über eine ja evt. mögliche Operation zu entscheiden.

    Prof. Dr. med. E. Grünig sprach dann über den wichtigen Stellenwert einer allgemeinen medizinischen Therapie. Notwendig seien fast immer Diuretika, deren Dosis sich  am Körpergewicht (tägliche Gewichtskontrolle) orientieren solle. Er favorisierte dafür die Aldosteronhemmer. Eine Sauerstofflangzeittherapie sei bei Sättigungswerten unter 90% angebracht. Bei vielen PH-Patienten ist eine Antikoagulation angezeigt (Selbstmessung mit Koaguchek-Gerät). Er ging auch auf begleitende Herzrhythnusstörungen ein, da ein Vorhofflimmern bei PH-Patienten lebensbedrohlich ist. Ein weitere Punkt war die mögliche Bedeutung von Eisenmangel bei der PH. Natürlich spielte in seinen Ausführungen eine spezialisierte Trainingstherapie, wie sie ja in Heidelberg durchgeführt, wird eine große Rolle.
    Zur spezifischen medikamentösen PAH-Therapie sprach dann Dr. med. L. Bruch aus Berlin. Auch er betonte noch einmal, wie wichtig eine frühzeitige Diagnose ist. Es vergehen immer noch etwa 2 Jahre bis es zur Diagnosefeststellung kommt. Bis 2013 waren in Deutschland  sechs Präperate zugelassen. Und 2014 kamen jetzt zwei weitere Medikamente zur Zulassung Das  Macitentan (Opsumit) ist ähnlich dem Bosentan ein Endothelin-Rezeptor-Antagonist. Erstmals wurden in der Zulassungsstudie hier die Zeit bis zum Eintreten  eines Morbiditäts/Mortalitätsereignisses untersucht und hier auch eine deutliche Risikoreduktion festgestellt. Ein Vorteil war auch eine gute Verträglichkeit. Das zweite neue Medikament ist Riociguat (Adempas), , ein neuartiger Wirkstoff. Hier wurde als primärer Wirksamkeitsnachweis allerdings wieder nur die Verbesserung der 6-Minuten-Gehstrecke über 12 Wochen verfolgt. Es ist aber das erste Medikament, welches nicht nur für die PAH sondern auch für die CTEPH zugelassen ist. Zum Ende seines Vortrages ging Dr. med.  Bruch auf mögliche Behandlungsansätze ein, einzelne Gabe oder Kombinationen.
    Es war wie immer sehr interessant, neues zu erfahren und den Eindruck zu gewinnen, es wird doch viel für diese ja noch etwas seltenen Erkrankungen getan.


    Christa Fiedler

     

     

     Ralf

    Kontakt zum Landesverband Sachsen 

     

    Ralf Lissel                           
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