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Der PHEV auf der 92. Tagung der Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim. „Herzmedizin 2026 – Gemeinsam Grenzen überwinden, Standards setzen.“

Zahlreiche Besucher waren zum diesjährigen Kardiologenkongress in die Kurpfalz gekommen. Traditionell findet er in der Woche nach Ostern (heuer: 08. – 14. April) im Mannheimer Rosengarten – einem großen buntsandsteinernem Jugendstilgebäude des beginnendem 20. Jahrhunderts – statt. Das diesjährige Thema war nicht ohne Brisanz angesichts zunehmender Anwendungen durch KI in der Medizin. Wo sind hier Grenzen zu ziehen oder gar zu überwinden? Welche Standards, frisch gesetzt, sind womöglich schon bald antiquiert und hinderlich für den medizinischen Fortschritt? Und was bedeutet dieser Fortschritt konkret für den einzelnen Patienten (und dann für die Krankenkassen)? Gerade die finanzielle Seite kam in vielen Vorträgen während der Tage zur Sprache.

An jedem der 4 Kongresstage war das Thema Pulmonale Hypertonie in einem oder gar mehreren Vorträgen präsent. Eine Vortragsreihe, ein Symposium oder eine Arbeitssitzung ist immer eineinhalb Stunden lang und zuweilen als Laie schwierig zu verfolgen. Dazu gibt es noch die kurzen Vorträge vor den Postern der Jungmediziner. Auch gibt es das Format Clinical Science Box. Das sind kleine (oder größere) Gruppen von Besuchern, die mit Kopfhörer ausgestattet, einem 7-minütigem Vortrag zu aktuellen Fragestellungen oder laufenden Studien lauschen. Gerade am letzten Kongresstag widmete sich eine solche Box eineinhalb Stunden dem Aktuellen bei PH. Angefangen von neuesten Behandlungsdaten bei der CTEPH bis hin zu einer Studie über ein brandneues inhalatives Trepostinilpulver (TPIP) – sehr interessante Vorträge.

Auf die einzelnen Vortragsreihen möchte ich an der Stelle nicht weiter eingehen, doch hervorheben möchte ich die sehr gut besuchte Arbeitsgruppensitzung der AG 25 „Pulmonale Hypertonie“ der DGK. Gleich zum Beginn der Sitzung wurde von den beiden Vorsitzenden C. Eichstaedt (Heidelberg) und K.-H. Schmidt (Mainz) der Julius-Klob-Preis zur Förderung der Lungenhochdruckforschung verliehen. Preisträgerin war diesmal Dr. Mona Lichtblau aus der Schweiz. Und sie bedankte sich für die überraschende Preisverleihung.

Danach berichtete S. Somaini (Zürich) über die Erfahrungen mit dem neuen Sotatercept, zeigte Chancen und Risiken auf.

D. Skowasch (Bonn) widmete sich den allgemeinen Maßnahmen bei der PAH, ehe C. Opitz (Berlin) sich mit dem PH-Management bei Linksherzinsuffizienz auseinandersetzte.

Nach 4 Tagen Kongress konnten wir (Peter Bönning und der Verfasser des Berichts) ein zufriedenes Fazit ziehen, die Gespräche mit den PH-Ärzten am Stand waren angeregt und sehr informativ. Auch anerkennendes Lob bekamen wir zu hören. Eine besondere Überraschung war es, als Julia Hoffmann sich uns vorstellte. Wer ist diese junge Ärztin? Sie war vor 10 Jahren Preisträgerin unseres René Baumgart-Preises, den sie für ihre Doktorarbeit zur Pulmonalen Hypertonie an dem Universitätsklinikum Graz erhielt. Sie bedauerte, leider nicht mehr in dem Forschungsbereich tätig zu sein, doch verfolgt sie weiterhin aufmerksam, was sich Neues in der PH tut.

Klaus Konz