Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer
Merken Weiterempfehlen

Atemnot und Sauerstoffversorgung – Patiententreffen am 22. November 2025 in Leonberg-Eltingen

Bei unserem letzten Treffen in der PH-Ambulanz Donaueschingen tauchten einige Fragen zur Versorgung mit Sauerstoff auf, die zeigten, wie groß doch die Verunsicherung bei den Patienten um die Versorgung und dem Umgang mit dem lebensnotwendigen Edelgas ist. 

(Und leider löste sich nach der Corona-Pandemie zudem die rührige bundesweite Selbsthilfeorganisation Sauerstoffselbsthilfe auf, die über Jahre sachkundig und zudem mit regionalen Gruppen Patienten beriet.)

Ein Informationsbedarf war also da und so luden wir zu dem Thema einen Experten auf dem Gebiet ein: Herr Ante Radas kam aus dem nicht weiten Markgröningen zu unserem Treffen. Seit über 18 Jahren ist er für die Patienten seines Sauerstofflieferanten hier in der Region präsent und so betreute er bis zu ihrer Auflösung auch die Stuttgarter Sauerstoffselbsthilfe in der Lungenfachklinik Schillerhöhe.

Mitgebracht hatte Herr Radas die gegenwärtig gängigen Geräte. Ausführlich erklärte er, wie ein Demand-Gerät oder wie ein Konzentrator funktioniert, mit Letztgenanntem kann ein Reinheitsgrad von 92 % erreicht werden. Die Krankenkassen genehmigen zur Sauerstoffversorgung in erster Linie diese Geräte, da sie für die bundesweit 136 Kassen kostengünstiger sind als Flüssigsauerstoffsysteme, bei denen wöchentlich ein Mitarbeiter des Lieferanten den Tank auffüllen muss. Hat ein Patient einen erhöhten Sauerstoffbedarf ist allerdings eine Belieferung mit Flüssigsauerstoff angezeigt, da der Wirkungsgrad der Konzentratoren limitiert ist und das leider oft zu Auseinandersetzungen mit den Krankenkassen führt. Manche Kassen sind hier entgegenkommender als andere und mit launigen Worten schilderte Herr Radas Grenzfälle bei der Bewilligung „flüssig oder konzentriert“ und Kuriositäten aus dem Sauerstoff-Alltag der Gesundheitsbürokratie.

Das Angebot, mit Fragen den Vortrag zu unterbrechen, wurde rege genutzt und so konnten manche Unsicherheiten geklärt oder offenkundige Mängel sofort beantwortet werden. 

Eine immer wiederkehrende Klage war die Lautstärke der Konzentratoren, hier kündigte Herr Radas an, dass es wohl ab kommenden Jahres ein neues, deutlich leiseres Gerät auf dem Markt geben solle – man darf darauf gespannt sein. 

Bei Kaffee und Kuchen verbrachten wir noch einige Zeit gemeinsam. Die stellvertretende Landesleiterin Bianca Jung-Niederberger stellte dabei ihre Ideen für den fürs kommende Jahr geplanten Gesprächskreis im Norden des Bundeslandes, in Heilbronn/Löwenstein vor. Wir haben doch einige Mitglieder im Norden Baden-Württembergs, manche sind gar im benachbarten bayrischen Würzburg in Behandlung, und so ist dies ein wohnortnahes Angebot zum Treffen unserer Mitglieder.

Zum Abschluss des Berichtes gilt es besonderen Dank zu sagen an den Referenten Herr Ante Radas und den beiden Spenderinnen der leckeren Kuchen für den Nachmittag Frau Susanne Schmiedt und Frau Waltraud Schallner.

Klaus Konz