pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Noch mal der Hinweis : bei Remodulinschmerzen helfen Antihistamine...nur nicht sofort

  1. #1
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Standard Noch mal der Hinweis : bei Remodulinschmerzen helfen Antihistamine...nur nicht sofort

    huhu, Ihr Lieben,

    im USA Forum kam gerade wieder die Diskussion auf, was denn nun wirklich hilft bei Remodulinschmerzen:

    Zusammenfassend sei gesagt

    - eine Nadel "trocken" liegen lassen 3-4 Tage und dann erst das Remodulin anschließen

    - durchaus zwischen alter und neuer Nadel wechseln

    - Ranitidin und Cetirizin schon nehmen BEVOR man die Nadel wechselt und natürlich mindestens 10 Tage oder sogar länger...morgens und abens ranitidin und zur Nacht Cetirizin

    - wenn die Nadel am Bauch ist, wenig bewegen, nicht recken und strecken, nicht bücken....

    - vielen hilft lokal Eis

  2. #2
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Danke für diese gute Tip-Sammlung Danny. Antihistaminika wirken ja in der Regel immer längerfristig, nicht sofort. Wichtiger Punkt.
    Die Naden einfach so liegen lassen? Ich stelle mir vor, dass sie sich wegen der Kapillarwirkung mit Blut vollziehen kann und dann verstopfen. Ist das unbegründet?

  3. #3
    Koho12 ist offline Erfahrener Benutzer ***
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    Kann bestätigen was Danny schreibt.
    Mir hilft allerdings lokal Wärme.
    Wenn es der Schmerzpegel zulässt wechsle cih nach 24 Stunden auf die alte Nadel, wenn nicht, dann eben früher.
    Diese Wechselaktionen mache ich bis zu 5x . Dann ist meistens der Schmerz der neuen Nadel zu ertragen.

    L.G. Petra

  4. #4
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    @ Ralf

    Der Einwand ist sicher richtig, bisher aber nicht passiert.

  5. #5
    hub29 Gast

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    Hi,

    wie lange vor dem Stich müsste man mit Ranitidin und Cetirizin anfangen? Falls sich der Arzt mit Ranitidin und Cetirizin in Zusammenhang mit Remodulin nicht auskennt: Wie dosiert ihr?

    Viele Grüße,

    Martin

  6. #6
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Hallo Martin,

    ich hab mit meinem PH Doc auch darüber gesprochen. Er notierte sich den Tipp für weitere Remodulinis.

    Wenn ich das planen kann, fang ich vier Tage vor Nadelwechsel damit an: Ranitidin ist in der Dosierung 75mg frei verkäuflich, davon nehme ich morgens und abend eine. Cetirizin ist eh frei, 10mg zur Nacht.

    Insgesamt meist 14 Tage.

  7. #7
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    Huhu,

    auch wenn der Beitrag schon ein Jahr alt ist, hoffe ich ihr könnt mir noch helfen, da es midh zur Zeit betrifft.

    Ich habe meine Nadel nun seit 4 Monaten und es ist nicht blutig, nass, hart oder eitrig geworden. Da bin ich schon echt sehr happy. Seit drei Tagen ist die Stelle jetzt aber leicht rot und es tut höllisch weh. Ich befürchte jetzt ist es mal an der Zeit zu wechseln.

    Ich habe also eine zweite Nadel gesetzt und habe vor die beiden Stellen im Wechsel zu nutzen, so wie von Euch hier erklärt.

    Leider vertage ich die ganzen starken Schmerzmittel nicht bzw sind mir die Nebenwirkungen zu krass (Morphin, Tramal und Novalgin geht alles nicht) und Paracetamol und Ibuprofen hilft halt nicht (vielleicht muss ich das höher dosieren..?)

    Jetzt meine Frage zu den Antihistaminen. Ich kenn mich da nicht so aus, aber wenn ich die beiden genannten hier google, dann erschließt sich mir nicht wie das helfen soll. Sind die Schmerzen durch das Remodulin an der Stelle allergische Reaktionen? Könnt ihr mir das vielleicht erklären? ☺️ Dankeschön 😊

    Liebe Grüße,
    Madita
    Geändert von mbertisch (06.01.2018 um 15:02 Uhr)

  8. #8
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    ich kann dir nicht wirklich viel anbieten ausser der aktuellsten veröffentlichung zum management der prostacyclin-nebenwirkungen
    http://journals.sagepub.com/doi/full...45893217719250


    Infusionsstellenschmerzen, die eine häufig gemeldete Nebenwirkung mit SQ treprostinil, sind, treten typischerweise zwei bis fünf Tage nach Beginn einer neuen Infusionsstelle auf und können bis zu 14 Tage andauern. Schmerzen können mit Hautrötung, Verhärtung, Wärme, Entzündung, Empfindlichkeit, leichter Blutung, Knötchenbildung oder in schweren Fällen mit Abszess assoziiert werden (Abb. 3).31 Die Schmerzen an der Stelle variieren von Patient zu Patient und können auch von Ort zu Ort variieren. Patienten benötigen signifikante Unterstützung, um zu lernen, wie sie mit den Schmerzen an der Seite umgehen können.31 Zu den spezifischen Stellen für die SQ-Verabreichung gehören das obere Gesäß, der Bauch, die unteren Flanken, die äußeren Oberschenkel und der Rücken des Oberarms. Bereiche mit Dehnungsstreifen, Quetschungen, Ödemen oder Narbengewebe sollten vermieden werden.
    Patienten mit mäßigen bis starken Schmerzen sollten ermutigt werden, die Sites so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, während die Überwachung auf Anzeichen einer frühen Infektion erfolgt. Patienten können mehrere Maßnahmen zur Schmerzkontrolle sequentiell oder in Kombination benötigen, um die Schmerzen vor Ort zu reduzieren, wie z. B. pluronisches Lecithinorganogel (PLO-Gel), ein Gel auf Mikroemulsionsbasis, das zur topischen und transdermalen Verabreichung verschiedener Arten von Schmerzmitteln verwendet wurde. Zusätzlich können Eisbeutel oder Lidocainpflaster verwendet werden. Wenn sich die Schmerzen an der Stelle aufgelöst haben und sich dann Tage oder Wochen später wiederholen, sollte über eine mögliche Infektion an der Stelle nachgedacht werden. Wenn die Schmerzen vor Ort viel stärker sind als gewöhnlich kurz nach der Platzierung, sollten Sie einen sofortigen Ersatz an einem anderen Ort in Betracht ziehen. Bei einigen Patienten kann es zu geringeren Schmerzen oder einer geringeren Reaktion mit einem anderen Kathetertyp kommen, wie z. B. Cleo® 90 (Smiths Medical, Dublin, OH, USA) oder Quick-set® (Medtronic, Northridge, CA, USA), das von den Mitarbeitern der Spezialapotheke verwaltet werden kann. Erwägen Sie vorbeugende Maßnahmen vor einem Standortwechsel, um die Schmerzschwere zu reduzieren, wie z.B. die Vorplatzierung eines trockenen Katheters, die Behandlung mit Analgetika, Amitriptylin-HCl oder Histamin(H1/H2)-Rezeptorblockern. Bei Bedarf können Gabapentin oder Tramadol innerhalb der ersten Woche nach einem Seitenwechsel verabreicht werden.

    das ganze bezieht sich im wesentlichen auch auf diese veröffentlichung :
    http://www.jhltonline.org/article/S1...431-6/abstract
    volltext ggf über den phev

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