pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Wechselwirkungen / Unverträglichkeiten Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel

  1. #11
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Prof. Rosenkranz hat in seinem Referat über Nizza folgende Stoffe genannt, die als PH-Auslöser genannt wurden:

    Benfluoxan
    SSRI
    Dasatinib ---> Zitat: "Nicht wenige Fälle - nach Absetzen rerversibel"
    Interferon 1
    Amphetamin
    Östrogen

    Übrigens: Auch das bei ADHS so bliebte Ritalin ist ein Amphetamin-Derivat. Ich würde es Kindern mit mögl. geerbter PH-Disposition eher nicht geben wollen. Daher schreibe ich es einfach mal dazu.

    Ich ergänze die Punkte noch in der Liste.

    LG Ralf
    Geändert von Ralf (05.08.2018 um 16:47 Uhr)

  2. #12
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    Hallo Ralf,
    du machst mir 'Angst. Denn mein Sohn hat zwar in der Kindheit kein Ritalin bekommen, aber dann mit 19 Jahren. Da ging es einfach nicht mehr. Er hatte sich nicht mehr in der GEwalt.
    Nun nimmt er es schon fast 10 Jahre lang.
    Allerdings einen Menschen mit 28 Jahren zu sagen, das darfst du nicht mehr nehmen, ist schwierig. Denn sie glauben einem nichts. Als junger Mann sowieso nicht.
    Lieben Gruß
    Claudia

  3. #13
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Hallo Claudia,

    wenn er seit 10 Jahren damit klar kommt, würde ich mir wenig Sorgen machen. Da könnte dann das Absetzen ggf. schlimmer sein.
    Lieber einfach durchnehmen. Denn bei manchen Medis ist ja auch das Absetzen erst das Problem.

    So z.B. bei den Neugeborenen mit PAH, deren Mutter im letzten Schwangerschaftsdrittel ein SSRI (serotonin reuptake inhibitor = verbreitetes Antidepressivum) bekamen.
    Nach der Geburt erleben die Kinder - zwangsläufig - eine Absetzreaktion! Der Stoff bleibt aus!
    Eine These, die ich mal gelesen habe war, dass genau das dann die PH auslöst. Tragisch.
    Aber es kann sein, dass es auch inzwischen andere Erkenntnisse dazu gibt, wieso SSRI PHN auslösen können und vermutlich auch PH-bei Erwachsenen - wenn denn die genetische Disposition vorhanden ist.

    Und, es muss ja nicht zwangsläufig so sein, dass Ritalin als Amphetamin-Derivat genauso wirkt wie Amphetamin. So oft wie Ritalin heute verschrieben wird, müsste da ja schon viel mehr aufgefallen sein. Aber ich wäre halt vor dem Hintergrund der IPAH und der Einzelfallberichte gehemmt es auszuprobieren.

    Wurde bei dir das BMPR2-Gen getestet?
    Hat er sich mal testen lassen? Genetisch, klinisch?

    ACHTUNG: DIESE FRAGEN STELLE ICH EHER RHETORISCH.
    DU SOLLTEST SIE NICHT IM FORUM BEANTWORTEN!
    ODER ES DIR VORHER GUT ÜBERLEGEN.
    NUR WENN DU MAGST ALS PN AN MICH.
    GENETISCHE DATEN SIND SEHR SENSIBEL!


    MEINE SICHT ALS LAIE.

    LG Ralf
    Geändert von Ralf (07.06.2013 um 07:38 Uhr)

  4. #14
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    Auf Pubmed gibt es nur 16 Treffer zu "Ritalin pulmonary hypertension". Nicht viele also. (Ritalin = Methylphenidad)

    Zu "pulmonary hypertension amphetamine" gibt es 133 Treffer

    Zum Vergleich: "SSRI pulmonary hypertension": 241 Treffer Das mag aber auch daran liegen, dass es ein großes therapeutisches Interesse an Serotonin bei PH gibt

    Wenn man die Titel der Beiträge liest, reicht das aber aus meiner Sicht - zumindest als Betroffener und bei Kindern mit genetischer Disposition (oder wahrscheinlicher Disposition) - die sichere Schiene zu fahren.

    Es ist halt ein Unterschied ob eine Behauptung wissenschaftlich sicher evident belegt ist, um sie ohne etwas falsch zu machen (und ohne massive juristische Probleme) in die Leitlinien zu schreiben oder ob man sich und seine Kinder als Einzelschicksale betrachtet und da lieber den sicheren Weg geht - auch um den Preis, dass man evtl. manchmal zu vorsichtig ist.

    LG Ralf
    Geändert von Ralf (07.06.2013 um 07:43 Uhr)

  5. #15
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    hallo ralf, kannst du das bitte in den richtigen thread verschieben : absolut kontraindiziert ist tauchen :

    http://www.pharmazeutische-zeitung.d...x.php?id=46848

  6. #16
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Zitat Zitat von card Beitrag anzeigen
    hallo ralf, kannst du das bitte in den richtigen thread verschieben : absolut kontraindiziert ist tauchen :

    http://www.pharmazeutische-zeitung.d...x.php?id=46848

    Hallo card,
    danke für den Hinweis. Hab's eingetragen.


    Zum Tauchen kann ich was erzählen:


    1990 war ich tauchen.
    Damals wusste ich nichts von PH und der Hausarzt hatte keine Einwände. Er hat aber nur mal ein EKG gemacht und abgehorcht. Und 10 Kniebeugen mit Pulsmessung.

    Joah, und nach ein paar Stunden waren wir dann auch mal recht tief getaucht, 30m in Eingang einer Höhle..
    ..da war dann nach 20min die Luft alle..
    ..ich also dann auf Reserve gestellt..(normal hat man dann noch mal 50bar Druck auf der Flasche).
    ..aber..auch alle..
    ..an der Flasche gezutscht nochmal 1 Atemzug "rausgesaugt"..
    ..Zeichen für keine Luft und zum Tauchlehrer hin..
    ..dessen 2. Lungenautomaten mit Mundstück..
    .. und unter Ausatmen mit ihm hoch..
    ..Da wir erst ganz kurz unten waren..
    ..war keine Dekompression nötig..
    ..habe aber dann doch nochmal in 5-7m Tiefe bei einem anderen Taucher..Luft "geschnorrt" und 1min gewartet.
    ..dann hoch.

    Alles ganz cool, ohne Panik. In solchen Situation bin ich immer hellwach - zum Glück.

    Tja, da habe ich wohl schon mehr Luft weggeatmet als andere..

    Danach habe ich aber keine Probleme gemerkt. In dem Urlaub hatte ich noch Tennis gespielt und andere Aktivitäten gemacht. Die Kondition war wie immer. Sie war bei mir eh auf längere Sicht begrenzt (2. Satz ging immer schwerer als der Erste) das war aber schon länger so gewesen, seit der Schulzeit).
    3 Jahre später hatte ich dann die PAH-Symptome.
    Noch 2 Jahre später die Diagnose.

    Da ich vorher ein recht guter Schnorchler war (15m tief oder 50m weit mit Flossen ohne Geräte kein Problem) und Wasser mein Element war, hatte ich auch keine Panik etc.
    Und war ganz cool an die Sache ran gegangen. Die Theorie hatte ich mir x mal erlesen, als Kind. Div. Tauchbücher verschlungen.
    Daher denke ich nicht, dass ich vor Angst oder so zuviel geatmet hatte, sondern wegen der schon vorhandenen PH.
    Aber Luftnot oder so kannte ich zu der Zeit noch nicht. Hab mich kraftvoll und sportlich gefühlt.

    Ja so war das. Ich hatte damals meinen damaligen PH-Arzt gefragt ob es einen Zusammenhang geben könnte, was er verneinte. Es sei vermutlich die schon exisitierende leichte PH gewesen, die zu mehr Luftumsatz führte.

    Ett hätt joot jejange.

    LG Ralf
    Geändert von Ralf (12.06.2013 um 19:38 Uhr)

  7. #17
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    Neu:

    Menthol (kann in höheren Dosen zusammen mit Marcumar/Warfarin den INR eskalieren lassen)

    und

    Bofutsushosan (japanisches pflanzliches Medikament)



    R

  8. #18
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    Weidenrindenextrakt, genauer dessen salizinreicher alkoholischer Auszug
    modifiziert die Expression mindestens eines PH-Gens (vermutlich BMPR2). Inwiefern er die Krankheit beeinflussen- oder auslösen kann, ist noch nicht bekannt.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22119042 EDIT: Frage: Wie sieht es dann mit Aspirin aus?
    Ja, ich frage mich auch wie es dann mit Aspirin aussieht, denn ich nehme täglich ASS 100 protect und es gibt mittlerweile ja einige PH-Patienten, die kein Marcumar, aber ASS nehmen.

  9. #19
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    Hallo Moki,

    ich würde Aspirin lieber nicht nehmen, denn das hat ja auch Blutverdünnende Mittel drin.
    Nehm doch dann lieber eine Paracetamol oder mal eine Ipobrofen. Allerdings darf man die nicht zu lange nehmen. Die können ein Loch in Magenwand fressen. Aber ab und zu mal eine nehm ich sogar mit Coumadin.
    Gruß
    claudia

  10. #20
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    Hallo Claudia,
    ähm, Du hast da wohl was falsch verstanden ...
    Ich nehme täglich ASS 100 protect ANSTATT Marcumar und ich bin nicht die einzige PH-Patientin die KEIN Marcumar, sondern ASS nimmt.
    Es ging hier nicht um Schmerzmittel.
    Ibuprofen nehme ich nie und wann ich das letzte Mal eine Paracetamol genommen habe, weiß ich schon gar nicht mehr.

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