pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Rationale für Marcumar / Xarelto über die Anticoagulation hinaus?

  1. #1
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Standard Rationale für Marcumar / Xarelto über die Anticoagulation hinaus?

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23962128

    In diesem nicht wirklich einfach zu lesenden Abstrakt wurde eine vasokonstriktive Wirkung von Thromboxan unter Hypoxie erwähnt.
    Eigentlich geht es um einen anderen Ansatzpunkt zur Therapie der PPHN, irgendwo zwischen Thromboxan and dem zugehörigen Rezeptor ansetzt.
    Aber ich würde das so verstehen, dass weniger Thromboxan schon mal nicht schlecht wäre, sprich Antikoagulation mit Vit. K Antagonisten oder eben Thromboxane-Antagonisten.
    Denn offenbar gibt es unter Hypoxie eine Thromboxan-dosisabhängige Konstriktion der Pulmonalarterien, zumindest bei PPHN, vermutlich aber generell.
    Das wäre dann ja ein Argument für eine Behandlung mit Anticoagulantien, die über die Embolievorbeugung hinausgeht.

    @card, kannst du das nochmal gegenlesen? Habe ich das richtig verstanden - indirekt.

    LG Ralf

  2. #2
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    wo willst du hin ?
    antikoagulantien ( http://en.wikipedia.org/wiki/Anticoagulants ) sind keine antiaggreganten ( http://en.wikipedia.org/wiki/Antiplatelet_drug )
    tp-rezeptor antagonisten scheinen wirkmächtiger zu sein als thromboxan-synthase inhibitoren. schau dir mal die einzelnen wirkstoffe an.

    in der veröffentlichung ging es hauptsächlich darum, dass unterbinden von palmitoylation (http://de.wikipedia.org/wiki/Palmitoylierung , http://jcb.rupress.org/content/191/7...expansion.html ) von g-alpha-q antworten auf signale unterbindet :
    "Depalmitoylation of any one Gαq cysteine reduces the hypoxic response to thromboxane challenge to equal that of normoxic cells".

    hier hast du die ganze familie nochmal zusammen :
    http://www.nature.com/nrd/journal/v1...rd3320_F3.html
    und noch aufschlussreicher hier :
    http://www.nature.com/nrd/journal/v1...l#figure-title
    Geändert von card (27.08.2013 um 15:12 Uhr)

  3. #3
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    diskussion um xarelto, unbedingt das forum dazu beachten

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-921048.html
    Geändert von card (08.09.2013 um 18:26 Uhr)

  4. #4
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Da bin ich froh, dass meine Docs so vorsichtig sind.

    Lieber altbekanntes Marcumar!

    (Ehrlich gesagt, hatte ich mir die Behandlung mit Marcumar viel aufwändiger und unangenehmer vorgestellt. Ich hatte bisweilen Übelkeit und richtig heftigen Haarausfall, beide Nebenwirkungen sind WEG. :-)

    DANKE für den Link!

  5. #5
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Ich bleibe eh bei Marcumar - ca 60 Jahre Erfahrung weltweit mit Marcumar bzw, Coumadin plus 17 Jahre eigene Erfahrung.
    Never change a winning team!
    Sag niemals nie, ok.

    Aber das Beste: ICH kann die Wirkung kontrollieren, messen und justieren!
    Das gefällt mir.

    Für mich müssen noch ganz andere Argumente an den Start kommen, bevor ich wechsle.
    Die Kommentare unter dem Artikel kommen gut. Man liest sofort wer alles Lobbyist ist, und wer echte Bedenken hat.

    Guter Link, bin gespannt wo es hin geht..

  6. #6
    Avatar von Signe
    Signe ist offline Erfahrener Benutzer ***
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    Ja, ich las den Artikel heute auch. Und Ralfs Argument

    Zitat Zitat von Ralf Beitrag anzeigen
    Aber das Beste: ICH kann die Wirkung kontrollieren, messen und justieren!
    ist für mich auch das entscheidende.

    Ich hoffe sehr, dass ich mit Marcumar noch lange ohne Probleme klarkommen. Und falls dann doch mal welche auftreten, sind bis dahin hoffentlich die Alternativ-Gerinnungshemmer so weit erforscht und abgesichert, dass man ggf. mit weniger Bedenken umschwenken kann...

  7. #7
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    verfolgt mal das forum, da geht echt die post ab. schon spannend, wenn sich ärzte bügeln....

  8. #8
    Avatar von Signe
    Signe ist offline Erfahrener Benutzer ***
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    ... und ich weiß, warum ich auch im nächsten Leben nicht Pharmavertreter werde

  9. #9
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Zitat Zitat von Signe Beitrag anzeigen
    Ja, ich las den Artikel heute auch. Und Ralfs Argument



    ist für mich auch das entscheidende.

    Ich hoffe sehr, dass ich mit Marcumar noch lange ohne Probleme klarkommen. Und falls dann doch mal welche auftreten, sind bis dahin hoffentlich die Alternativ-Gerinnungshemmer so weit erforscht und abgesichert, dass man ggf. mit weniger Bedenken umschwenken kann...
    Die meisten Probleme beim Marcumar kommen vermutlich eh durch Anwendungsfehler zustande.
    Wenn man die Pillen z.B. nach dem Luftdruck oder dem Befinden einstellt, statt mit Verstand.
    Und auch, weil man ja eine bestimmte, teilweise täglich wechselnde / alternierende Dosis nehmen muss, die auch noch durch den Arzt justiert wird.
    Mit beginnender Demenz wird es dann spätestens zur Herausforderung.

    Aber da du ja eine intelligente Frau bist, wird dir das nicht passieren.
    Bei Umstellung der Ernährung (Urlaub auf Grönland z.B.) sollte man mal ne Messung extra machen und gut..

    LG Ralf

  10. #10
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Oder nach dem Blumenkohl einstellen....

    INR seit bestimmt vier Wochen äußerst stabil bei tgl 3/4 Tbl. Marcumar....Inr so ca. bei 2,4-2,7....dann einen Blumenkohlabend verbracht...zwei Tage später INR von 1,6...da hab ich schon gestaunt....

    Habe dann das "Experiment" wiederholt und tatsächlich wieder INR unten...schon interessant

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