pulmonale hypertonie (ph) e.v.
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: das rechte herz im fokus / ipah-research

  1. #1
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    31.10.2012
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    2.587

    Standard das rechte herz im fokus / ipah-research

    alle hier wissen um die bedeutung der veränderungen des rechten ventrikels; das (rechte) herz zu schützen ist die aus meiner sicht wichtigste forschungsaufgabe rund um ipah. nach vielen bisherigen posts zu voelkel und vonk-nordegraaf hier ein blick auf ipahresearch mit den aktuell ausgelobten grants :

    http://www.ipahresearch.org/Grants.html

    spannend in dem zusammenhang eine neu begründete, noch nicht geöffnete medikamenten-studie :

    http://clinicaltrials.gov/show/NCT01839110

    hier info zu ranolazin :

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ranolazin

    aber auch die beiden anderen grants machen sinn : der versuch, eine korrelation zwischen dem zweiten herzton und dem pulmonal-arteriellen druck zu finden, soll dazu dienen, eine nichtinvasive, leicht verfügbare und kostengünstige methode zur verlaufskontrolle zu entwickeln; die entwicklung eines assist-device haben wir hier schon einige male diskutiert.
    hier ein link zu circulite, deren 100%ige tochter in aachen sitzt

    http://www.circulite.net

  2. #2
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    02.03.2004
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    8.425

    Standard

    Danke card, für diesen Link.

    ipahresearch.org kannte ich noch nicht.

    In Kürze:

    In dem Projekt soll eine Steuerung für eine bereits existierende implantierbare Pumpe entwickelt werden, die das rechte Herz entlasten soll.
    Es gibt diese Pumpe bereits und sie ist als Links-Herz-Unterstützungsgerät (boah wie unhandlich hier doch die deutsche Sprache ist! In Engl. nennt es sich Left-Heart-Assist-Device oder LAD) bereits zugelassen.
    Jetzt soll eine Steuerung für den Einsatz dieser Pumpe für das rechte Herz entwickelt werden. Das nennt sich dann handlich: Right-Heart-Assist-Device. Oder RAD.
    Hierzu muss man natürlich wissen, wie das rechte Herz "tickt", wie es belastet ist und sich auf diesen Rhythmus einregeln, um dann immer im rechten Moment, zu helfen.

    Dazu soll ein bereits bekanntes akustisches Verfahren verwendet werden.
    Bei diesem Verfahren wird die Schwere der PAH und auch die Belastung des rechten Herzens sowie natürlich auch der Rhythmus und das Timing aus dem sog. 2. Herzton (den man auch mit dem Stethoskop hören kann - wenn man es kann) gewonnen.

    Und zum dieses sicher sehr sinnvolle Projekt auf den Weg zu bekommen, hat diese Gruppe aus einem Mediziner, einem Biologen und einem Computerexperten eine Förderung in Höhe von $1 Mio. aus der Robyn Barst Stifung erhalten. - Sehr sinnvoll soweit.

    Was ich aber nicht verstehe: Warum fangen alle immer wieder bei Adam und Eva an?!
    In Canada wurde reichlich Wissen um die akkustische Auswertung des 2. Herztons bei PAH gewonnen und man bräuchte also dann "nur noch" deren Analysetechnik mit der zu entwickelnden Regelungslogik zu verknüpfen und damit dann die eh bereits existierende Pumpe zu betreiben. Sicher reichlich genug Fronten. So wird jetzt erst mal wieder eine Sammlung von Herztönen angelegt und dann die Auswertung untersucht...

    Der Vorteil von Herztönen gegenüber dem EKG, das man ja auch abgreifen könnten und sicherlich auch tun wird: Es misst ja die tatsächliche BEwegung, nicht das Steuersignal für den Wunsch einer Bewegung.

    Aber so wird erst mal gutes Forschungsgeld für die x-te Erfindung des Rades... - vermutlich weil es dazwischen eine Landesgrenze gibt.
    Immer dasselbe. So dauert es halt dann halt mal 1-2 Jährchen länger..

    Egal, Hauptsache es wird gemacht. Die Canandier waren ja nur bis zur Diagnostik gekommen - wenn überhaupt. Denn im Einsatz ist das Gerät nach 5 Jahren immer noch nicht..
    Es war wohl dann doch mehr ein Proof of Concept, also eine Studie. Dabei sollte da auch ein anwendbares Gerät rauskommen.

    LG Ralf

  3. #3
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    31.10.2012
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    2.587

    Standard

    so wie ich das sehe, handelt es sich um drei voneinander unabhängige forschungsvorhaben, wobei der "rundumschag" (We will conduct our investigations using echocardiography, cardiovascular magnetic resonance imaging, and positron emission tomography imaging techniques in addition to metabolic profiling, molecular studies on microRNA, and induced pluripotent stem cells in individual patients ) von yuchi han am meisten verspricht aber auch zu sehr "zerfasert". egal, die richtung stimmt....

  4. #4
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    02.03.2004
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    8.425

    Standard

    Ja, die Richtung und der Mix aus Mediziner, Biotechnologe und Computerspezi.

    Es passiert ja immer mehr, das ist gut.

    LG Ralf

  5. #5
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    05.03.2013
    Beiträge
    4.031

    Standard

    Es ist wohl SEHR SEHR schwer....Vergleiche anzustellen.

    Gestern war ich wieder bei meinen Docs in der AMbulanz...beim Rechtsherzkatheter am Anfang meiner Diagnostik hatte ich einen Herzindex von 1,3....eigentlich liegt dann ein kardiogener Schock vor und das letzte Stündlein läge sogar schon hinter mir...

    Beim MRT Herz hatte ich dann einen Herzindex von 2,6...aber die anderen Werte waren nicht unbedingt besser....

    Der Doc meinte ziemlich cool, dass man eben das nicht vergleichen kann....je nach Untersuchungsmethode, je nach Arzt...je nach Tagesform können völlig andere Werte auftauchen....man solle sich den Patienten ANSEHEN und BEFRAGEN, wie es ihm / ihr geht.

    Alles andere ist Spekulation....selbst langjährig erfahrene Kardiologen geraten sich über Eckpunkte in die Wolle....

    Tja...

    Beim Echo meines strubbeligen Herzens ergaben sich Werte , die absolut nicht zusammenpassen...immer wieder der Satz "Das hab ich ja noch nie gesehen."

    Kann man PH-Patienten denn wirklich vergleichen? Ich hab bisher den EIndruck gewonnen, dass jeder PH-Pat. anders "tickt"...

  6. #6
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    02.03.2004
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    8.425

    Standard

    Gute Beobachtung Wuffel,

    eigentlich kann man es nur sehr bedingt. Jede Jeck ist anders. Das gilt wohl hier besonders.
    Alles Wissen und auch die Medikamentenstudien sind statistische Methoden, die einfach nur dagen, dass ein Medikament bei einer bestimmten Gruppe von Patienten das und das verbessert.
    Bei Herzfehlern gilt das noch viel mehr oder bei Fehlmündungen von Gefäßen. Es gibt auch Menschen mit nur 2 Herzkammern.

    Auch Grenzwerte bitte nie wörtlich oder als 1 - 0 - Grenze nehmen!
    Es sind nur statistisch ermittelte Werte. Die haben ihren Sinn und ihre Berechtigung, aber NIE für den Einzelnen, immer nur für die Gruppe.
    Mangels besserer Infos, nimmt man sie dann u.U. für den Einzelnen.
    Daher ist der Hinweis deines Arztes so wichtig, dass es eben auch und noch mehr um dein Eindruck des Patienten selbst und den des Arztes geht, und wie sich der Patient präsentiert etc.
    Das kennst du ja sicher auch aus deiner aktiven Zeit als Krankenschwester..

    Die meisten aktuell eingesetzten Ultraschallgeräte sind 2D-Geräte sie gucken ja nur 2-Dimensional. Durch seitliches Aufsetzen des Ultraschallkopfes kann sich der Arzt eine 2. Ansicht und so eine begrenzte räumliche Information holen. Aus beiden Ansichten zusammen kann man dann eine Abschätzung machen, wie groß das Herzvolumen oder das Schlagvolumen sind. Dabei helfen die Geräte sicherlich mit numerischen Rechenverfahren. Und eben Annäherungen..

    Ein MRT kann dagen ECHT und in Echtzeit messen. Das ist ungleich genauer.
    ABER, die meisten Ärzte sind sowas von auf Echo und Katheter geeicht, dass sie dann u.U. noch nicht die MRT-Werte, die z.T. anders angegeben sind (Nomenklatur) zuordnen können.

    Auf meine Frage nach dem MRT kam ein Stottern, das ich besser hier nicht poste.. (da hatte nicht nicht mit einem Experten gesprochen)

    LG Ralf
    Geändert von Ralf (01.06.2013 um 14:58 Uhr)

  7. #7
    card ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    31.10.2012
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    2.587

    Standard

    Zitat Zitat von Ralf Beitrag anzeigen
    .......bereits existierende implantierbare Pumpe entwickelt werden, die das rechte Herz entlasten soll.
    Es gibt diese Pumpe bereits und sie ist als Links-Herz-Unterstützungsgerät (boah wie unhandlich hier doch die deutsche Sprache ist! In Engl. nennt es sich Left-Heart-Assist-Device oder LAD) bereits zugelassen
    hier als nebenprodukt der herzunterstützung :

    http://www.jtcvsonline.org/article/S...222-2/abstract

    die unterstützung durch ein linksherz-assist senkt den pvr signifikant

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •