pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Nebivolol (ein Betablocker der 3. Generation) bei IPAH Patienten

  1. #1
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Standard Nebivolol (ein Betablocker der 3. Generation) bei IPAH Patienten

    Link: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23479989
    Titel: Use of nebivolol in patients with idiopathic pulmonary hypertension: results of the pilot study

    In dieser kleinen Studie aus Russland bekamen 12 Patienten, die zuvor bereits CCB (vom Dihydropyridin-Typ, also z.B. Amlodipin, Nifidipin, Lercarnidipin) Anticoagulation und Diuretika bekamen, 5mg/Tag Nebivolol über 24 Wochen. Dies führte zu signifikanten funktionalen Verbesserungen, zu einer signifikanten Verkleinerung des rechten Herzens und einer Reduktion des ET-1-Spiegels im Blut (Endothelin). Die Therapie habe praktisch keine Nebenwirkungen gehabt.

    Alle Patienten waren wie gesagt auf Kalziumantagonisten. Ob es sich bei den IPAH-Patienten ausnahmslos um NO-Responder handelte, steht leider nicht im Abstract.

    Hier noch der Link zu Wikipedia über Nebivolol:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nebivolol
    Es ist sehr interessant, was da zur Wirkung des Wirkstoffs bez. Endothel steht.


    LG Ralf
    www.pulmonale-hypertonie-selbsthilfe.de

    .


    Geändert von Ralf (27.02.2019 um 17:52 Uhr)

  2. #2
    Lentos52 ist offline Erfahrener Benutzer ***
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    Hallo Ralf,

    klasse Link.

    Ich kannte bisher nur Studien zu den kardioselektiven ß-Blockern. Aber das ist ja noch eine Stufe besser.

    L. G.
    Lentos

  3. #3
    lesefee ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Ihr seid ja medizinisch immer viel besser drauf-
    ich kann nur sagen: Ich nehme mit LinksherzPH auch beides-
    Amlodipin UND Betablocker (Nebivolol) 5mg am Tag- auch wegen des schnellen Pulses.
    Vorher hatte ich einen anderen Betablocker- Nebi aber ist sehr viel sanfter und wohl besonders geeignet dafür.
    Gilt aber eben auch als Auslöser für Raynaud-syndrom- wie immer eine Frage Nutzen/Nebenwirkung.
    Aber ich finde immer, es hilft gegen diese schnellen Blutdruckanstiege z.B,. durch Aufregung/ Adrenalin. Ist nur mein Gefühl- nicht so sehr hilft es bei körperlicher Belastung den Blutdruck niedrig zu halten.
    Ja, irgendwann nähern wir uns noch an und werden gleich die Linksherzler und die IPAH, wartet es ab!!

  4. #4
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Wieviel Amlodipin nimmst du denn?
    Amlodipin müsste eigentlich etwas gegen Raynauds helfen, vermute ich.

    Dein Kardiologe ist jedenfalls offenbar voll auf der Höhe, das ist doch beruhigend, oder?

    LG Ralf

  5. #5
    lesefee ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Jau isser, beruhigt mich auch sehr!
    Ich nehme morgens 5 mg Amlodipin. Manchmal noch abends, wenn ich meine, es zu brauchen, das darf ich selber entscheiden. Mehr aber auch nicht.
    Manchmal habe ich abends so Blutdruck"krisen", also mal für ne Stunde ganz hoch, dann nehm ich noch mal 5- also nich tmehr als insg.10mg am Tag.
    Es hilft leider gar nicht gegen Raynaud, zumindest bei mir nicht.
    Aber- Raynaud ist ja auch eine Begleiterscheinung bei Ph- ich weiß nicht genau, woher es kommt.
    Angefangen hat es, nachdem ich mit Betablockern angefangen hatte. Also ist man davon ausgegangen, dass es daher kommt. Wir haben aber auch schon mal 2 Wochen den Betablocker weg gelassen- und Raynaud bleibt- also könnte es doch auch vom pulomnalen Hochdruck kommen, das weiß heut keiner mehr so genau.
    Ich mags nicht mehr ausprobieren- er hatte mir mal vorgeschlagen, es noch länger weg zu lassen- aber das macht mir echt Blutdruckstress, das geht ganz schlecht.
    Amlodipin finde ich aber auch sehr gut, hilft mir sonst gut. Eben alles eine Bastelei!

  6. #6
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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  7. #7
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Zitat Zitat von lesefee Beitrag anzeigen
    Ich nehme morgens 5 mg Amlodipin. Manchmal noch abends, wenn ich meine, es zu brauchen, das darf ich selber entscheiden.
    Hallo Lesefee,

    Amlodipin wirkt sehr langsam dafür aber langandauernd. (Halbwertzeit 36h)
    Wenn du abends eine Tablette mehr nimmst, weil du dich schlecht fühlst, wird die dir nicht wirklich helfen.
    Um zu sehen, wie es dir mit mehr als 5mg geht, musst du schon eine Woche lang eine höhere Dosis nehmen bis sich der neue Spiegel stabil aufgebaut hat.
    Frage mal deinen Freund und Apotheker ;-)
    Wenn du vorsichtig sein willst, kannst du ja auch täglich 7,5mg oder 10mg ausprobieren ausprobieren, dann aber für 1 Woche mind.
    Aber das musst du natürlich mit deinem Kardiologen besprechen!

    LG Ralf
    Geändert von Ralf (17.03.2013 um 22:01 Uhr)

  8. #8
    lesefee ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Schau dir einfach die Pharmakodynamik-Kurve von Amlodipin an. Wie lange es braucht, bis die max. Dosis aufgebaut ist. Vielleicht geht es ja doch schneller..als ich in Erinnerung hatte.
    Geändert von Ralf (19.03.2013 um 12:36 Uhr)

  9. #9
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Neuer Volltextartikel zu Nevibilol: http://ac.els-cdn.com/S0828282X14001...7878247ea1028b

    Falls dieser link nicht funktionieren sollte, über diese Website gehen und dort auf PDF klicken: http://www.sciencedirect.com/science...28282X1400141X


    Unbedingt auch lesenswert für Linksherz-PH-Patienten.

    LG Ralf

  10. #10
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    https://www.ersnetsecure.org/public/...entation=68184

    TItel: Nebivolol and pulmonary hypertension

    Zitat: "Our work demonstrates for the first time that nebivolol improves endothelial dysfunction, pulmonary vascular remodeling, and right heart function and could be a safe option for the management of PAH. Until clinical studies are undertaken, however, routine use of beta-blockers in PAH cannot be recommended."

    Deutsch: "Unsere Arbeit demonstriert zum erste Mal, dass Nebivolol die Endothel-Funktion, das pulmonale Gefäßremodeling und die Rechtsherzfunktion verbessert, und eine sicher Option für das Management von PAH sein könnte.
    Bis klinische Studien unternommen wurden, kann allerdings der Routine-Gebrauch von Betablockern bei PAH nicht empfohlen werden."


    Wie fein offenbar die Unterschiede unter den Betablockern sind, was die PAH angeht, zeigt dieses Zitat: "Nebivolol treatment corrected this pathological phenotype in a dose-dependent way whereas metoprolol did not."

    Deutsch: "Eine Nebivolol - Behandlung korrigierte diesen pathophsiologischen Phänotyp (IL-6 und MCP-1 hoch, ET-1 hoch etc. siehe Text) dosisabhängig, aber Metroprolol tat das nicht."

    So langsam interessiert mich das Nebivolol immer mehr..hoffentlich wird es bald in einer größeren klinischen Studie getestet.
    HAKEN: Nebivolol ist ja als Betablocker auf dem Markt, und daher ein Massenmedikament mit dem man an PAH-Patienten wohl kaum Geld verdienen kann. Daher sehe ich schwarz was eine große klinische Forschung für PAH angeht.. - leider.
    Solange man Medikamente für viele Tausende im Monat verkaufen kann, warum sollte man da ..
    Aber vielleicht sehen das ja Russland oder China anders. Hoffentlich!


    Mein Vorschlag für eine Systemänderung:
    Die Krankenkassen sollten Studien in Auftrag geben können, in denen bereits zugelassene MEdikamente für andere Indikationen getestet werden - sofern es natürlich gute wissenschaftlich gute Hinweise gibt.
    So könnte man vor allem eine Kostenvollbremse bewirken, indem verfügbare Medikamente zu gleichen Preisen in der Indikation erweitert würden. Vorteil: Die u.U. mögliche Ersparnis von vielen 100 Mio. für teurere Medikamente würde solche Studien locker finanzieren..
    Aber das würde das Geschäftsmodell der etablierten Pharmaunternehmen torpedieren und daher kaum durchsetzbar sein.


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