pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: pah und übergewicht

  1. #11
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Geändert von Ralf (27.02.2019 um 12:54 Uhr)

  2. #12
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    Also - ohne jegliche Ahnung - könnte ich es mir vorstellen, dass der Körper von Übergewichtigen ja schon belastet ist und dementsprechend nicht mehr so heftig reagiert.. aber ich denke auch dass Abnehmen dann einen noch größeren Effekt bringt.
    Quasi adipös krank werden und Belastung einsparen .. und dann noch mehr Belastung durch´s Dick-sein ausmerzen.

  3. #13
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Hallo Seelenfeuer,
    an deinen Überlegungen ist was dran.
    Als ich die Diagnose bekam, habe ich 124kg gewogen. Im ersten Jahre habe ich dann 32kg auf 92kg abgenommen. Dabei hat sich so einiges verbessert.
    Lange ZEit konnte ich das Gewicht um die 100kg halten, heute haben ich 107kg ca. Das war bestimmt hilfreich.
    Jede Zelle, also auch jede Fettzelle braucht Sauerstoff. Weniger Zellen, weniger Sauerstoffbedarf, weniger Sauerstoffbedarf, geringeres benötigtes HZV, somit auch weniger Druck in Ruhe und mehr Reserve bei Belastung. Etc.

    Aber es gibt auch wissenschaftliche Studien mit Magen-Verkleinerungs-OPs oder Bypass-OPs, die das auch wissenschaftlich belegen.
    Z.T waren die Erfolge bei extrem adipösen PAH Patienten sehr beachtlich. Auf der anderen Seite stellt so eine OP natürlich gerade bei adipösen PH-Patienten ein ordentliches Risiko dar.

    Ein Internist aus Düsseldorf erzählte mir, dass es jetzt eine neue Methode gibt, bei der man ohne OP auskommt. Dazu wird im Magen per Endoskopie (wie bei der Magenspiegelung) ein Ballon mit Salzwasser gefüllt) Dieser verbleibt 3-6 Monate im Magen, macht satt und beansprucht einen großen Teil des Volumens. Irgendwann wird er wieder per Endoskop geborgen. Dazu wird das Wasser abgelassen und dann wieder raus damit. Diese Methode ist noch sehr neu und ich kenne die Risiken nicht.

    Die Quellen zu den Magen-OPs bei PAH findest du im Forum, versuche mal sie über die Suchfunktion zu finden.

    Im Titel sollte "Obessity" vorkommen. Magen-OP ist "gastric surgery".

    LG Ralf

    PS: Wie geht es dir? Soweit alles OK?

  4. #14
    Gabriele ist offline Erfahrener Benutzer ***
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    Hallo Ralf,
    ich weiss nicht ob Du mir das beantworten kannst. Wie sieht denn das mit dem Gewicht bei PH mit Linksherz, Schlafapnoe und den anderen Ursachen aus? Trifft das da auch zu, das ein BMI zwischen 30-35 eigenlich ok ist?
    Leider habe ich mit der Diagnosestellung erst mal kräftig zugenommen, sage und schreibe 17 kg und die hängen mir immer noch nach. Ich war jetzt in der Adipositas-Sprechstunde in der Uni Leipzig, auf anraten der PH-Ambulanz und dort hat man mir zu einer OP geraten, anders werde ich meine Kilos wohl nicht los. Aber ich habe mich eigentlich schon dagegen entschieden, wiel mit 64 so eine Operation ich weiss nicht.
    LG Gabriele
    Geändert von Gabriele (16.08.2016 um 20:22 Uhr) Grund: keine

  5. #15
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Liebe Gabriele,
    da kann ich dir keine verbindliche Antwort geben. Aber dieses sog. Adipositas-Paradoxon ist wohl allgemein bei Herzinsuffizienz bekannt. Demnach denke ich, dass es auch für eine Linksherz-Insuffizienz gilt, da diese ja 99% der Herzinsuffizienzen darstellt. Aber leg mich bitte nicht fest. Frage dazu bitte deinen Arzt und recherchiere doch mal selbst auf Google oder auf www.pubmed.gov

    Ich kann mir vorstellen, dass ein Vorteil des Übergewichts BEI DIAGNOSESTELLUNG (darum geht es) auch ist, dass man es evtl. loswerden kann, und so ja bessere Bedingungen schafft. Von daher wäre es sozusagen "nur" der Effekt, dass man das, was einen belastet hatte, loswerden kann und so wieder in einen anderen Arbeitsbereich des Kreislaufs kommen kann. (REINE SPEKULATION!). Leider fehlen meines Wissens belastbare Studien, die sagen was am Übergewicht hilfreich ist und was man tun sollte. (ich kenne jedenfalls keine, wenn dann dann nur Grundlagenexperimente).
    Wer 50kg hat und schwer krank ist, kann ja keinen Ballast mehr abwerfen. Ich weiß, bei Adipositas geht das auch nur sehr sehr schwer. Es ist also auch nur für wenige, die das können, eine Option.

    Raten kann ich dir nur dazu, dich selbst zu informieren und dir dann ein (Bauch-)Gefühl zu bilden und danach zu entscheiden - unter Einbeziehung der Ratschläge deines Arztes. Aber bei solchen existenziellen Entscheidungen finde ich, dass man sie letztlich selbst für sich treffen muss.

    Ich hoffe, das war halbwegs hilfreich.

    LG Ralf

  6. #16
    Gabriele ist offline Erfahrener Benutzer ***
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    Hallo Ralf,

    Dank Dir für Deine ausfühliche Antwort. Das ist schon klar dass ich meine Entscheidung zur OP selbst treffen muss. Ich dachte nur, dass Du oder andere die das hier sehen, eher was gehört oder gelesen haben.
    Ich habe schon ganz viel gegoogelt, aber leider keine speziellen Seiten gefunden, die sich dann mit dem Zusammenhang der PH äußern. Patienten mit Magenoperationen, die ihre Erfahrungen Preis geben, gibt es schon, aber eben nicht speziell auf PH bezogen. Ich werde noch mal ein ausführliches Gespräch mit meinem Arzt suchen, die Möglichkeit
    die vielen überschüssigen kg loszuwerden, sind natürlich schon verlockend und wenn es notwendig sein sollte und der Arzt bringt mir die richtigen Argumente, werde ich mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen. Sollte ich was im Netz finden zu diesem Thema, meld ich mich. Danke nochmal.

    Lieben Gruß Gabriele

  7. #17
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Hallo Gabriele,

    ich hab bei meinen Recherchen damals zum Thema Adipositas und PH einen Fall gefunden, der beschrieb, dass ein sehr dicker Mann seine PH heilen konnte durch Diät. Es geht also auch andersrum...;-)

    Ab einem bestimmten Übergewicht, ist es einfach krankhaft und krankheitsfördernd. Gar keine Diskussion...wenn man maximal 15kg zu viel hat, dann kann das als Notreserve noch gelten, aber ich glaube mehr, ist einfach ...schlecht.

    Ich hatte bei Diagnose ca. 15kg weniger...da will ich auch wieder hin. Ne Elfe werde ich eh nie, aber so wie 2013 wäre ok.


    Was ich weiter glaube, es ist sehr individuell...ich hab mehrere Freundinnen, die von Natur aus sehr sehr schlank sind...ich glaube, das ist auch in Ordnung so, wenn keine Magersucht oder zehrende Krankheit dahinter steckt.

    Was mir auch aufgefallen ist, es gibt auch bei den PHlern extremst schlanke Menschen, die da durchaus schon Jahre mit leben....es gibt aber auch die Pummels ;-)


    (Ich mache seit Wochen moderates intermittierendes Fast: 8/16...heißt man darf in den 8h Zeitfenster essen und in dem 16er eben fasten (keine Kalorien, auch nicht getrunken)...klappt meist super und ich hab so 2-3kiloleinchen runter, geht langsam, aber ich denke , das ist auch gut so...die Richtung stimmt)....

    PS: Ein OP würde ich niemals mit Herzinsuffizienz machen...dann lieber fein Diät und so weit es geht Bewegung....das geht schon, wenn man es wirklich will...das Problem ist ja meist, die eigene Disziplin...;-) kenn ich ja auch...

  8. #18
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Liebe Gabriele,
    hier steht etwas zu der Magenballon-Methode bei Adipositas: http://www.apotheken-umschau.de/Magenballon (deutsch)
    LG Ralf

  9. #19
    Gabriele ist offline Erfahrener Benutzer ***
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    Hallo Yvonne39,
    Ich hatte ein Vorgespräch mit dem Leitenden Arzt der Adipositasambulanz, er war der Meinung, dass ich die OP bezahlt bekommen würde. Ich warte aber noch das Gespräch
    mit dem Operateur ab, sollte einen Anruf bekommen für den Termin. Sport ist bei mir leider ganz tabu, habe ein steifes Bein und laufe an 2 Gehhilfen, weitere Strecken sind nur mit dem Rollstuhl oder Auto angesagt. Die Variante Sport fällt gänzlich flach.
    Ralf hat ja noch etwas gefunden "Magenballon", da bekomme ich schon Angstzustände nur vom lesen. Naja ich warte erst mal ab.
    LG Gabriele

  10. #20
    lesefee ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Ich habe den Thread erst gerade gelesen, sonst hätte ich mich vorher gemeldet, bekam nur gerade einen Schreck.
    Ich bin mit einer Ernährungsberaterin befreundet , inzwischen befreundet, anfangs kannte ich sie nur beruflich, weil ich auch verzweifelt abnehmen wollte, nach der Diagnose.
    Sie betreut operierte Menschen- mit Ballon oder auch Magenverkleinerung.
    Und in unserem Fall kann ich nur sagen: Lasst die Finger davon!!!
    All diese Menschen, also die Magenverkleinerung besonders, bekommen große Probleme mit der Nährstoffzufuhr! Da sie so wenig essen können und dann auch nur essen und trinken getrennt, weil sonst der Magen schon wieder voll ist-
    müssen ihr Leben lang mit Tabletten auffüllen! Und sowas können wir uns gar nicht leisten, wie wollen wir all die fehlenden Mineralien dann nach füttern? Die meisten von uns haben ja so schon genug zu tun mit Kalium/Magnesium/Calcium etc. Das sind endlos schleifen!
    Die Patienten müssten sehr , sehr lange psychisch betreut werden, denn das macht erheblich was mit einem! Und die OP ist NICHT rückgängig zu machen!!!! (Ballon schon)
    Es gibt aber sehr wenig professionelle Hilfe in dem Bereich und die Kliniken sparen da und klären nicht richtig auf- schon gar nicht in unserem Bereich!
    Wenn ich schon sehe, wie viel schwieriger z.B. meine Schulter Operation war, durch die Herzproblematik, möchte ich mir gar nicht ausdenken, was bei so einer OP passiert! Ich rate dringend ab, aus den o.g. Gesprächen!

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