pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Dichloracetat (DCA)

  1. #11
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    Hallo card,
    danke für die beiden interessanten Links.
    Ich habe sie mir beide durchgelesen.

    Ob und wie viel Potential in DCA steckt, kann ich nicht beurteilen, aber wenn ich den 2. Artikel lesen, habe ich das Gefühl, dass die die dazu befragt werden um den heißen Brei reden.
    Der Kern, weshalb es nicht aktiv im großen Stil beforscht wird, ist, dass es sich um eine altbekannte Substanz handelt, auf die keinerlei Patentrechte anmeldbar sind, bzw. die sich jeder zugängig machen könnte, wenn denn eine Wirkung nachgewiesen wäre. Und dann stecken die Pharmafirmen viel Geld in eine Produkt, das es nachher auf dem Markt für kleines Geld als Rohsubstanz geben wird.
    Wohingegen man irgendwelche der unzähligen möglichen Kombinationen von Kohlenstoffatomen mit immer anderen Liganden wunderbar als Neuschöpfung patentieren kann, im Notfall wird halt noch ein einzelnes Atom gegenüber der natürlichen Substanz ausgetauscht oder eine andere chemische Gruppe angehängt.


    Die im Bericht erwähnten Schwierigkeiten, dass die Finanzierung einer klinischen Ministudie an nur 5 schwerstkranken Menschen nur mit ach und krach privat finanziert werden konnte, zeigt wie schwer es ist nicht-patentierbare Substanzen klinisch zu testen, ob sie nun helfen, oder nicht. Und die Mäuse- und Rattenmägen haben ja offenbar die Substanz mind. ein halbes Jahr überstanden und es hat gewirkt. Soviel zu dem Bla-Bla wg. Säure und Magenverträglichkeit. OK, das kann beim Menschen anders liegen, aber offenbar haben die erwähnten 5 Personen es ja auch überstanden und eine Wirkung hat es auch gegeben, ob nun was im Magen hängengeblieben ist oder nicht.

    Das soll nicht heißen, dass ich an DCA glaube. Ich habe keine Ahnung, ob und wie viel Potential drin steckt. Aber ich kenne schon die üblichen Floskeln, wenn es um Versuche geht, die nicht von der Pharmaindustrie im großen Stil und zum finanziellen Wohle aller Beteiligten durchgeführt werden. Und genau so mutet es mir im 2. Bericht an.


    Ich denke, dass Substanzen wie DCA und andere, für die es recht gute Hinweise gibt, dass sie wirken könnten, z.B. durch EU-Mittel zu einer ersten aussagefähigen klinischen Pilot-Studie gebracht werden sollten. Das Risiko würde z.B. aus einem Fond, in den alle Gesundheitssysteme (Krankenversicherungen etc. ) einen Beitrag einzahlen, abgedeckt werden können. Für den Fall eines Erfolges, könnte der Verkauf von Lizenzen bzw. Orphan-Drug - Rechten dann für eine Refinanzierung sorgen. Und die EU hätte auch die Möglichkeit einen gewissen Schutz vor Plagiaten zu bieten.. irgendwie so. Dagegen wird die Pharmaindustrie aber sicher gute Argumente finden.

    Tja, hoffen wir, dass es trotzdem mit dem Erkenntnisgewinn bezüglich DCA irgendwie weiter geht. Es ist nur immer ein Jammer zu sehen, dass eine Substanz da ist und "nur mal eben" an einer etwas größeren Gruppe Patienten, die eh mit dem Rücken an der Wand stehen, getestet werden müsste - selbstverständich auch unter sorgfältiger ethischer Abwägung etc.

    DCA wirkt auf die Mitochondrien der Zellen. Der Autor der o.g. Studie (Prof. Stephen L. Archer) hat sich sehr intensiv mit diesem Thema befasst, und deren Bedeutung für die Herz und Gefäße:

    Hier eine Linksammlung zu seinen Publikationen:

    http://link.springer.com/search?face...n+L.+Archer%22 (Engl.)

    Vieles das Verständnis dieser Zusammenhänge.

    LG Ralf
    http://pulmonale-hypertonie-selbsthilfe.de
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    Geändert von Ralf (27.02.2019 um 12:38 Uhr)

  2. #12
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  3. #13
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    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25110234

    Titel: Dichloroacetate prevents but not reverses the formation of neointimal lesions in a rat model of severe pulmonaryarterial hypertension.
    Deutsch: Dichlorazetat verhindert die Formation von neointimalen Läsionen, kann diese aber in einem Rattenmodell der schweren PAH (MCT) nicht rückgängig machen.


    LG Ralf
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  4. #14
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  5. #15
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