pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Marcumar absetzten?

  1. #11
    camper111 Gast

    Reden Lungenhochdruck - Sauerstoff-Atemgerät Wirkungslos?

    Hallo! Den nachfolgenden Eintrag/Bericht ins Forum zu stellen, habe ich nicht geschafft.
    Kannst Du den ´reinstellen?:
    PHeGForum23807

    Lungenhochdruck – Sauerstoff-Atemgerät wirkungslos???
    Hallo an ALLE!

    Nach einer Rechts-Herzkatheter-Untersuchung kam ich ins Schlaflabor.
    Man hatte mir das Sauerstoff-Atemgerät mit nach Hause gegeben.
    Man hatte mir erklärt, dass ich nach 5 bis 7 Stunden mit der Maske auf dem Gesicht, eine merkliche Besserung erfahren würde. Sofort habe ich reklamiert, dass das Ergebnis gleich NULL sei. Trotzdem habe ich noch insgesamt 76 Stunden daran gehangen.
    Schlafapnoe war erkannt worden. Was mir dann aufgefallen ist, wenn ich den Atem anhalte, passiert nichts!!! Wenn ich weiter atme setzt auch das Gerät mit der Außenluft wieder ein.

    Was ich nicht begreife; bei Schlafapnoe hat man ja „“Atemaussetzer““. Ich habe immer gedacht, dann sollte der Apparat aber anspringen, (wie bei einem Herzschrittmacher, den ich auch habe,) um den notwendigen Sauerstoff zuzuführen. Das tut der ja NICHT.
    WOZU dann das Ganze???
    Man soll auch besser schlafen können – mit der Maske auf dem Gesicht? Und dann ausgeruht sein?

    Außerdem ist es bei mir so, dass durch meinen hohen Lungendruck der Gas-Sauerstoff in der Lunge nur sehr mangelhaft ist. So kommt der Sauerstoff nur sehr, sehr begrenzt in der gesamten MUSKULATUR an. Ergebnis, bei der allergeringsten Anstrengung leide ich unter Luftnot.
    MIR hilft es also NICHT. Wem hilft es, wer hat Erfahrung mit dem Sauerstoff-Atemgerät
    positiv oder negativ, und wer schreibt mir darüber ?

    Über jede Antwort würde ich mich freuen.
    Beste Grüße
    camper111

  2. #12
    camper111 Gast

    Lächeln Herzkatheter gefährlich?


    Ph eg Irmgard26807
    Hallo camper!
    Ist denn so eine Herzkatheder-Untersuchung nicht ohne??

    Meine Mutter (siehe oben) wird heute in ein anderes Spital gefahren (eines mit Herzspezialisten) da man durch die Nuklearmedizin herausgefunden hat, daß sie stark herzinfarktgefährdet ist. Morgen bekommt sie so eine Angiographie, also Herzkatheder....
    Am Freitag wurde ihr das Marcoumar abgesetzt, und nun bekommt sie so Tropfen wegen Schilddrüsenüberfunktion.
    Hab in einem Forum gelesen, daß bei dieser Untersuchung Jod gespritzt wird, das wäre ja wieder gefährlich denn bei Überfunktion darf man kein Jod mehr verabreichen.

    Wieso bekamst du zuwenig Sauerstoff? War das vorher auch schon, oder sind da bei dir irgendwelche Komplikationen aufgetreten?

    Lieben Gruß ~Irmgard~



    Hallo Irmgard!
    Ich kann Dich da wirklich beruhigen, es ist überhaupt nicht schlimm, aber die Untersuchung ist zwingend notwendig, um alles heraus zu finden!!!!!!
    Ralf hatte die Herzkatheteruntersuchung in 11 Jahren nur 5 mal.
    Früher hatte ich mal gelesen, die würde zu oft durchgeführt, weil daran entsprechend verdient wird. Das hatte ich auch meinem Kardiologen vor 5 Jahren gesagt, der sich dann nicht traute, mir so eine zu empfehlen.
    ( Da wurde ja bislang auf Deubel komm heraus noch und noch geröntgt, Zähne gezogen, nach dem Motto, - Zähne ´raus – Gebiss ´rein „ usw. usw.)
    Im Juli 2006 ging es mir plötzlich schlecht,- bei nicht hat gleich erkannter Gürtelrose, und die extreme Hitze muss mich wohl kaputt gemacht haben. Täglich bin ich zu Fuß und mit dem Rad 2 Stunden in der Hitze gewesen. Wie sich später bei der Herzkatheteruntersuchung
    herausstellte, hatte ich einen kleinen nicht bemerkten Herzinfarkt..
    Im August 06 zu meinem Kardiologen und war gespannt, ob er mir etwas zu einer Herzkatheteruntersuchung sagen würde. Hat er nicht. Vorgenommen hatte ich mir schon vorher, dann mich selbst zu dieser Herzkatheteruntersuchung selbst an zu melden.., die dann auch am 15.9.2006 statt fand.
    Bei vollem Bewusstsein, mit nur örtlicher Betäubung wurde die Rechts-Links- Herzkatheteruntersuchung vorgenommen. Man konnte alles an den Bildschirmen verfolgen, wie der Katheter ins Herz vorgeschoben wird usw..
    Man merkt wirklich NICHTS !!! – weil die Adern keine Nerven haben.
    Was mir weh tat, war einzig und allein meine Blase. Die Urinflasche habe ich mir dann geben lassen und nach einem halben Jahr zur zweiten Herzkatheteruntersuchung gleich mitgenommen. 4 Tage Aufenthalt, . nach 24 Stunden nach OP wurde die so genannte Schleuse in der rechten Leiste heraus genommen . Da war ein kleiner Sandsack ´drauf, der auch noch verblieb. Der Arzt musste nur fast eine halbe Stunde Druck auf meine Leiste ausüben, damit sich die Vene durch Blutplasma schließen konnte.
    Drück mal Deiner Muter mit einem dicken Handtuch auf die Leiste, mit etwas Druck.
    Ist zwar nicht unbedingt angenehm - aber von Schmerzen kann man nicht reden.
    Beim zweiten Herzkatheter entfiel diese Prozedur merkwürdigerweise.
    Jetzt bin ich aber ein ganz ruhiger Typ, gehe zum Zahnarzt, ohne mir was dabei zu denken.
    Denen erzähle ich vorher: „Wenn es schmerzt, schreie ich!“ – Musste ich bisher nicht.
    Es ist sinnlos, sich Tage oder Wochen vorher Kopfschmerzen zu machen.
    Meine nächste Herzkatheteruntersuchung ist danach in 12 Monaten, jetzt ende Februar 2008.
    Ich werde 1 mal im Jahr hingehen, denn jetzt meine ich, man erkennt nur bei einer Herzkatheteruntersuchung ob Adern zugehen oder verstopft sind ++++.
    Jeder der etwas Ablagerungen in der Halsschlagader hat oder wo auch immer, sollte vorher durch Ultraschall oder Echokardiogramm dies feststellen lassen und sofort zur Herzkatheteruntersuchung gehen.
    Sauerstoff hatte ich immer schon zu wenig. Meine Frau sagte mir mal, schon in frühester Jugend hörte man mich schon beim schnellen gehen laut schnaufen.
    Man hatte ja festgestellt; ich habe einen Lungenhochdruck. Dieser bewirkt, dass der Gas-Sauerstoff-Ausgleich nur mangelhaft funktioniert. So kommt im endeffekt nur ganz minimal der Sauerstoff in der gesamten Muskulatur an. Bei der geringsten Anstrengung ist der Ofen aus, wie bei einer brennenden Kerze, wenn man die abdeckt, geht die Flamme aus.
    Schreib mal, wie es ausgegangen ist und alle guten Wünsche, bis bald.
    Dein camper111

  3. #13
    camper111 Gast

    Standard Hallo Irmgard! Herzkatheter = ok!

    Hallo Irmgard!
    Ich kann Dich da wirklich beruhigen, es ist überhaupt nicht schlimm, aber die Untersuchung ist zwingend notwendig, um alles heraus zu finden!!!!!!
    Ralf hatte die Herzkatheteruntersuchung in 11 Jahren nur 5 mal.
    Früher hatte ich mal gelesen, die würde zu oft durchgeführt, weil daran entsprechend verdient wird. Das hatte ich auch meinem Kardiologen vor 5 Jahren gesagt, der sich dann nicht traute, mir so eine zu empfehlen.
    ( Da wurde ja bislang auf Deubel komm heraus noch und noch geröntgt, Zähne gezogen, nach dem Motto, - Zähne ´raus – Gebiss ´rein „ usw. usw.)
    Im Juli 2006 ging es mir plötzlich schlecht,- bei nicht hat gleich erkannter Gürtelrose, und die extreme Hitze muss mich wohl kaputt gemacht haben. Täglich bin ich zu Fuß und mit dem Rad 2 Stunden in der Hitze gewesen. Wie sich später bei der Herzkatheteruntersuchung
    herausstellte, hatte ich einen kleinen nicht bemerkten Herzinfarkt..
    Im August 06 zu meinem Kardiologen und war gespannt, ob er mir etwas zu einer Herzkatheteruntersuchung sagen würde. Hat er nicht. Vorgenommen hatte ich mir schon vorher, dann mich selbst zu dieser Herzkatheteruntersuchung selbst an zu melden.., die dann auch am 15.9.2006 statt fand.
    Bei vollem Bewusstsein, mit nur örtlicher Betäubung wurde die Rechts-Links- Herzkatheteruntersuchung vorgenommen. Man konnte alles an den Bildschirmen verfolgen, wie der Katheter ins Herz vorgeschoben wird usw..
    Man merkt wirklich NICHTS !!! – weil die Adern keine Nerven haben.
    Was mir weh tat, war einzig und allein meine Blase. Die Urinflasche habe ich mir dann geben lassen und nach einem halben Jahr zur zweiten Herzkatheteruntersuchung gleich mitgenommen. 4 Tage Aufenthalt, . nach 24 Stunden nach OP wurde die so genannte Schleuse in der rechten Leiste heraus genommen . Da war ein kleiner Sandsack ´drauf, der auch noch verblieb. Der Arzt musste nur fast eine halbe Stunde Druck auf meine Leiste ausüben, damit sich die Vene durch Blutplasma schließen konnte.
    Drück mal Deiner Muter mit einem dicken Handtuch auf die Leiste, mit etwas Druck.
    Ist zwar nicht unbedingt angenehm - aber von Schmerzen kann man nicht reden.
    Beim zweiten Herzkatheter entfiel diese Prozedur merkwürdigerweise.
    Jetzt bin ich aber ein ganz ruhiger Typ, gehe zum Zahnarzt, ohne mir was dabei zu denken.
    Denen erzähle ich vorher: „Wenn es schmerzt, schreie ich!“ – Musste ich bisher nicht.
    Es ist sinnlos, sich Tage oder Wochen vorher Kopfschmerzen zu machen.
    Meine nächste Herzkatheteruntersuchung ist danach in 12 Monaten, jetzt ende Februar 2008.
    Ich werde 1 mal im Jahr hingehen, denn jetzt meine ich, man erkennt nur bei einer Herzkatheteruntersuchung ob Adern zugehen oder verstopft sind ++++.
    Jeder der etwas Ablagerungen in der Halsschlagader hat oder wo auch immer, sollte vorher durch Ultraschall oder Echokardiogramm dies feststellen lassen und sofort zur Herzkatheteruntersuchung gehen.
    Sauerstoff hatte ich immer schon zu wenig. Meine Frau sagte mir mal, schon in frühester Jugend hörte man mich schon beim schnellen gehen laut schnaufen.
    Man hatte ja festgestellt; ich habe einen Lungenhochdruck. Dieser bewirkt, dass der Gas-Sauerstoff-Ausgleich nur mangelhaft funktioniert. So kommt im endeffekt nur ganz minimal der Sauerstoff in der gesamten Muskulatur an. Bei der geringsten Anstrengung ist der Ofen aus, wie bei einer brennenden Kerze, wenn man die abdeckt, geht die Flamme aus.
    Schreib mal, wie es ausgegangen ist und alle guten Wünsche, bis bald.
    Dein camper111

  4. #14
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
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    8.425

    Rotes Gesicht

    Zitat Zitat von camper111 Beitrag anzeigen
    [..]
    Was ich nicht begreife; bei Schlafapnoe hat man ja „“Atemaussetzer““. Ich habe immer gedacht, dann sollte der Apparat aber anspringen, (wie bei einem Herzschrittmacher, den ich auch habe,) um den notwendigen Sauerstoff zuzuführen. Das tut der ja NICHT.
    WOZU dann das Ganze???
    Man soll auch besser schlafen können – mit der Maske auf dem Gesicht? Und dann ausgeruht sein?

    [..]
    camper111
    Camper, ich bezweifle, dass man nach 76h sagen kann, ob es dir hilft.
    Ich weiß weiterhin nicht welche Apnoe du hast, und welches Gerät du probiert hattest.

    Dein Gedanke, dass man ja "Aussetzer" hat und dann nicht atmet und somit auch kein Sauerstoff hilft, ist nicht ganz richtig, wenn du ein sog. CPAP oder BiPAP Gerät (ggf. mit O2 Anschluss) hast.

    Denn, das Gerät beatmet dich mit leichtem Überdruck und dieser soll eben genau verhindern, dass dein Rachen (oder was auch immer im Hals) durch den Unterdruck aus der Lunge zufällt und dann die Atmung blockiert (wenn du eine sog. obstruktive Schlafapnoe hast). Das heißt, es ist OK, wenn das Gerät abschaltet, wenn du willentlich nicht atmest oder wenn du dennoch blockierst. Aber die Häufigkeit der Blockaden soll verringert werden indem sie erst gar nicht (so oft) auftreten. Und außerdem diffundieren Gase bei höherem Druck ja besser, sodass du auch mehr O2 aufnehmen kannst - auch du.

    Falls du eine Atemregulationsstörung hast gerät dein Atemregler in Schwingung und schwingt zwischen zu schnell und zu tief sowie zu flach und so langsam. Hier soll auch der zugeführte Sauerstoff vor allem das Schwingen der Atemregelung abschwächen oder idealerweise verhindern. Nebenbei tut der Sauerstoff natürlich eh gut.

    Ich habe den Eindruck, dass du mit deinen Schlüssen machmal etwas voreilig bist. NAtürlich ist es sehr gewöhnungsbedürftig mit Maske zu schlafen, keine Frage. Die Wirksamkeit von O2 bzw. den Beatmungsgeräten sollte aber hinreichend bewiesen sein. Die Sauerstoff-Sättigung geht mit O2 hoch, auch bei PH.

    Ralf

  5. #15
    Irmgard Gast

    Standard

    HAllo camper111 !

    Die Koronarangiographie ist ganz gut abgelaufen! Sie hatte zwar angst davor, aber kaum was gespürt. Die Punktion in der Leistengegend wurde auch mit einem modernen Verfahren zugenäht (mit so einem Schwämmchen drinnen, das sich nach einiger Zeit selber auflöst....)

    Es wurde auch eine Abschirmung der Schilddrüse mit Irenat vorgenommen. Das Marcoumar wurde aber wieder abgesetzt, da es für sie zu gefährlich sei (ist durch irgend ein Medikament sehr schwindelig, und somit sturzgefährdet, was bei Marcoumar verheerende Auswirkungen haben könnte=Gehirnblutungsgefahr...)

    Jedenfalls ist herausgekommen, daß sie eine Coronarsklerose hat und hier steht auch noch LV normokinetisch. Intermittierendes Vorhofflimmern und kompletter Linksschenkelblock. Szintigraphisch zeigte sich ein Bild einer großteils reversiblen Ischämie im Bereich der Hinterwand. Eine Auswurfsfraktion von 60%, wobei die Auswurfsfraktion im Bereich der basisnahen Hinterwand vermindert ist.


    Muss mir nun das ganze über internet heraussuchen, was das zu bedeutet hat.

    Jedenfalls hat man das alles erst beim 2mal festgestellt (auf einer anderen Abteilung, in einem anderen Krankenhaus), nachdem sie entlassen wurde, und zuhause nochmals kollabiert ist, und ich den Notarzt rufen mußte.Bei der Diagnose stehen jetzt auch ganz andere Dinge. Vorher gab man ihr ein Mittel gegen Herzrythmusstörungen mit jeder Menge Wassertabletten, das am Kollabieren mitschuld war, nun scheint es, wurde sie besser eingestellt. Bei der neuerlichen Diagnose stand, daß es keine zu behandelnden Herzrythmusstörungen gäbe....Sie wäre wegen dieser Sedacoron kollabiert....Ich hoff es wird alles gut, hoffe ich zumindest, dieser langwierige 5wöchige Krankenhausaufenthalt sollte ja doch mal eine Besserung bringen (so meint mein zumindest)

    Liebe Grüße
    I.

  6. #16
    camper111 Gast

    Daumen hoch Ich freue mich für Dich und Deine Mutter

    phevMarcoumarIrmgard1907
    Hallo Irmgard,
    es freut mich von ganzem Herzen, dass es so gut ausgegangen ist.
    Ich freue mich für Dich und Deine Mutter.
    Man muss hartnäckig bleiben als Patient, und auch die Ärzte müssen lange suchen und ausprobieren, damit das Richtige getan werden kann.
    Die Ärzte sind ebenfalls zu bedauern, weil viele sich ehrlich bemühen, und kriegen dann von den Patienten eins übergebraten. Wir sind alle nur Menschen.
    Bei Dir geht das suchen nach Interpretationen los, was bedeutet dies, was bedeutet das, wie bei mir. Die meiste meiner Arbeits-Zeit verbringe ich am PC, um mich schlauer zu machen, um dann meine mich behandelnden Ärzte mit PH-Informationen zu versorgen.
    Auch in Zukunft werde ich neue Erkenntnisse in die Foren bringen. Alle sollen so mit machen, damit jeder davon profitiert.
    In diese beiden Foren werde ich „gleiche“ Berichte stellen.
    Eben habe ich wieder aus „“phev““ Infos und Adressen von Professoren aus Köln heraus gefunden, die sich mit PH auskennen.
    Das macht mich wieder ganz zuversichtlich. Wenn ich alles so auslote, kann mir nicht viel passieren. Man ist gewappnet.
    Was Du geschrieben hast, ist ja hochinteressant: Die Punktion in der Leistengegend wurde auch mit einem modernen Verfahren zugenäht (mit so einem Schwämmchen drinnen, das sich nach einiger Zeit selber auflöst....)
    Dann kann man wahrscheinlich schon eher aufstehen. Bei meiner nächsten Katheteruntersuchung werde ich das den Ärzten sagen, denn überall wird man das sicher noch nicht machen.
    Wie ich las, soll man vor der OP Blutverdünner 7 bis 10 Tage vorher absetzen.
    Musste Deine Mutter das auch?
    Ich habe 2 Medikamente, ASS 100 und Plavix
    Alles Gute für Euch von
    Camper111




  7. #17
    Irmgard Gast

    Lächeln

    Hi Camper!
    Meine Mutter wurde von dem Krankenhaus in der Nähe (in dem sie behandelt wurde) ins 50 km entfernte gebracht, die eine Cardiologie haben (also Spezialabteilung für das Herz), und da hat man ihr am Freitag das Macoumar abzusetzen begonnen, und am Montag war dann die Angiographie. Sie nahm auch noch Thrombo ASS 100 mg dazu..... eine Schwester (geistliche) die ich zufälligerweise gut kenne, und dodrt auf dieser Station ist, meinte zu mir, es kann sein, daß das Absetzen von Marcoumar bisschen gar spät erfolgt, 3 bis 4 Tage ist sehr sehr knapp.... aber es gab dann gottlob keinen Zwischenfall.

    Man hat ihr aber nun das Marcoumar nichtmehr verordnet, eben weil sie einmal im Krankenhaus so schwindelig wurde (aus welchem Grund auch immer, ich vermute irgendeine falsche Medikamenteneinstellung), daß sie gestürzt ist, und sich am Kopf eine Riesenbeule geholt hat. Bei ihrem ersten Sturz, als sie durch eine Synkope (eben wegen ihrer Herzschwäche bzw Herzanfall) gestürzt ist, hatte sie keinerlei Kopfverletzung, dafür eine Wirbel L1 Kompressionsfraktur mit 50%iger Höhenminderung) [IHR BLEIBT ANSCHEINEND ABER AUCH WIRKLICH NICHTS ERSPART) Worauf ich danach bestanden habe, ihr den Kopf nochmal zu untersuchen, könnte ja sein, daß sie irgend eine Gehirnschwellung oder dergleichen hat, oder gar eine zerissene Ader, wo sie nochdazu genau kurz vorm Sturz mit der MArcoumartherapie angefangen haben. Das hat mir schon einen ordentlichen Schock eigejagt. Denn mein Vater ist ausgerechnet an so einer Gehirnblutung gestorben (nahm auch Marcoumar)...

    Jedenfalls wegen deiner Frage zu diesem Schwämmchen. Sie bekam eine Extra Karte, und weil ich gerade davon erzähle, fällt mir auf, daß mir das Krankenhaus dieses Kärtchen nicht mitgegeben hat.... muß ich nochmal anrufen ......auf dieser Karte ist genauestens beschrieben, wo genau die Punktion stattfand, für den Fall, daß in den nächsten soundsoviel Monaten wieder eine stattfinden sollte....
    Die Punktionsstelle ist total sauber vernäht, man kann sie kaum sehen, und ist sehr rasch zugeheilt. Da gibt es einen Art Anker, der in der Vene verankert ist, an dem Anker (ausserhalb der Vene) sitzt ein kleines Schwämmchen, an diesem ist ein Faden, der unter der Hautoberschicht abgeschnitten wird. Das ganze löst sich von selber auf.

    Sie bekam diese Angiographie um 10 Uhr vormittag, und um 17 Uhr durfte sie schon wieder aufstehen. Und Sandsack weg. Das ist ein ganz modernes Verfahren wie man mir sagte. Denn auf den Vorbereitungszettel stand noch oben, man hat 24 Stunden Bettruhe, und darf nicht aufstehen.

    Das war aber alles viel kürzer. Danach wurde sie engmaschig kontrolliert, hing an EKG und Pulsmesser, und die Naht wurde auch alle Stunde mal beobachtet, ob alles bestens verläuft.

    Wie gesagt, das Krankenhaus mit der Herzabteilung ist spitze, organisatorisch und alles läuft dort wie am Schnürchen, das andere Krankenhaus, dort wär ich beinahe verzweifelt, denn auch wenn sich Ärzte irren können, aber dermassen gleichgültiges Benehmen gegenüber Patienten (so auf die Art "friss oder stirb") ist mir noch nie untergekommen.
    Gottseidank ist sie bei der 2 Einlieferung nichtmehr auf die normale Interne gekommen, sondern auf die spezial Interne für Notfälle, und dort kann ich die Ärzte auch nur loben. Sie haben sich wirklich bemüht. Da merkt man wirklich Unterschiede.

    Ich hoffe, dir geht es so halbwegs? Und weißt du, ob man in diesem Forum direkt an Ärzte bzw irgendwo erfahren kann, was genau eine Diagnose dann auf deutsch heisst?

    Danke. Und Alles Gute für Dich.
    Irmgard.

  8. #18
    camper111 Gast

    Daumen hoch Diagnose in Ärzteforen?

    Hallo Irmgard,
    seit längerer Zeit sehe ich in den verschiedensten Foren nach, die auch von Ärzten betreut werden. Nur in einem Fall habe ich eine Anfrage eines Lungenhochdruck-Patienten gelesen. Der bekam aber keine Antwort.
    Offensichtlich ist Lungenhochdruck so selten, dass wir nur hier und im PPH-Forum mit gleich Erkrankten uns austauschen können.
    Ich bin da gerügt worden, auch von Bruno, wohl auf Anregung von Anderen, dass ich die Ärzte mies mache, falsche Informationen gebe.
    Kannst Du das auch von mir sagen?
    Von mir kann ich sagen, das mein Fehler der ist, dass ich übereifrieg bin, gerne Anderen helfe.
    Fast jeder beklagt sich über Ärzte. Deswegen sind die doch nicht alle schlecht, - eben durchwachsen, wie jeder andere Mensch.
    Jedenfalls nehme ich aus den meisten Zuschriften etwas mit; die Infos - Hinweise - Erfahrungen sind für mich wertvoll.
    Die können Leben retten, wie Deine Darstellung von der Schwämmchenabdichtung nach der Katheteruntersuchung.
    Insgesamt mußte ich etwa 17 Stunden flach im Bett liegen, damit diese Schleuse in der Leiste nicht geknickt wurde.
    Besten Dank für die ganz ausführliche Schilderung.
    Alles Gute für Dich, Deine Familie und Deine Mutter.
    Und, bleiben wir in Verbindung.
    camper111

  9. #19
    Irmgard Gast

    Standard

    Hi Camper!
    Ich kenne noch nicht viele Beiträge von Dir, daher erlaube ich mir auch kein vorschnelles Urteil
    Ärzte haben es nicht leicht. Und wenn man sich die Krankenhäuser so anschaut, und die teilweise ekelhaften Patienten, die wirklich wegen jeder Kleinigkeit meckern etc.... können einem die Ärtze und Krankenschwestern wirklich oft leid tun.
    Im Normalfall ist es so, daß die alle sehr bemüht sind, wer will schon absichtlich Fehler machen. Aber es gibt da eben auch Unterschiede. Gut organisierte Stationen oder solche, wo Chaos herrscht, Ärzt(innen), die garnicht mal auf einen Patienten genauer eingehen, sondern einfach ihr Programm runterspulen, und fertig....
    Wird wohl an der ganzen Situation liegen, die Krankenhäuser sind überlastet, zuwenig Personal, die Betten sind teilweise schon auf den Gängen und in einem kleinen Zimmer bis zu 4 Betten....

    Verstehen kann ichs, Ärzte würde ich nie schlecht machen, nur weil ich einen Sündenbock bräuchte. Sie sind auch nur Menschen wie jeder andere, Fehler können passieren wie überall und sie sind enormen Stress ausgesetzt.
    Trotzdem hab ich mich extremst geärgert und mich einmal auch beschwert, weil wenn man eine wichtige Information weitergeben will, und das muß man insgesamt 5mal machen, bis es ankommt, weil es hinten und vorne an der Organisation fehlt (d.h. man gibt einer Schwester eine wichtige Info über den Patienten, die schreibt nichts auf, gibt es an andere nicht weiter, nächsten Tag hat diese frei, man muß sich wieder melden, dann kam sie auf die Intensiv, dort wußte man wieder von nichts, der reinste Spießrutenlauf, wenn es sogar um Leben oder Tod geht.

    Das hat mich echt zur Weißglut gebracht. Und weil ich weiß, daß es anderes auch gehen kann (siehe andere Station ein paar Stöcke tiefer im selbigen KH, oder das andere KH mit spitzen Organisation)

    Einmal die Info, und alles hat geklappt.

    Oder, ein anderes Beispiel: (will von dir wissen, ob das normal ist):
    Meine Mutter kam ja fast kränker heim, als sie reinkam. Infusionen, Antibiotika, plötzlich ein Ganzkörperausschlag total rot und juckte extrem...(ev. eine Allergie auf Antibiotika)
    Stunden später kam es (im KH) zur lebensbedrohlichen Situation. SIe bekam ein Lungenödem. Die Bettnachbarin läutete, sie kam nichtmehr dazu, die Ärzte brachten sie sofort auf die Intensivstation.
    Und jetzt kommts: Dort oben fragte man sie allen ernstes, ob sie Diabetikerin ist. (Ihr ging es so schlecht, daß sie keine Antwort mehr gab, bzw keine zurechnungsfähige mehr, ja oder nein, was sie sagte, hatte in diesem Zustand keinen Sinn mehr)
    Wie kommt man da auf die Idee, sie zu fragen, ob sie zuckerkrank sei?? In den Blättern steht doch ohnehin alles über den Patienten, sie war dort ja schon 2 Wochen mittlerweile...sicherlich ist die Intensiv wieder eine andere Station, aber genau das meine ich damit. Wenn man einen Notfall auf die Intensiv raufbringt, sag mal ist da kein kompetenter Ärzt oder Schwester von der Station dabei, der über ihre Geschichte alles weiß?

    Oder eine andere Situation: Vollgestopft mit vielen verschiedenen Medikamenten (unter ihnen starke Wassertabletten (Hausarzt sagte entsetzt: viel zu viele!!! sogar die Haut ging schon ab wie nach einem starken Sonnenbrand...), Schmerztabletten wegen gebrochenem Lendenwirbel....etc... obwohl sie keinen Schmerz mehr verspürte.... hat sie 4 Tage nur noch erbrochen.
    Und der Gesamtzustand wurde immer schwächer. Es erschreckte mich ganz einfach. Da wurden aber immer noch keine Tabletten abgesetzt, sondern lediglich eine Infusion gegen die Übelkeit verabreicht. ALso wurde nicht die Ursache bekämpft, sondern die Wirkung....

    Nicht umsonst hat der Arzt auf der Intensiv/Akut fast alle Medikamente, die die Ärztin vom 5 Stock verordnet hat, abgesetzt. Und zu mir gesagt: Ich habe dieses Chaos jedenfalls nicht verschrieben.

    Oder noch eine Sache: Als meine Mutter im Krankenhaus stürzte und sich den Kopf verletzte, wurde danach nichtmal eine Kopfuntersuchung gemacht, auch über das Absetzen von Marcoumar hat sich anscheinend keiner Gedanken gemacht..... erst im Krankenhaus II mit der guten Herzstation war man entsetzt, wieso man meiner Mutter immer noch Marcoumar gibt, wenn sie gefährdet sei, nochmals zu stürzen (die ständigen Schwindelanfälle) und die ordneten erst an, Marcoumar abzusetzen wegen viel zu hohen Risiko....

    Naja. Man könnte ja direkt Bücher schreiben über die ganzen Erlebnisse.
    Gute wie schlechte, versteht sich.

    Lieben Gruß
    I.

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