Es bewegt sich was: Nachdem das Thema Lieferengpässe bei Arzneimitteln mittlerweile dauerpräsent ist, scheint die Politik das Problem nun endlich anzugehen.
In einem Positionspapier der AG Gesundheit der Unionsfraktion, das der PZ im Entwurf vorliegt, sind zahlreiche Maßnahmen angedacht.

Das Positionspapier sieht etwa vor, Rabattverträge künftig nur noch zu erlauben, wenn mindestens drei Anbieter und zwei Wirkstoffhersteller existieren.

Unter dem Titel »Für eine sichere und zuverlässige Versorgung mit Medikamenten – Lieferengpässen nachhaltig vorbeugen« listet das fünfseitige Papier zahlreiche Punkte auf, die die Arzneimittelversorgung hierzulande wieder stabilisieren sollen. Der Handlungsbedarf ist aus Sicht der Union groß. Derzeit führe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 229 Humanarzneimittel mit einem Lieferengpass, so die AG Gesundheit, unter Vorsitz der gesundheitspolitischen Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag (CDU), und ihrem Vize, dem Arzneimittelexperten Michael Hennrich (CDU). Das verunsichere Patienten, stelle ein Risiko für die Arzneimittelversorgung dar und schaffe einen erhöhten Aufwand für Apotheker und Ärzte.
https://www.pharmazeutische-zeitung....TDW-29-09-2019