Für die NO-Responder unter uns, die mit einem CCB behandelt werden

Kann die Einnahme eines Calciumsupplements die Wirksamkeit eines Calciumantagonisten herabsetzen? Diese Frage kam bei der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN) auf.

Interaktion unwahrscheinlich

Insgesamt erscheint es aufgrund der fehlenden Evidenz für eine Interaktion und des Umstands, dass eine resistente Hypertonie vorliegen könnte, unwahrscheinlich, dass die Einnahme des Calciumpräparats eine klinisch relevante Wirkungsminderung des Calciumkanalblockers Amlodipin bedingt.



Bei gesicherter resistenter Hypertonie wird aktuell die zusätzliche Off-Label-Gabe von Spironolacton (25 bis 50 mg pro Tag) empfohlen. Die PATHWAY-2-Studie hat gezeigt, dass die zusätzliche Gabe von Spironolacton bei Patienten mit resistenter Hypertonie den systolischen Blutdruck effektiver senkt als die Hinzunahme des Betablockers Bisoprolol oder des Alphablockers Doxazosin (»The Lancet« 2015, DOI: 10.1016/S0140-6736(15)00257-3).



Eine therapiebegleitende regelmäßige Kontrolle der Kaliumwerte ist sinnvoll, da Spironolacton insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (eGFR kleiner als 45 mL/min/1,72 m²) oder Kaliumwerten vor Behandlungsbeginn ≥ 4,5 mmol/L eine Hyperkaliämie auslösen kann. Bei Unverträglichkeit ist die zusätzliche Verordnung eines anderen Diuretikums, eines Alphablockers oder eines Betablockers möglich.


https://www.pharmazeutische-zeitung....te-hypertonie/