Schmerztherapie bei Arthrose: 40% des erhöhten kardiovaskulären Risikos durch NSAR –
Experte warnt auch vor OTC-Produkten


Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sind hilfreich, um Schmerzen und Entzündungen bei Menschen mit Arthrose zu behandeln. Eine von Mohammad Atiquzzaman, Universität von British Columbia in Vancouver, Kanada, und seinen Kollegen in Arthritis & Rheumatology veröffentlichte Studie liefert jedoch Hinweise darauf, dass diese Medikamente zu einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen könnten [1]. Basis war eine longitudinale Kohortenstudie.
„Mein Fazit aus der Studie ist, dass Patienten NSAR nicht jahrelang unkritisch einnehmen sollten, aufgrund potenzieller kardiovaskulärer Risiken“, erklärt der Experte. „Außerdem müssen Wechselwirkungen mit weiteren Pharmaka berücksichtigt werden, was zwar nicht Thema der Studie war, klinisch aber von großer Relevanz bei älteren, multimorbiden Menschen ist.“ Hier seien vor allem auch OTCs zu berücksichtigen.
Starker Einfluss der Medikation auf kardiale Risiken

Bei der statistischen Analyse wurden mögliche Verzerrungen durch den sozioökonomischen Status, durch Diabetes, arterielle Hypertonien, Hyperlipidämien und durch die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) berücksichtigt. Wenig überraschend hatten Menschen mit Arthrose ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen als Kontrollen ohne Arthrose.
„Unsere Ergebnisse bestätigen, dass Arthrose ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, und legen nahe, dass ein erheblicher Teil dieses erhöhten Risikos bei Arthrose auf die Verwendung von NSAR zurückzuführen ist“, so Anis.
https://deutsch.medscape.com/artikel...292953DN&faf=1