Der Verzehr von dunkler Schokolade könnte die Stimmung positiv beeinflussen und vor depressiven Symptomen schützen.
Das legen jüngste Untersuchungen nahe, die in Depression and Anxiety veröffentlicht worden sind.

Schokolade als Stimmungsaufheller

Es gibt zahlreiche Berichte über die stimmungsaufhellenden Eigenschaften von Schokolade. Verschiedene Mechanismen für die Assoziation zwischen Schokolade und Stimmung wurden dabei vorgeschlagen.
So enthält Schokolade einige psychoaktive Bestandteile, darunter 2 Analoga von Anandamin, das Effekte vergleichbar denen eines Cannabinoids hervorruft, also wie beim Konsum von Cannabis Gefühle von Euphorie erzeugt. Zusätzlich enthält Schokolade verschiedene endogene biogene Amine sowie Phenylalanin, das als Neuromodulator wirkt und von dem man annimmt, dass er für die Regulation der Stimmung wichtig ist, wie die Forscher schreiben
Weitere Forschung sei nötig, „um die Richtung der Kausalität aufzuklären: Es könnte sein, dass eine Depression dazu führt, dass Menschen das Interesse am Schokolade-Essen verlieren oder andere Faktoren könnten dazu führen, dass Menschen sowohl mit geringerer Wahrscheinlichkeit dunkle Schokolade essen als auch depressiv sind“, sagt Jackson.
„Sollte eine kausale Beziehung für einen schützenden Effekt von Schokolade gegenüber depressiven Symptomen nachgewiesen werden, muss der biologische Mechanismus dahinter verstanden werden. Dann können die Art und die Menge des Schokoladenverzehrs für den optimalen Schutz vor Depressionen bzw. ihre Behandlung ermittelt werden“, so Jackson.
Dr. Michelle Riba, University of Michigan Comprehensive Depression Center, Ann Arbor, USA, kommentiert die Ergebnisse gegenüber Medscape: „Die Studienergebnisse sind nicht so überzeugend, dass ich Patienten empfehlen würde, dunkle Schokolade zu essen. Wichtig ist die Suche nach begleitenden Therapien und danach, was Menschen tun können, um gesund zu bleiben. Das Problem ist, wenn man Menschen sagt, dunkle Schokolade sei gut, dann essen sie wahrscheinlich eine Menge dunkler Schokolade anstelle von Obst und Gemüse. Vor allem ist aber Bewegung und eine gute, ausbalancierte Ernährung wichtig“, betont Riba.
https://deutsch.medscape.com/artikel...3DN&faf=1#vp_1