Spezifische Biomarker sind in höheren Konzentrationen im Blut von Menschen mit Lungenhochdruck (PH) vorhanden und könnten zur Unterstützung der Diagnose verwendet werden, sagt eine Studie.

Unter dem Titel "Analysis of Novel Cardiovascular Biomarkers in Patients With Pulmonary Hypertension (PH)" wurde die Studie in der Zeitschrift Heart Lung and Circulation veröffentlicht.

PH kann durch mehrere Prozesse verursacht werden, und seine Symptome sind in der Regel unspezifisch. Dies führt oft zu Verzögerungen in der Diagnose und damit zu einer Verlangsamung der Behandlungsaufnahme. Solche Verzögerungen können der Gesundheit der Patienten ernsthaft schaden.

Daher ging ein Forscherteam davon aus, dass bestimmte Moleküle, die im Blut gemessen werden können, für die Diagnose von PH nützlich sein könnten.
Insbesondere untersuchten die Forscher vier Biomarker, von denen sie dachten, dass sie einen klinischen Wert hätten: die lösliche Unterdrückung der Tumorigenität 2 (sST2), das Fettsäurebindungsprotein vom Herztyp (H-FABP), den löslichen Urokinase-Plasminogenaktivator-Rezeptor (suPAR) und den Wachstumsdifferenzierungsfaktor-15 (GDF-15). Die ersten beiden - sST2 und H-FABP - sind weitgehend mit mechanischem Stress und Schäden im Herzen verbunden. Inzwischen sind suPAR und GDF-15 mit einer Entzündung verbunden.

Das Team maß die Werte dieser potenziellen kardiovaskulären Biomarker im Blut von 88 PH-Patienten mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren und im Blut von 74 Kontrollen mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren. Die Forscher stellten fest, dass die PH-Gruppe signifikant älter war und signifikant höhere Komorbiditätsraten oder andere Krankheiten hatte, einschließlich Typ-2-Diabetes, Autoimmunerkrankungen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und koronare Herzkrankheiten.
Im Durchschnitt waren die Werte aller vier analysierten Biomarker in der PH-Gruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe. Die konkreten Ergebnisse waren: H-FABP-Mittel 3,5 vs. 0,0 ng/ml; sST2-Mittel 6364,6 vs. 5015,9 pg/ml; GDF-15-Mittel 1829,3 vs. 514,1 pg/ml; suPAR-Mittel 4878,7 vs. 2227,0 pg/ml.

Dies galt auch für das natriuretische Peptid des Gehirns (BNP), einen zuvor etablierten Marker für PH, der als positive Kontrolle gemessen wurde. Der BNP-Median betrug 191,0 vs. 32,0 pg/ml.

Interessanterweise schienen einige der Marker mit bestimmten Arten von PH verbunden zu sein. So waren beispielsweise die GDF-15 und suPAR-Werte bei Personen mit einer Erkrankung der Gruppe 2, d.h. PH aufgrund von Linksherzversagen, am höchsten. Unterdessen waren H-FABP und BNP überwiegend bei Menschen mit Gruppe 2 oder Gruppe 3 erhöht, was PH aufgrund von Lungenerkrankungen oder chronischem Sauerstoffmangel ist.

Angesichts dieser Ergebnisse schlugen die Forscher vor, dass diese Biomarker verwendet werden könnten, um die Unterscheidung zwischen präkapillaren (Gruppen 1, 3, 4 und 5) und postkapillaren (Gruppe 2) Formen des PH zu unterstützen.

Die sST2-Werte waren im Allgemeinen bei PH-Patienten erhöht, nicht aber bei Menschen in bestimmten Untergruppen. So schlugen die Forscher vor, dass sST2 "als allgemeiner Marker für Lungenhochdruck angenommen werden kann, unabhängig vom jeweiligen Subtyp".

Das Team stellte jedoch fest, dass dieser Marker auch mit anderen Herzproblemen in Verbindung gebracht wurde. Folglich müssen sST2 Niveaus mit der Verwarnung für die bestimmte Diagnose von PH analysiert werden, sagten sie.

Die Forscher stellten fest, dass einige der analysierten Biomarker statistisch signifikante Verbindungen zu Herzmerkmalen aufweisen, gemessen mittels Echokardiogramm. Dazu gehörten die rechtsventrikuläre Belastung und der systolische pulmonale arterielle Druck. Keine von ihnen war jedoch mit einem durchschnittlichen (mittleren) pulmonalen arteriellen Druck verbunden.

Das Team kam zu dem Schluss, dass "während sST2 einen allgemeinen Biomarker für Lungenhochdruck darstellt, unabhängig vom Subtyp, H-FABP, GDF-15 und suPAR Indikatoren für postkapillären PH darstellen. Dadurch könnten sie potenzielle Unterscheidungsmerkmale zwischen prä- und postkapillärem PH darstellen."


Zukünftige Forschungsarbeiten sind erforderlich, um festzustellen, welche Informationen aus der Messung dieser Biomarker zuverlässig gewonnen werden können. Die Ermittler müssen auch festlegen, wie diese Informationen die klinische Praxis am besten informieren können.

Übersetzung mit deepl.com

https://pulmonaryhypertensionnews.co...LHwMqP2qTWdfOw