Die Dysfunktion des linken Herzens kann eine wichtige Rolle bei der schweren pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) spielen und sollte überwacht werden, um die Behandlung zu optimieren, so neue Untersuchungen.

Die Studie "Impact of Severe Pulmonary Arterial Hypertension on the Left Heart and Prognostic Implications" wurde im Journal of the American Society of Echocardiography veröffentlicht.

Patienten mit schwerer PAH entwickeln eine erweiterte und dysfunktionale rechte Herzkammer (RV), die mit einer Rechtsherzinsuffizienz verbunden ist. Trotz der Daten, die darauf hindeuten, dass PAH-Patienten auch eine Dysfunktion der linken Herzkammer (LV) haben können, ist der Einfluss des RV-Versagens auf die linke Seite des Herzens immer noch kaum verstanden.

Um diese Lücke zu schließen, untersuchte ein Team aus den USA und der Schweiz 114 erwachsene Patienten (Durchschnittsalter 54 Jahre; 93 Frauen) mit schwerer PAH und normaler LV-Ejektfraktion (LVEF, wie viel Blut die linke Herzkammer bei jeder Kontraktion herauspumpt), die mit 70 Kontrollen ähnlichen Alters ohne Vorgeschichte von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verglichen wurden.

Die häufigste Ursache für schwere PAH war eine Bindegewebserkrankung (44% der Patienten). Insgesamt 48 Patienten (42%) starben über einen durchschnittlichen Zeitraum von 20 Monaten.

Mit Hilfe von trans-thorakalen Echokardiogrammen maßen die Forscher die Größe der Vorhöfe (die oberen Kammern des Herzens), die Funktion und das Volumen der Ventrikel, die Trikuspidal- und Mitralklappenregurgitation - Blut, das aufgrund der nicht dicht schließenden Klappe in die linken Vorhöfe bzw. das Herz zurückfließt - und die LV-Diastolische Funktion, die sich auf die Fähigkeit dieser Kammer bezieht, sich angemessen zu füllen.

Die Forscher bestimmten auch die LV Global longitudinal strain (GLS), einen Prädiktor für die Mortalität bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz.

Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten mit schwerer PAH im Vergleich zur Kontrolle eine RV-Dysfunktion und eine diastolische Dysfunktion hatten. Diese Patienten zeigten auch eine größere Schwere der tricuspidalen Regurgitation und eine rechte Herzgröße mit schlechterer Funktion.

Im Gegenzug wurden sowohl die linke Vorhof-Spitzenbelastung - ein Maß für die linke Vorhof- und Herzkammerfunktion - als auch die LV GLS bei schweren PAH-Patienten reduziert. Diese Unterschiede waren bei den verstorbenen Patienten signifikanter, ebenso wie ein größerer systolischer Druck der Lungenarterie, die rechte Herzgröße und eine verschlechterte RV-Funktion.

Eine anschließende Analyse ergab, dass im Gegensatz zu Herzfrequenz und Blutdruck der rechte Vorhofvolumenindex (Division des Kammervolumens durch die Körperoberfläche), die RV-freie Wanddehnung (die zuvor mit der Mortalität bei PAH-Patienten in Verbindung gebracht wurde) und die LV GLS-Parameter alle unabhängig von der Mortalität korrelierten.

Bemerkenswert ist, dass bei geschichteten Ergebnissen ein LV GLS-Wert von mehr als -15% "den größten Zusammenhang mit der Mortalität hatte", sagten die Forscher.

"Obwohl PAH überwiegend eine Rechtsherzerkrankung ist, war LV GLS in unserer Kohorte von[sPAH] oder schwerer PAH] mit normalem LVEF neben RV und rechten Vorhofanomalien unabhängig mit dem Tod assoziiert. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Rolle der Linksherzfunktionsstörung bei sPAH in der klinischen Praxis unterbewertet sein könnte", schloss das Team.

"Wir glauben, dass reduziertes LV GLS als Hochrisikomarker klinisch relevant ist, insbesondere bei Patienten mit sPAH, bei denen eine kompromittierte RV-Funktion allein als prognostischer Marker nicht mehr ausreicht. Dementsprechend kann die Einbeziehung dieses Parameters in die echokardiographische Nachsorge dieser Patienten von Vorteil sein", sagten die Forscher.
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