Der Pharmakogenetik gehört die Zukunft, schwärmen einige.
Datenschutz und Bezahlbarkeit kommen zu kurz, kritisieren die anderen.
Von den Kassen übernommen werden diese Gentests bislang nicht.
Sparen sie an falscher Stelle?

Individuelle Medikation vermindert Nebenwirkungen

Wenn nun bereits vor Therapiebeginn diese Personengruppe detektiert würde, könnte man eine individuell zugeschnittene Medikation ermöglichen. Ihre ohnehin angegriffenen Körper müssten keine Nebenwirkungen, bei ansonsten auch noch praktisch unwirksamen Stoffen, aushalten. Dieser Personenkreis würde dadurch von einer wirksamen Therapie profitieren, die auch die Wahrscheinlichkeit einer Remission deutlich senkt.
Bei manchen Arzneimitteln ist ein solcher Gentest sogar im Vorfeld bereits Voraussetzung für den Therapiebeginn. Die Träger des Genmarkers HLA B*5701 – eine genetische Abweichung von der Norm – verursacht in etwa achtzig Prozent der Fälle eine lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktion bei der Einnahme des Arzneistoffes Abacavir.
https://www.doccheck.com/de/detail/a...lJnSdmIH7Ket6Y