Mehr als die Hälfte der Medikamente, die in Deutschland neu auf den Markt kommen, bieten keinen Zusatznutzen gegenüber etablierten Therapien.
Das kann so nicht weitergehen, findet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) – und fordert die Politik auf, sich stärker in die Arzneimittelforschung einzubringen als bisher.

Politik muss proaktive Rolle spielen

Langfristig sollten aber auch politische Entscheidungsträger eine proaktive Rolle einnehmen. »Statt darauf zu warten, was die Pharmafirmen zu entwickeln gedenken, sollten sie die Lücken im Gesundheitssystem benennen und dafür sorgen, dass in den Bereichen geforscht wird, in denen es nötig ist«, schreiben die Kölner Wissenschaftler. Als positives Beispiel nennen sie die Global Antibiotic Research and Development Partnership (GARDP), eine die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierte Initiative zur Entwicklung neuer Antibiotika. Dabei identifiziert die WHO etwa besonders bedrohliche Erreger, berücksichtigt die Wirkstoffe, die sich noch in der Entwicklung befinden und kümmert sich in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen um das Design und die Umsetzung klinischer Studien.

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