Protonenpumpeninhibitoren (PPI) sind zur Behandlung von säurebedingten Erkrankungen kurzfristig sehr wirksam und sicher.
Längerfristig ist die Sicherheit jedoch umstritten: Diverse Studien haben die Langzeitanwendung der Säureblocker mit erhöhten Raten verschiedener Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.
Nun gibt das Ergebnis einer dreijährigen randomisierten Studie teilweise Entwarnung.

Mit der möglichen Ausnahme von enterischen Infektionen zeige diese große randomisierte Studie somit keinen Nachteil für PPI in der Daueranwendung, so das Fazit der Autoren. Das dürfte Ärzte beruhigen, die Patienten aufgrund einer gesicherten Diagnose auch längerfristig die Säureblocker verordnen. Denn hierfür gibt es trotz aller berechtigter Bedenken Indikationen, etwa die chronische Refluxkrankheit, wiederholte oder komplizierte Magengeschwüre, eine Dauerbehandlung mit nicht steroidalen Antirheumatika oder – wie hier – die Einnahme des Thrombozytenaggregationshemmers ASS. Gastroenterologen betonen jedoch auch, dass außer in diesen Fällen die Langzeitanwendung der PPI unterbleiben sollte.
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