Wenn Patienten zu Beginn einer dauerhaften Pharmakotherapie mit ihrer Unterschrift bekräftigen, dass sie die Medikamente wie verordnet einnehmen werden, verbessert das ihre Adhärenz.
Allerdings kommt es laut einer Studie aus Großbritannien darauf an, was genau sie da unterschreiben.

In dem Text, den die Patienten unterschrieben, wurden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. In einer Gruppe lag der Fokus auf den negativen Konsequenzen der Non-Adhärenz für den Patienten selbst, in einer anderen auf den zusätzlichen Kosten, die durch Non-Adhärenz für die Allgemeinheit entstehen. In einer dritten wurde über das Bekenntnis zur Adhärenz hinaus keine zusätzliche Information vermittelt. Eine vierte Gruppe, die nichts unterschrieb, diente als Kontrolle.


Eine bis zwei Wochen danach hatten die Patienten ein Follow-up-Gespräch in der Apotheke, bei dem der Apotheker die Adhärenz mithilfe eines validierten Fragebogens ermittelte. Es stellte sich heraus, dass die Adhärenz lediglich in der Gruppe, die explizit auf die persönlichen Folgen der Non-Adhärenz hingewiesen worden war, signifikant besser war als in der Kontrollgruppe (87,9 versus 82,1 Prozent Adhärenz). Der Hinweis auf die Kosten für die Allgemeinheit hatte sogar eine schlechtere Adhärenz zur Folge (77,0 Prozent) und auch das reine Bekenntnis zur Therapietreue hatte die Adhärenz nicht verbessert (80,6 Prozent).

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