Forscher der Universität und der Universitätsklinik Tübingen haben untersucht, warum es gegen das natürliche Antibiotikum Lugdunin keine beobachtbaren Resistenzen gibt.
Dabei stießen sie auf gleich mehrere Wege, wie der Wirkstoff besonders den potenziell gefährlichen Erreger Staphylococcus aureus im Schach halten kann.

„In vielen Laborversuchen haben wir nie gesehen, dass es auch nur einmal zu Resistenz gegen Lugdunin gekommen ist“, sagt Dr. Andreas Peschel, Professor am interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung an der Universität Tübingen.
Vor rund drei Jahren wurde das natürliche Antibiotikum an der Uni Tübingen entdeckt. Produziert wird es vom in der Hautflora – insbesondere der Nase – vorkommenden Bakterium Staphylococcus lugdunensis. Dabei zeigt es insbesondere Wirkung gegen den ebenfalls auf der Haut siedelnden Staphylococcus aureus, der in Form von MRSA, Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, traurige Berühmtheit als schwerwiegendes Pathogen erlangt hat.
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