Abnehmen beginnt im Kopf – wie Persönlichkeitsmerkmale das Körpergewicht beeinflussen

Selbstkontrolle, Motivation und auch der Umgang mit emotionalen Belastungen haben einen Einfluss auf die Gewichtskontrolle und auch darauf, ob Abnehmen gelingt. „Ob es beispielsweise gelingt keine Schokolade zu essen, wenn man sich schlecht fühlt, hängt auch davon ab, wie gut man mit unangenehmen Gefühlen und unangenehmen Situationen umgehen kann, Stichwort ‚Frust-Essen‘. Essen wird eben auch zum Abbau innerer Spannungen genutzt.“

„Allerdings sind die psychologischen Faktoren nur ein Teil des Prozesses. Es handelt sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren – den psychologischen, biologischen und genetischen und auch Einflüssen der Umwelt“, erklärt Schroeder.
„Es ist deshalb wichtig, sachlich aufzuklären, gerade auch über die psychologischen Faktoren. Und man muss auch verdeutlichen, dass Adipositas eben keine psychische Erkrankung ist, sondern eine Erkrankung, bei der psychische Faktoren – wie bei vielen anderen Erkrankungen eben auch – eine gewisse Rolle spielen“, betont Schroeder. Gelinge es, mehr Verständnis für die Erkrankung zu schaffen, ließen sich auch die Prozesse, die dazu führen, besser verändern.
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