Wie soll die Organspende künftig geregelt werden? Darüber diskutiert der Bundestag in Kürze. Zwei Modelle konkurrieren – eines davon könnte viele Millionen Euro kosten, so DSGO-Chef Rahmel.
„Es ist uns gelungen, Israel und Lettland zu überholen.“ Die Bemerkung von Dr. Axel Rahmel, dem medizinischen Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), ist weniger eine Erfolgsmeldung.

Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) am Freitag in Frankfurt am Main diente sie dem DSO-Chef vielmehr als nüchterner Befund, dass Deutschland trotz eines leichten Plus’ nach wie vor zu den Schlusslichtern bei der Organspende zählt.

955 Spender gab es hierzulande im vergangenen Jahr, 11,5 Spender pro eine Million Einwohner. Spitzenreiter wie Spanien kommen auf Raten um die 40.
Zwei konkurrierende Entwürfe
Die Abgeordneten im Bundestag wollen deswegen die geltenden Regeln zur Organspende ändern. Zwei konkurrierende Entwürfe stehen für den 26. Juni in erster Lesung auf der Tagesordnung.
https://www.aerztezeitung.de/politik...nte-teuer.html