Pneumokokken- und Influenza-Infektionen können gerade für ältere Menschen gefährlich sein.
Doch die Impfprävention wird bei diesen Erkrankungen noch zu selten genutzt.


Influenza-Vakzine schützt das Herz

„Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten als mit der Influenza-Impfung“, so Weinke beim Internistenkongress in Wiesbaden.
Mit der Impfung werde nicht nur die Influenza und die sekundäre bakterielle Pneumonie verhindert, sondern auch die kardiovaskuläre Morbidität reduziert, da die systemische Inflammation einen wichtigen Risikofaktor für ein kardiovaskuläres Ereignis darstellt.

So ist in den ersten sieben Tagen nach einer Influenza-Infektion das Infarktrisiko um den Faktor 7 erhöht.
„Die Influenza-Impfung ist genau so effektiv im Rahmen der kardiovaskulären Prävention wie Statine, Rauchstopp oder Antihypertensiva“, so Weinke.

Besonders gefürchtet ist ja die sekundäre Pneumokokken-Pneumonie, die nicht selten zum Tod führt.
Es besteht eine viral-bakterielle Synergie, das Influenza-Virus erhöht die bakterielle Adhärenz und verändert die Immunantwort im Sinne einer vermehrten Entzündungsreaktion.

Insgesamt ist die Influenza-Mortalität mit der Komorbidität assoziiert: Bei einer chronischen Herzerkrankung steigt sie um das 5-Fache, bei einer chronischen Lungenerkrankung um das 12-Fache, wenn beides vorliegt, sogar um das 20-Fache.
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