pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Amlodipin vs. Lercanidipin

  1. #1
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    Beitrag Amlodipin vs. Lercanidipin

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich habe schon mitbekommen, dass einige von euch Lercanidipin statt Amlodipin als Calciumkanalblocker bekommen, in erster Linie die Vasoresponder, zu denen ich ja auch zähle.

    Habe nun drei Monate Amlodipin genommen und im zweiten Rechtsherzkatheter, den ich vor zwei Tagen hatte, ist der mPAP von 58 Mitte Januar auf nun 32 mmHg gesunken, während das HZV von 7,9 auf 10,4 l/min. gestiegen ist. Der PVR ist von 5,7 WE auf unter 3 gesunken und CI von 3,4 l/min/qm auf 4,6 gestiegen. Mein Professor konnte es fast nicht glauben, da er noch nie ein so gutes Ergebnis mit CCB hatte. Er schreibt dies den Amlos zu, wiewohl es meiner Meinung nach zum Teil auch die Präparate sein können, die ich zusätzlich nehme, wie. z. B. der Braunalgenextrakt.

    Da mir die Nebenwirkungen (mein Prof. berichtigte mich und sagte, es sei die Wirkung) des Amlodipins schon zu schaffen machten, hauptsächlich die starken Beinödeme (mit Torasemid gingen über 2 Liter weg!), habe ich mich entschlossen, auf Lercanidipin umzustellen. Das stieß nicht gerade auf große Begeisterung, da in meinem PH-Zentrum Amlodipin Standard ist und mit Lercanidipin noch keine Erfahrungen bestehen. So bekam ich gestern in der Früh 20mg und musste zur Beobachtung noch in der Klinik bleiben. Heute morgen waren die Ödeme schon völlig weg und ich fühle mich auch subjektiv besser, als mit den 30mg Amlo, die ich täglich schlucken musste. Die belasteten m. E. auch den Kreislauf und trieben mich nächtens dreimal zur Toilette.

    Nun nehme ich ab heute morgendlich 20mg und abends auch 20mg. Gut, dass ich schon wusste, dass man die mind. 15 min. vor dem Essen nehmen soll, denn das hat mir in der Klinik nämlich niemand gesagt. In zwei Wochen soll die Dosis evtl. nochmal erhöht werden, da mein PH-Zentrum ein Hochdosisregime fährt mit den CCBs.

    Hat jemand von euch Erfahrungen mit so hohen Dosen des Lercanidipin? Ich habe gelesen, dass eine Dosis über 30mg keinen Wirkungssteigerung mehr hat, dafür aber die Nebenwirkungen extrem ansteigen können. Ansonsten ist es so, dass 20mg Lerca offenbar 10mg Amlo entsprechen. Man will ja auch nicht zu viel von etwas nehmen, das in geringerer Dosis schon eine optimale Wirkung hat.

    Danke schon mal fürs Feedback

    Roger
    Geändert von Roger (02.05.2019 um 22:02 Uhr)

  2. #2
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    So Roger,

    nun fand ich auch Deine Werte vom RHK.

    Ich habe nur etwas allgemeines zu Lercanidipin:
    ...Bei einer Überdosis kommt es voraussichtlich nicht zu einem weiteren Blutdruckabfall, da die Dosis-Wirkungs-Kurve bei 20 bis 30 mg ein Plateau erreicht und nicht weiter ansteigt. Jedoch ist bei höheren Dosen mit stärker ausgeprägten Nebenwirkungen zu rechnen...
    https://www.gelbe-liste.de/wirkstoff...anidipin_41583

    Hier noch eine Kleinigkeit aus unserem Showthread zu Amlodipin u. Lercanidipin:
    https://www.phev.de/forum/archive/index.php/t-2956.html
    Geändert von Kanari-MK (10.05.2019 um 10:41 Uhr) Grund: Ergänzung

  3. #3
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    Hallo Monika,

    ...Bei einer Überdosis kommt es voraussichtlich nicht zu einem weiteren Blutdruckabfall, da die Dosis-Wirkungs-Kurve bei 20 bis 30 mg ein Plateau erreicht und nicht weiter ansteigt. Jedoch ist bei höheren Dosen mit stärker ausgeprägten Nebenwirkungen zu rechnen...
    Danke, das kannte ich schon, allerdings fand ich keine Studien dazu. Mit 40mg Lercanidipin habe ich nun zwar fast die gleichen (Neben-)Wirkungen, wie bei Amlodipin, also leichte Benommenheit und leichte Beinödeme, doch viel weniger ausgeprägt als bei Amlodipin. Das lästige Frieren/Zittern ist ganz weg. Ich will auf keinen Fall höher gehen als 40 mg, eher auf 30 mg reduzieren. Hängt natürlich von den Untersuchungsergebnissen ab.

  4. #4
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    Hallo Roger,

    upps, dass mit den Nebenwirkungen überlas ich doch glatt, sorry.

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