Hilfsstoffe in oralen Darreichungsformen können unerwünschte Arzneimittelreaktionen wie Allergien oder Unverträglichkeiten verursachen. Gastroenterologen des Massachussetts Institute of Technology in Cambridge untersuchte diesen Sachverhalt genauer. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse vergangene Woche im Fachjournal »Science Translational Medicine«.

Um kleine Mengen Wirkstoff zu Tabletten verarbeiten zu können, sind deutlich größere Mengen Hilfsstoffe erforderlich.

Hilfsstoffe sind als inaktive Substanzen definiert, die keine pharmakologische Wirkung aufweisen. In der Regel sind Hilfsstoffe in solchen Mengen in Arzneimitteln enthalten, dass sie beim Großteil der Anwender keine Beschwerden hervorrufen. Nichtsdestotrotz gibt es einen kleinen Kreis an Patienten, die schon auf geringe Mengen dieser Stoffe mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen reagieren. Solche UAW können allergische Reaktionen mit Histamin-vermittelten Symptomen wie Urtikaria, Bronchospasmen bis hin zur Anaphylaxie sein. Unverträglichkeiten verbunden mit Resorptionsstörungen und Magen-Darm-Beschwerden sind laut der Forscher um Dr. Daniel Reker vom MIT aber weitaus häufiger.
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