Die CAR-T-Zelltherapie mit modifizierten körpereigenen Immunzellen könnte auch beim systemischen Lupus erythematodes eine Behandlungsoption darstellen.
Darauf deuten aktuelle Ergebnisse aus Tierversuchen hin.
Das sehr effektive, aber auch extrem teure Verfahren könnte somit nicht nur bei bestimmten Leukämieformen, sondern auch bei Autoimmunerkrankungen infrage kommen.

Wie die Autoren schreiben, kommt SLE als Indikation für die CAR-T-Zelltherapie infrage, weil die Erkrankung unter anderem von B-Zellen, denen autoreaktive T-Zellen notwendige Signale bereitstellen, aufrechterhalten wird. Rituximab (MabThera®), ein monoklonaler Antikörper, der gegen das B-Zell-Oberflächenantigen CD20 gerichtet ist, sei daher auch schon bei SLE-Patienten getestet worden. Die entsprechenden klinischen Studien scheiterten jedoch, sodass Rituximab nicht zur Behandlung von Patienten mit SLE zugelassen wurde.
Alles in allem halten die Autoren ihre Ergebnisse für so vielversprechend, dass sie empfehlen, die CAR-T-Zelltherapie auch bei Menschen mit SLE zu testen, auch wenn dies aufgrund der erheblichen Risiken der Therapie selbstverständlich mit äußerster Vorsicht geschehen müsse.


Sollte sich der Ansatz bei SLE – und womöglich noch weiteren Autoimmunerkrankungen – bewähren, würde sich die Kostenfrage bei diesen Therapien noch einmal ganz neu stellen, weil dann erheblich mehr Patienten dafür infrage kämen als jetzt. Erst gestern vermeldete Kymriah-Hersteller Novartis, dass er wegen der hohen Therapiekosten von circa 320.000 Euro pro Patient ein neues Finanzierungsmodell anbietet. Dieses sieht die Bezahlung ausschließlich im Erfolgsfall vor.


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