pulmonale hypertonie (ph) e.v.
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Thema: Fluorchinolone: Der ärztliche Leichtsinn

  1. #1
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    Standard Fluorchinolone: Der ärztliche Leichtsinn

    Ciprofloxacin und andere Fluorchinolone stehen in der Kritik. Sie sollen Sehnen-, Gefäß- und Augenschäden hervorrufen.
    Viele Ärzte halten dennoch an alten Gewohnheiten fest:
    Trotz behördlicher Warnhinweise verschreiben sie die Antibiotika selbst bei banalen Infektionen.

    Auch bei Sinusitis keine Fluorchinolone


    Etwa 80 Prozent der akuten Sinusitiden bessern sich innerhalb von zwei Wochen auch ohne Therapie. Die Experten der Leitlinie finden eine Antibiotikabehandlung bei Sinusitis nur bei einem überschaubaren Patientenklientel gerechtfertigt„Wenn : man die insgesamt sehr geringe Wahrscheinlichkeit vermiedener Komplikationen mit der hohen Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen vergleicht, dann sollte eine unkomplizierte Sinusitis nicht mit Antibiotika behandelt werden.“ Liegt eine unkomplizierte Sinusitis vor, können Ärzte bei lediglich drei Patientengruppen eine Antibiose in Betracht ziehen:


    http://news.doccheck.com/de/230137/f...che+Leichtsinn

  2. #2
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    Fluorchinolone immer noch zu häufig verordnet

    Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) schlägt Alarm.
    Denn viel zu häufig werden nach Meinung des Instituts Fluorchinolone trotz der seit 2008 bekannten Nebenwirkungen verordnet.
    Ciprofloxacin und andere Fluorchinolone sollten nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt werden.
    Die Realität sieht allerdings anders aus.

    Das WIdO kritisiert, dass erst Anfang April 2019, nach dem Abschluss eines zwei Jahre dauernden europäischen Risikobewertungsverfahrens, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit einem Rote-Hand-Brief die Ärzte aufforderte, Fluorchinolone wegen schwerer Nebenwirkungen nur noch im Einzelfall zu verschreiben. Erst zu diesem Zeitpunkt mussten die Pharmahersteller die Anwendungen in der Packungsbeilage ihrer Arzneimittel massiv einschränken.
    https://www.pharmazeutische-zeitung....fig-verordnet/

  3. #3
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    Fluorchinolon-Verordnungen gehen zurück

    Antibiotika-Verordnungen: Insgesamt wurden 2018 nach WIdO-Zahlen 310 Millionen Antibiotika-Tagesdosen verordnet.
    Davon entfielen 8,2 Prozent oder 25,6 Millionen Tagesdosen auf Fluorchinolon-Antibiotika.

    Das Bundesinstitut verweist dazu auf mehrere Rote-Hand-Briefe und Publikationen zum Thema, aber auch auf die Verantwortung von Ärzten und Patienten: „Es ist für die sichere Anwendung eines Arzneimittels entscheidend, dass die Anwender – Ärzte wie Patienten – sich anhand der Produktinformationstexte über Anwendungsrisiken informieren und dass Patienten sich bei Fragen an ihren behandelnden Arzt wenden.“ Zudem seien Fluorchinolone in nahezu allen europäischen Ländern zugelassen, Maßnahmen zur Änderung der Zulassungsbedingungen müssten auf europäischer Ebene abgestimmt werden.
    https://www.aerztezeitung.de/praxis_....Infektionen.x

  4. #4
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    Das Fluorchinolon-Phlegma:
    Trotz bekannter Risiken werden die Antibiotika immer noch zu häufig verschrieben


    Fluorchinolone werden noch immer zu häufig verordnet – das ist das Fazit eines Dossiers, das das WIdO, das wissenschaftliche Institut der AOK, kürzlich veröffentlicht hat [1]. Diese Wirkstoffe weisen ein höheres Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen auf und gehören inzwischen eigentlich zu den Reserve-Antibiotika. Dennoch haben etwa 5% der GKV-Versicherten 2018 ein Fluorchinolon verordnet bekommen.


    Ca. 3,3 Millionen Patienten wurden in Deutschland im Jahr 2018 in 3,5 Millionen Therapien mit Fluorchinolonen behandelt. Rechnet man dies anhand der bekannten Nebenwirkungsraten hoch, erlitten mehr als 40.000 Patienten zusätzlich Nebenwirkungen wie eine Schädigung des Nervensystems, der Hauptschlagader oder einen Sehnenriss.


    Laut WIdO wären dementsprechend auch 140 zusätzliche Todesfällen auf Fluorchinolon-Verordnungen zurückzuführen. „Diese Zahlen sind besonders alarmierend, weil für viele Erkrankungen gut wirksame und risikoärmere Antibiotika zur Verfügung stehen und die Gefahren den pharmazeutischen Herstellern bereits seit Jahren bekannt sind“, kommentiert Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO, die Ergebnisse in einer Stellungnahme.
    „Viele Antibiotikapatienten in Deutschland wurden jahrelang zusätzlichen Risiken ausgesetzt, obwohl den pharmazeutischen Herstellern die besonderen Gefahren von Fluorchinolonen bereits seit vielen Jahren aus anderen Ländern bekannt waren“, kritisiert Schröder. „Zukünftig müssen Patienten intensiv über die Gefahren und Alternativen dieser Medikamente aufgeklärt werden und im Schadensfall gezielt Unterstützung bekommen“, fordert er.
    https://deutsch.medscape.com/artikel...3DN&faf=1#vp_2

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