Hallo,
ich möchte mich kurz vorstellen:

Bin weibl., 58 Jahre alt, lebe alleine und hatte vor eineinhalb Jahren eine beidseitige Lungenembolie - Ursache wurde nie gefunden, weder genetisch, noch Thrombose, noch Tumor.
Eigentlich ging es mir danach relativ gut, aber dann kam die Kurzatmigkeit, beim Gehen immer wieder Gähnen( Sauerstoffmangel), Einkaufstaschen beim Hochtragen (1.Stock) immer wieder absetzen müssen,.... Das alles habe ich auf mein Übergewicht geschoben, obwohl ich vorher trotz Gewicht relativ fit war.
Seit 2 Jahren bin ich krank geschrieben ( Depressionen, PTB, Fybromialgie, Borreliose,....) , meinen Hund musste ich vor einem Jahr einschläfern lassen, habe nun 2 Wohnungskatzen - kurzum: Ich schob alles auf diese vermehrte Immobilität. Vorher arbeitete ich in der Pflege und war den ganzen Tag auf den Beinen, 12 Tage am Stück und 2 Tage frei - irgendwann ging nichts mehr, hatte bereits 2009 einen schweren Burnout.
Nun ging ich also Anfang dieses Jahres zur Kardiologin: Die stellte eine diastolische Herzinsuffizienz fest, d.h. in Ihrem Bericht hieß es: Man müsse davon ausgehen - dies war mir zu vage und ich verlangte eine Zweitmeinung und war nun bei Prof. Dr. Störk (Staufen Kardiologie), der wiederum diagnostizierte

*eine ausgeprägte LV-Dysfunktion bei noch erhaltener Systole (Echo) 150.13G
*Zeichen einer vermehrten Rechtsherzbelastung mit PAH bei Z.n. bds. LAE ohne Quellthrombus 150.01G + 127.9G
*konorareMikrovaskulopathie bei Z.n. invasivem Stemnoseausschluss 125.11G
Ich hatte mittlerweile auch schon 4 Angina Pectoris Anfälle.
Ich bin nun im Chroniker Programm des Kardiologen.


Medikamete, welche ich seit Jahren nehme: Sertralin 100mg, Novothyral 125, Ramipril 10mg, Xarelto 20mg, Atorvastatin 20mg, Spiro comp forte 100mg
zusätzlich hat er mir nun noch Molsidomin verschrieben 2x tgl. je 8 mg.

Nun war ich gestern bei meiner HA ( Internistin) um den Befund zu besprechen und zu erfahren, was sie mir rät. Bin noch total geschockt: Sie sagt eine Atemtherapie bei einer hier ansässigen versierten Physiotherapeutin würde nichts bringen, da es ja vom Herz ausginge, auch ein Besuch bei einem Lungen- Spezialisten wäre unnötig. Auf meine Frage was ich selbst noch tun könne, sagte sie: !Da kann man nicht machen!" Aber irgendwann eine Reha in Heidelberg stellte sie mir in Aussicht.
Ich fühle mich total allein gelassen, bekommst die Diagnose von den Ärzten hingeklatscht und kannst gehen, Fragen sind unerwünscht und Infos muss man sich holen. Es wurde auch gesagt, die meisten Krankenkassen würden bei der Diagnose Infomaterial schicken.

Ich merke aber, dass meine Erschöpfung und die Luftnot immer schlimmer werden, manchmal beim LANGSAMEN Treppensteigen habe ich, wenn ich oben bin Angst ohnmächtig zu werden und brauche mind. 10 Min um mich wieder einzukriegen. Am liebsten würde ich den HA wechseln, ist aber so eine Prozedere, da bei mir ein Antrag auf EU- Rente läuft - ich machte letztes Jahr eine Reha in einer Traumaklinik in Dresden und wurde arbeitsunfähig unter 3 Stunden entlassen. Einer Umwandlung des Rehaberichtes in eine EU-Rente wurde nach PrÜfung der RV abgelehnt, obwohl ich den Befund der Herzinsuffizienz nachgereicht habe. Habt Ihr die selben schlechten Erfahrungen mit den Ärzten gemacht? Ich bin ja Gott sei Dank noch in ambulanter Behandlung der psychosomatischen Tagesklinik hier bei uns in Geislingen - dort habe ich wenigstens Rückhalt.

Eigentlich bin ich niemand der sich alles gefallen lässt, aber ich habe einfach keine Energie mehr.

Ist alles ein bisschen lang geworden, über Ratschläge, wie ich weiter vorgehen soll, würde ich mich freuen!

Gruß Heiderose