pulmonale hypertonie (ph) e.v.
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Patient - Arzt - Verhältnis: Etwas zum Nachdenken

  1. #1
    Ralf ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    02.03.2004
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    8.425

    Standard Patient - Arzt - Verhältnis: Etwas zum Nachdenken

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28843434
    When Patients and Their Families Feel Like Hostages to Health Care.


    Anbei eine Übersetzung , die eine HHT-Patientin für mich angefertigt hat:


    Wenn Patienten und ihre Familien sich als Geiseln des Gesundheitssystems sehen


    Kurzfassung


    Patienten sind häufig zögerlich, wenn es bei Medizinern, die sie als Experten sehen, um die Durchsetzung ihrer Interessen geht. Je bedeutender die Entscheidungen hinsichtlich der Gesundheit sind, umso festgefahrener können die gesellschaftlich verankerten Rollen von Mediziner und Patient werden. Daraus resultierend werden zahlreiche Patienten anfällig für ein Syndrom, das sich wie das „Feilschen von Geiseln“ darstellt und wobei sie sich so verhalten, als würden sie ihre Gesundheit aus einer Position der Angst und Verwirrung heraus verhandeln. Dies kann sich so äußern, dass man Bedenken abschwächt, dass man um weniger bittet als eigentlich gewünscht oder benötigt wird oder man sich schlussendlich – wider besseren Wissens - gar nicht äußert. Wenn dieses Syndrom (HBS) sich verfestigt und eskaliert, kann der Patient einer erlernten Hilflosigkeit unterliegen, was wiederum eine wirkliche Beteiligung an einer gemeinsamen Entscheidungsbildung fast unmöglich macht. Um HBS entgegen zu wirken und erlernte Hilflosigkeit zu vermeiden, müssen Mediziner eine Sensibilität hinsichtlich des Machtungleichgewichts, das dem Mediziner-Patienten-Verhältnis innewohnt – entwickeln. Sie sollten dann aktiv und aufmerksam eine gemeinsame Entscheidungsfindung verfolgen, indem sie Patienten dabei helfen, darauf zu vertrauen, dass es in Ordnung ist, Sorgen und Prioritäten zu kommunizieren, Fragen zu stellen hinsichtlich möglicher klinischer Optionen und eigenes Wissen hinsichtlich klinischer Entscheidungen bezüglich ihrer Versorgung beizusteuern.


    Das HBS stellt eine schleichende psychosoziale Dynamik dar, die die Qualität der Versorgung beeinträchtigen kann. Doch Mediziner haben oft die Kraft, diesen Prozess aufzuhalten und sogar umzudrehen, indem sie es – paradoxerweise – würdigen, wie Patienten ihre Macht als Experten innerhalb ihrer zentralen Rolle in der Versorgung, die sie bieten, wahrnehmen.

  2. #2
    wuffel ist offline Erfahrener Benutzer ****
    Registriert seit
    05.03.2013
    Beiträge
    4.031

    Standard

    Spannend.

    Uniklinik Essen ist da schon dran

    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...-in-die-Praxis

  3. #3
    Registriert seit
    15.02.2011
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    1.793

    Standard

    Hallo
    bin ich froh, dass ich in Heidelberg bin. Ich frage alles was ich wissen will. Es wird sich Zeit genommen und mir gut erklärt. Wenn sie mir zu viel Latain sprechen frag ich immer was das auf Deutsch heißt.
    Also ich bin in Heidelberg sehr gut aufgehoben. Auch sag ich, wenn ich mit einer Behandlung nicht einverstanden bin und frage ob es nicht eine andere Methode gibt.
    So soll es sein.
    Claudia

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •