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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuerlicher Arztbesuch - noch mehr verunsichert



Herzerl53
29.03.2011, 07:23
guten morgen !

gestern war es nun soweit und mein mann hatte bei seiner kardiologin eine befundbesprechung zum 24 std ekg. im november zeigte dieses vorhoffflimmern und extrasystolen - diesmal war nichts nachweisbar (endlich mal gute neuigkeiten)

ich habe die ärztin jedoch darauf angesprochen wie verzeifelt und unsicher ich bzgl der echokardiografie bin, die vor 2 wochen pötzlich lungehochdruck, vergrößerte vorhöfe, und eine leichte mitral-undtricuspitaklappeninsuffizienz nachgewiesen hat. speziell des lungenhochdrucks mache ich mir solche sorgen.

sie meinte, ich soll michnicht verrückt machen lassen, im internet steht soviel was man nicht so ernst und dramatisch sehen soll. mein mann hat einen PH von knapp 50mmHg und erst ab 70 ist es fragwürdig. ausserdem hat er absolut keine beschwerden bzw symptome ist mehr belastbar als so manch anderer - also wozu die aufregung.

ich hatte ihr dann aber meine erfahrungen von der vorherigen ärztin erzählt, dass diese 6 jahre lang nie ein echo gemacht hat und immer nur meinte, es sein nicht nötig, sie sieht seine herzerkrankung am ergometer. naja und seit oktober sind wir nun bei der neuen ärztin, die gleich alle nötigen untersuchungen gemacht hat und auch einen perikaderguss festgestellt hat - auch dieser ist jetzt nichtmehr nachweisbar gewesen.

sie meinte aber dann doch, wenn es uns beruhig, dann macht sie in 3 monaten neuerlich ein herzecho um einen vergleich zu sehen. er kann alles machen, was er will - radfahren, wandern, seiner schweren arbeit nachgehen und auch seine pläne in der wohnung ein bisserl renovieren zu machen.

ich weiß nicht was ich davon halten soll - woanders hat sie ihn nicht hinverwiesen, von einer kathederuntersuchung keine rede auch nicht von einer lungenuntersuchung. sie sieht absolut keine veranlassung dazu.

ich hatte schon am wochenende bevor die besprechung war einen nervenzusammenbruch - weil ich mich so verrückt mache und angst um meinen mann habe. ich möchte ihn nicht jetzt nach ihrer meinung wieder verunsichern, er fühlt sich so gut und sein blutdruck ist gut eingestellt und die blutwerte auch alle ok.

was soll ich machen - in meinem kopf kreisen noch immer die gedanken und in 14 tagen steht unsere kur an, die wir auch lt ärztin geniesen sollen.

lg
herzerl53

Mahalbia
29.03.2011, 16:23
Hallo!
Also ich will Dich ja nicht wirklich beunruhigen, ich weiß ja wie schlecht es Dir grad geht, aber der zuerst bei mir gemessener Druck durch das Echo lag bei 35.........beim Katheder stellte man dann einen Ruhe Druck von 45 fest.
Irgendwie scheint mir die Aussage der Ärztin nicht so Vertrauenserweckend.
Ich habe ja bei meinem Diagnose Krankenhausaufenthalt auch so ähnliche Aussagen bekommen.......also so wie.....Kondition aufbauen......mehr trainieren, keinerlei Einschränkungen........Arbeiten wird wider gehen usw.
Mir ging es aber dadurch immer schlechter......
Würde mir selber einen Termin bei einem anderen Spezialisten machen um mir eine zweite Meinung einzuholen.
Das ist doch in jedem Falle sicherer.

Lieben Gruß
Heike

Face1979
29.03.2011, 19:25
Hallo herzerl53,

ich will dich auch nicht verunsichern aber ich glaub nicht das die Ärztin recht hat soweit ich weis liegt der Druck bei einem gesunden Menschen bei 20-25 mmHg.
Ihr solltet unbedingt einen Termin in einem PH-Zentrum machen.
Das sind Spezialisten!

LG
Andrea

Ralf
29.03.2011, 23:30
Hallo Herzerl,

den Vorschlag in 3 Monaten ein neues Herzecho zu machen halte ich für inakzeptabel!
Besteht bitte auf einer Überweisung in eine PH-Ambulanz. Ihr müsst auch 4-12 Wochen auf einen Termin in der PH-Ambulanz warten. Wenn da nochmal die 3 Monate hinzu kommen, wird es unnötig lang.

Leider erlebe ich es immer wieder, dass sich bei Patienten unnötig Zeiten aufsummieren, bis sie endlich in einer PH-Ambulanz landen, obwohl die PH bereits im Echo diagnostiziert wurde. Evtl. kann dein Mann auch direkt zur stationären Diagnostik eingewiesen werden. Dann hat man nicht nochmal Wartezeiten bis zur Kathederuntersuchung. SOnst würde nach einem Ambulanztermin ja die ganze Diagnostik folgen. Was da der richtige Weg ist, könnt ihr mit der sog. PH-Nurse (s.U.) besprechen.

Falls die Kardiologin zickt, ist es oft eine gute Idee, Kontakt mit der sog. PH-Nurse (spezialisierte PH-Krankenschwester, als Ansprechpartnerin für Patienten mit PH) in dem Zentrum der Wahl aufzunehmen. Und telefonisch auf den diagnostizierten Druck etc. hinzuweisen. Und dann zu fragen, ob sich dein Mann dort vorstellen kann. Ggf. auch fragen, ob man dazu Unterlagen schicken kann/soll.
Wenn das Zentrum die Unterlagen gesichtet hat und meint, dass dein Mann sich vorstellen soll, reicht oft auch eine Überweisung durch den Hausarzt.
Der Arzt am PH-Zentrum wird in wenigen Minuten Zeitaufwand sehen, ob sich dein Mann vorstellen sollte. Und ich bin mir sicher, dass er es sollte.

Viele Kliniken verlangen bei Erstvorstellung eine Überweisung durch einen Facharzt (Kardiologe oder Pulmologe). Später reicht dann die Überweisung durch den Hausarzt. (Einfach Überweisung in die Pneumologie, oder bei einigen Kliniken Kardiologie)

Evtl. kannst du durch den direkten Kontakt direkt mit einer Ü. vom Hausarzt hin.

Viel Erfolg!

LG Ralf

Herzerl53
30.03.2011, 12:10
hallo ihr lieben !

erstmal wieder ein recht herzliches dankeschön für eure antworten.
es ist halt so, dass mein mann den worten dieser kardiologin glaubt und meint in 3 monaten reicht der kontrolltermin - ich glaub nicht.
blöd ist halt nur, da wir ja am 17.4. für 3 wochen auf diese kur fahren müssen und ich auch angst habe, dass die zeit dadurch davonläuft.

vielleicht kann ich meinen mann heute nach der arbeit dazu überreden ob er nicht zumindest vorher noch zu einem lungenfacharzt geht und ihm den befund zeigt - vielleicht bekommen wir dann eine überweisung in eine PH-ambulanz ?

aber ich denke monentan ist mein mann mit alldem wahnsinnig überfordert obwohl er so lustig und sehr sehr humorvoll ist und sich nichts anmerken läßt. ich glaube er will jetzt mal auf kur fahren und alles hinter sich lassen - ich kanns ja einerseits verstehen, aber diese sorgen fressen mich auf.

ich bin schon so kraftlos und ausgepowert, meine gedanken kreisen nur so herum und ich komme nicht von der stelle.

lg
herzerl 53
aus wien

Herzerl53
30.03.2011, 17:39
hallo nochmal !

mittlerweile schaut die sache mit meinem mann folgendermaßen aus:

ich habe heute beim verein lungenhochdruck.at angerufen und der dame von meinen bedenken und sorgen erzählt. sie hat gemeint, ich soll ihr alle befunde per mail zukommen lassen und sie wird diese bei uns in wien ans akh auf die PH-ambulanz zur fr.professor schicken. diese schaut sich die befunde, dann an und wird entscheiden, wie dringend eine weitere untersuchung ist und ob all die anderen werte und befunde auch mit PH vereinbar sind.

sollte es für sie dringend sein, dann bekommt mein mann einen baldigen termin, ansonsten ist mit einer längeren wartezeit zu rechnen.

die dame meinte auch, ich soll mich nicht solche sorgen machen - da mein mann ja noch im november eine druck von 28 mmHg hatte und jetzt halt knapp 50mmHg - die sache also noch früh genug erkannt wurde. ausserdem hat er ja noch absolut keine symptome.

ich habe ihr gleich am nachmittag alles geschickt und ein riesenmail mit allen daten und fakten mitgeschickt. jetzt heißt es weiter abwarten, aber mehr kann ich jetzt wirklich nichtmehr machen, oder??? die befunde kommen zur richtigen stelle und dort wird entschieden wie alles weitergeht.

ich hoffe, es geht alles nicht sooo schlimm weiter, wie es mir im moment erscheint.

alle gute euch allen und liebe grüße aus wien

Herzerl53

Ralf
31.03.2011, 00:08
Hallo Herzerl, ich teile die Meinung der Dame von Lungenhochdruck.at. Es war übrigens eine sehr gute Idee da Kontakt aufzunehmen!
So erhaltet ihr auf dem kurzen Dienstweg wahrscheinlich schon morgen eine Einschätzung der Top-Experten aus Wien.

Meine Meinung ist, dass es deinem Mann erfreulich gut geht und man sicher keine Panik haben muss, dass man es aber eben doch zügig abklären sollte, um eben den Vorteil der frühen DIagnose und vor allem Therapie dann auch nutzen zu können.

Die Kur werdet ihr sicher mahcen können. Der Termin lässt sich ja auch danach legen.

Warten wir mal die Antwort ab.

LG Ralf

PS: Evtl. lässt du deinen Mann mal den Thread lesen?

Herzerl53
31.03.2011, 06:25
lieber ralf !

viiiieeeeeelllllllllleeeeeennnnnnnnn dank für deine doch recht positive antwort.

ich habemeinen mann eigentlich immer am laufenden gehalten, auch über meine treads. nur bzgl der wirklich ersthaften lebensbedrohlichen folgen habe ich ihm nichts gesagt. dadurch konnte er natürlich auch nicht meine totale verzweiflung so nachvollziehen.

ich werde heute nochmals in diesem verein anrufen und nachfragen ob alle unterlagen gut angekommen sind und wie lange ich in etwas mit einer antwort rechnen muss, es ist halt doch bei uns alles irgendwie zeitlich knapp.

denn sollte wirklich bald eine genauere untersuchung nötig sein, muss ja die kur abgesagt werden. keine ahnung wie das dann alles läuft, denn so einfach geht das ja auch nicht.

trotzdem habe ich heute wieder eine horrornacht hinter mir gehabt. es sind halt zuviele negative ereignisse, die uns die letzten jahre nichtmehr zur ruhe kommen lassen und mit jedem jahr kommen ärgere diagnosen und erkrankungen dazu.

ich werde auf jedenfall weiter berichten und hoffe weiterhin mit dir in kontakt bleiben zu können.

lg
herzerl53

Ralf
31.03.2011, 21:41
Hallo Herzerl,

das mit dem Absagen der Kur dürfte das kleinste Problem sein. Ein Attest, dass dein Mann momentan nicht arbeitsfähig und nicht kurfähig ist, sollte reichen. Wenn das PH-Zentrum deinen Mann früh einladen sollte, wird es evtl. auch ein Attest o.ä, für die Kur ausstellen können.

Ich verstehe, das du deinen Mann schonen möchtes, was die ganz negativen Seiten der PH angeht.
Aber ich persönlich finde das aus mehreren Gründen nicht richtig.

1. Du trägst so die Last der Sorgen bis an deine psych. Belastungsgrenze allein
2. Dein Mann hat keine Chance, sich selbst ein Bild zu machen und die Wichtigkeit einer weiteren Diagnostik zu verstehen und zu akzeptieren.
3. Er kann so deine Sorgen nicht verstehen, die er dir sicher ansehen wird.

Auch wenn es eine Belastung darstellt, muss er sich ja auch auf die anfallenden Untersuchungen einstellen können und z.B. einen möglichen Herzkatheder akzeptieren, indem er die Notwendigkeit versteht.

Arbeitet auch die guten Chancen mit den neuen Therapien heraus. Alles wird gut!

Den Kopf in den Sand zu stecken oder die Augen zu verschließen halte ich für falsch.
Du weißt das, du kümmerst dich um die Informationen. Das ist auch ganz toll von dir. Denn dir wird es immer noch viel leichter fallen, als wenn er das machen müsste.

Aber ich denke, dass ihr langsam schon mal offener darüber sprechen solltet. Sicher kannst du noch die Antwort aus Wien abwarten. Aber dann wird es Zeit, meine ich. Das wäre sicher auch für eure Beziehung besser als da nicht offen zu sein. Er wird deine tolle Vorarbeit sicher sehr anerkennen. Spätestens wenn er verstanden hat, dass du ihm damit evtl. das Leben rettest.

Ich kenne deinen Mann nicht und auch nicht seine psychische Disposition, aber das ist im Allgemeinen meine Meinung dazu.
Dein Mann kann stolz sein, dass er dich hat. Toll, wie du dich da einsetzt!

LG Ralf

Herzerl53
01.04.2011, 06:12
lieber ralf !

oje, das ganze hast du ein bisserl falsch verstanden bzw habe ich die sache falsch dargestellt.
mein mann möchte ja auf jeden fall die kathederuntersuchung machen, auch früher schon als er bei dieser anderen internistin 6 jahre falsch behandelt wurde und diese von einem linkskatheder sprach, wollte er dies machen lassen - aber dann hieß es immer alles ist nicht notwenig, obwohl diese uns ja ins gesicht gesagt hat, er bekommt in den nächsten jahren einen herzinfarkt oder schlaganfall und es wäre eine solche untersuchung bzgl eines eventuellen stents einmal nötig.

auch jetzt bei der neuen ärztin hat er sich eigentlich darauf eingestellt, dass diese endlich diese untersuchung macht und er war auch froh, dass sie endlich alle herzuntersuchungen gemacht hat, was die andere ärztin verabsäumt hat. auch jetzt durch PH habe ich ihn bzgl eines rechtskatheders aufgeklärt und er war gleich "dabei" auch wegen anderer untersuchungen. ich bespreche eigentlich alles mit ihm, das war schon immer so und wir setzen uns auch zum tisch wenns was ernstes zu bereden geht.

ABER diese internistin meinte ja wir sollen uns nicht verrückt machen lassen, dieser druck ist absolut nicht dragisch, daher sollen wir erst in 3 monaten wieder kommen und da wird zu "unserer" beruhigung nochmals ein echo gemacht.

ich habe ihn natürlich auch vom forum erzählt, von einigen betroffenen z.b."heike" und welche symptome er haben könnte.
nur halt von dieser kurzen lebenserwartung und wie die sache weiterfortschreitet habe ich ihm nicht gesagt, weil ich noch immer so schockiert bin. das das herz belastet wird, weiß er allerdings.ich möchte mir nicht gedanken machen müssen, dass ich ihn vielleicht in 2 oder 5 jahren nichtmehr bei mir haben könnten. wir haben viel gemeinsam mitgemacht und durchgestanden und gerade jetzt wo eigentlich alles überstanden ist - kam diese diagnose.

ich habe ihm auch gleich erzählt, dass ich seine befunde weitergeschickt habe und wir jetzt auf eine nachricht vom AKH warten müssen und es sein kann/wird, dass er ins AKH kommen muss.
damit ist er ja auch voll einverstanden, nur halt sind diese 3 wochen die wir zur kur fahren für uns so schlimm. wir waren noch nie zur kur und schon garnicht 3 wochen irgendwo, das macht mich so unsicher - weil es halt 3 wochen sind in denen man normalerweise wieder eine untersuchung machen könnte. ich kenne mich ja nicht aus, weiß nicht wie akut das alles ist bzw ob auf kur symptome auftreten können. dieser kurort ist winzig klein, das kurhotel ebenso - also nichts mit spital in der nähe usw..

ich fühle mich besonders jetzt besser wo aufgehoben, wo ein arzt oder spital in der nähe ist und wo man halt nicht zuweit von daheim entfernt ist.

ich hoffe, ich konnte dich jetzt ein bisserl aufklären. aber es ist halt auch schwer für ihn, wenn er absolut keine symptome hat zu verstehen, dass diese erkrankung so schwerwiegend ist und er u.u. seinen beruf aufgeben muss. natürlich kommen dann gedanken, existenzängste usw auf, da ich selbst aus gesundheitlichen gründen nur geringfügig also stundenweise arbeiten kann. er hat noch immer solch einen humor, aber ich merke, dass er sich sehr wohl gedanken (in der nacht) macht und dadurch noch weniger zum schlafen kommt - was natürlich für seinen harten beruf nicht förderlich ist.

jetzt heißt es halt abwarten, aber meine nerven sind zum zerreissen angespannt.

lg
herzerl53