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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Macitentan (Opsumit®)



Ralf
17.05.2013, 16:59
http://hugin.info/131801/R/1702825/562748.pdf

Ralf

Ralf
03.07.2013, 09:31
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23817130


R

Ralf
01.08.2013, 15:25
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23900878

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23817130


Ralf

Ralf
29.08.2013, 00:52
http://www.forbes.com/sites/larryhusten/2013/08/28/new-actelion-drug-found-safe-and-effective-in-pulmonary-arterial-hypertension-but-does-it-save-lives/

Man beachte den kritischen Kommentar von Archer zusammen mit den recht schwachen Verbesserungen im 6min-Gehtest. Da haben Tracleer und Revatio, sowie Volibris und Adcirca aber mehr geschafft.

LG Ralf

card
29.08.2013, 07:57
hier die zugrundeliegende veröffentlichung :

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1213917

hier die pressemitteilung auf deutsch :

http://www.actelion.com/documents/corporate/media_releases/130829_SERAPHIN%20Primary%20Publication_Final_D.do cx

card
29.08.2013, 08:24
Da haben Tracleer und Revatio, sowie Volibris und Adcirca aber mehr geschafft.

placebo bedeutete hintergrundmedikation mit z.b. revatio.
ich will die ergebnisse nicht schönreden, aber eine reduzierung der nebenwirkungen was leberwerte angeht um 25% ist schon erfreulich, insbesondere wenn man beachtet, dass wohl niemand mit bosentan behandelt wurde.

Ralf
29.08.2013, 10:37
placebo bedeutete hintergrundmedikation mit z.b. revatio.
ich will die ergebnisse nicht schönreden, aber eine reduzierung der nebenwirkungen was leberwerte angeht um 25% ist schon erfreulich, insbesondere wenn man beachtet, dass wohl niemand mit bosentan behandelt wurde.

Volibis macht auch keine Leberprobleme. In den USA wurde sogar die Pflicht zur monaltlichen Kontrolle abgeschafft.
Aber dafür macht es mehr Probleme mit Ödemen als Tracleer.
Und Macitentan soll besser sein als Tracleer, was Ödeme angeht.
Für mich wäre besonders das ein Argument Maci mal zu probieren und ich warte darauf das zu tun.
Evolution der kleinen Schritte halt.

Ralf

Ralf
31.08.2013, 10:29
http://hugin.info/131801/R/1726455/576089.pdf (Deutsch)

Präsentation weiterer Detailstudien zu Macitentan auf EsC und ERS -Kongressen.
Am Ende der Pressemitteilung gibt es eine Literaturliste zu bisherigen Publikationen zu Macitentan.

Ralf

card
31.08.2013, 12:14
Evolution der kleinen Schritte halt

Zitat :

Therefore, highly effective blockade of ET-1-induced (durch maci, anmerkung von mir ) sustained calcium release by a slowly dissociating ERA is expected to be beneficial in inhibiting pathological proliferation of PASMC.


http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0047662

sehr schöner vergleich der era, auch eben bosentan mit macitentan. zwar nicht im klinischen vergleich - wie lentos zurecht mal bemängelt hat - aber eben zellbiologisch. wie wir alle wissen, stimmt theoretisch die praxis mit der theorie überein....

Ralf
31.08.2013, 13:21
Wenn es verfügbar ist, werde ich mich darum bemühen es auszuprobieren. :-)

LG Ralf

Lore
31.08.2013, 17:49
Meine Tochter bekommt ab nächster Woche auch Volibis. Auch sie muss nur vierteljährlich zur Blutuntersuchung. Während der Studie musste sie monatliche Tests machen. Hat sich wohl auch in Deutschland geändert.

Liebe Grüße
Lore

Ralf
31.08.2013, 22:59
Gut zu wissen, Lore. Dann wird es jetzt hoffenbar auch hier anders gehandhabt. Gut.

LG Ralf

Ralf
15.10.2013, 07:15
Diese Veröffentlichung von Actelion befasst sich o.g. Thema: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24122797
Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass keine Anpassung der Dosierung erforderlich sei.

Ralf

wuffel
15.10.2013, 11:52
Das ist ja nun wirklich eine Option für die PHler, die nach einer Weile auf Tracleer mit einer gequälten Leber reagieren.

Sehr gut!!!

Ralf
15.10.2013, 12:27
Ambrisentan alias Volibris® ist auch gut zur Leber.
Hier wurden sogar die regelmäßigen Leberuntersuchungen z.T. abgeschafft (z.B. in den USA)

wuffel
15.10.2013, 18:56
In Duisburg gibt es z.B. nur ein Rezept für Tracleer, wenn man aktuelle Leberwerte hat (entweder vom Hausarzt oder Labor vor Ort)....ich merke zum Glück, wenn meine Leber beleidigt ist (zumindest bisher)....zur Zeit sind die typischen Werte sogar in der Norm!

...aber ich wollte schon nach "Marzipan" ;-) fragen...

Ralf
15.10.2013, 19:25
Marzipan? Erklär mal bitte..

wuffel
15.10.2013, 21:10
Nur ein Wortspiel...weil Macitentan sich so anhört wie Marzipan...in Duisburg ist mir das auch schon so begegnet ;-)

lesefee
16.10.2013, 16:19
Hatte grad son nettes Erlebnis mit Thrombosespritzen und Leberwerten-
nach 5 Spritzen, 3 fach Erhöhung der Werte!
Sie sind immer etwas hoch bei mir- aber das war der Gipfel!
3 Wochen später wieder alte Werte-
wat et nich all gibt!

wuffel
16.10.2013, 18:32
Da sagste was: meine Leberenzymwerte stiegen jedes Mal an, wenn ich von Clexane wieder auf Marcumar bin...

Aber das war nix gegen 2006 , da hatte ich Werte in den Tausendern und das ganz ohne Sambucca ;-)

Ralf
16.10.2013, 18:50
Zahnarztbesuche sind auch gut für fette Zahlen bei den Leberwerten. Sie halten oft eine ganze Zeit an und kommen dann aber wieder zurück, zum Glück. Bei mir jedenfalls ist das so.

lesefee
17.10.2013, 11:52
in den 1000- endern? Hilfe....-
lese auch immer wieder: Die Leber ist ein sehr geduldiges Organ! Und kann sich als einziges selbst regenerieren-
sehr tapfer!
Wir sollten ihr dankbar sein!
Und ich erinner noch mal gerne: Lp(a)- in der Leber gebildet- Therapieoption: mäßiger Alkoholgenuss förderlich!

wuffel
17.10.2013, 12:30
Also doch Sambucca in homöopathischer Dosierung :-)

...

Yepp, das mit dem Fast-Leberversagen damals war komisch...ich vermute einen Zusammenhang zwischen damals und heute IPAH...aber welchen?

Vielleicht gabs ne Stauungsentzündung, die zufällig besser wurde als ich eine Leberpunktion hatte und die Medis gewechselt. Die Docs damals standen vor einem Rätsel...darunter ein Hepatologe, der durchaus Ansehen in der Welt genießt (zufällig bei dem gelandet)....vermutet wurde eigentlich eine Autoimmunhepatitis...jedoch nicht bestätigt....???

Sehr merkwürdig das alles...

Die Leber sah 2006 fürchterlich aus...

Jetzt mit PAH haben schon zwei Fachdocs die Bauchorgane geschallt und sagten, dass alles bestens sei....ich fragte nach....und sie sagten die Leber sei richtig hübsch....na immerhin ;-)
Also hat sich das Riesenorgan tatsächlich regeneriert...trotz PAH

tigerlady2
17.10.2013, 14:21
Hallo Wuffel,
bei mir ist auch immer alles anders. Damals 2006 hatte ich einen Nierenstau. Die Niere hatte keinen Stein keinen Grieß. Sie hatten eigendlich nicht gewusst warum sie nicht mehr mag. Alles gespült mit Antigiotika Infusionen. Und dann ging es nach 4 Wochen wieder.
Und jetzt: Eine Erkältung. Alle Schnupfen und Husten. Nur ich nicht. Aber bin total schlapp. Und was auch komisch bei mir ist: Immer wenn ich krank werde dann habe ich ein paar Tage zuvor einen Zuckersturz. Da fällt mir der Zucker runter. Nur ein oder zweimal. dann ist alles wiedr ok

Ja unsere Krankheit ist schon aussergewöhnlich komisch.
Gruß
Claudia

Ralf
18.10.2013, 21:47
Actelion erhält Zulassung der US-amerikanischen FDA für Opsumit (Macitentan) zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie in den USA

ALLSCHWIL, SCHWEIZ – 18. OKTOBER 2013 - Actelion Ltd (SIX: ATLN) gab heute bekannt, dass die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) die Zulassung des oral verfügbaren Endothelin-Rezeptor-Antagonisten OPSUMIT® (Macitentan), 10 mg einmal täglich, für die Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) zur Verzögerung des Krankheitsfortschritts erteilt hat.

Opsumit® ist für die Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH, WHO-Gruppe I) zur Verzögerung der Krankheitsprogression indiziert. Zur Krankheitsprogression zählen: Tod, Beginn einer Behandlung mit intravenös (IV) oder subkutan verabreichten Prostanoiden oder Verschlechterung der klinischen Befunde der PAH (Verminderung der Wegstrecke beim 6-Minuten-Gehtest, Verschlechterung der Symptome der PAH sowie Notwendigkeit einer zusätzlichen PAH-Therapie). Opsumit® reduzierte auch die Spitaleinweisungen infolge PAH.

Die Wirksamkeit wurde in einer Langzeitstudie mit PAH-Patienten nachgewiesen, die überwiegend Symptome nach WHO-Funktionsklasse II-III aufwiesen und über einen Zeitraum von durchschnittlich zwei Jahren behandelt wurden. Die Patienten wurden entweder mit einer Opsumit®-Monotherapie behandelt oder mit einer Kombinationstherapie mit Phosphodiesterase-5 Inhibitoren oder inhalierten Prostanoiden. Die Patienten litten an idiopathischer oder erblich bedingter PAH (57%), PAH infolge von Bindegewebserkrankungen (31%) sowie PAH aufgrund angeborener Herzkrankheiten mit Shunts-Korrektur (8%).

Dr. Vallerie McLaughlin, Leiterin des Programms für pulmonale Hypertonie der Abteilung für Herz-Kreislauf-Medizin an der Universität von Michigan, kommentierte: „In den letzten zwanzig Jahren konnten bei der Behandlung von PAH-Patienten grosse Fortschritte gemacht werden. Allerdings hat ein medizinischer Bedarf an innovativen Ansätzen zur Verbesserung der langfristigen Ergebnisse bestanden. Opsumit® ist die erste klinisch nachgewiesene und zugelassene Behandlungsoption, die für die Verzögerung des Fortschreitens der Erkrankung und die Verringerung der Spitaleinweisungen im Zusammenhang mit PAH indiziert ist.“

McLaughlin schloss: „Diese Effekte wurden in SERAPHIN gezeigt, der bis heute ersten und grössten PAH-Outcome-Studie, in der Opsumit® über durchschnittlich zwei Jahre verabreicht wurde, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit Phosphodiesterase-5 Inhibitoren oder inhalierten Prostanoiden Ich freue mich sehr, dass Patienten diese neue Therapieoption haben werden.“

Dr. Jean-Paul Clozel, CEO von Actelion, kommentierte: „Die heutige Zulassung von Opsumit® durch die FDA gibt der Gemeinschaft der von PAH Betroffenen eine einzigartige Behandlungsoption, das einzige oral zu verabreichende PAH-Medikament, das nachweislich die Krankheitsprogression verzögert. In den letzten 14 Jahren hat Actelion unermüdlich daran gearbeitet, Opsumit® zu erforschen und dann in der bisher umfangreichsten, längsten und weltweit ersten PAH-Outcome-Studie zu entwickeln. Ich möchte allen Beteiligten in der PAH-Gemeinschaft meinen Dank aussprechen. Ohne ihren Beitrag wäre Opsumit® nicht Wirklichkeit geworden. Wir werden nun unsere bestehende Erfahrung auf dem Gebiet der PAH und unsere Infrastruktur nutzen, um Opsumit® in den kommenden Wochen den Patienten zugänglich zu machen.“

Die Produktinformation für Opsumit® in den USA enthält einen Warnhinweis für Patienten und medizinische Fachkräfte, dass dieses Medikament nicht bei Schwangeren angewendet werden sollte, da es den Fötus in der Entwicklung schädigen kann. Patientinnen können das Medikament ausschliesslich im Rahmen des Opsumit®-REMS-Programms erhalten. Alle Patientinnen müssen in diesem Programm erfasst werden, den Anforderungen hinsichtlich Schwangerschaftstests nachkommen und im Hinblick Verhütungsmassnahmen beraten werden.

Die häufigsten bei den mit Opsumit® behandelten Patienten beobachteten Nebenwirkungen (Häufigkeit ≥3% gegenüber Plazebo) waren Anämie, Nasopharyngitis/Pharyngitis (Entzündungen des Nasen-Rachenraums), Bronchitis, Kopfschmerzen, Influenza und Harnröhreninfektionen.

Ärzte werden darauf hingewiesen, vor Beginn einer Behandlung mit Opsumit® die Hämoglobin- und Leberenzymwerte zu erheben und diese während der Therapie zu beobachten, soweit dies klinisch indiziert sein sollte.

Actelion geht davon aus, dass Opsumit® den Patienten in den Vereinigten Staaten im November zur Verfügung stehen wird. Ausserhalb der USA arbeitet Actelion weiterhin mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um die Zulassung für Opsumit® zu erhalten.

Die FDA-Zulassung beruhte zum Teil auf Daten der bahnbrechenden Phase-III-Studie SERAPHIN. Die im August 2013 im New England Journal of Medicine veröffentlichte SERAPHIN-Studie zeigte, dass Macitentan 10 mg gegenüber Plazebo das Risiko für das erste Auftreten eines Morbiditäts- oder Mortalitätsereignisses – dem primären Endpunkt der Studie – um 45% (p<0,0001) verringerte. Diese Wirkung liess sich unabhängig davon beobachten, ob die Patienten bereits mit anderen PAH-Therapien behandelt wurden. Zudem zeigte sich bei SERAPHIN gegenüber Plazebo eine Verringerung des Hospitalisierungs- oder Morbiditätsrisikos infolge PAH um 50% (p<0,0001).[1]


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ANMERKUNGEN FÜR HERAUSGEBER

ÜBER DIE SERAPHIN-STUDIE
SERAPHIN (Study with an Endothelin Receptor Antagonist in Pulmonary arterial Hypertension to Improve cliNical outcome – Studie mit einem Endothelin-Rezeptor-Antagonisten bei pulmonaler arterieller Hypertonie zur Verbesserung der klinischen Ergebnisse) war die bisher grösste randomisierte, kontrollierte Langzeitstudie bei PAH-Patienten mit einem klar definierten primären Morbiditäts-/Mortalitätsendpunkt.[2] Die zulassungsentscheidende Phase-III-Studie war darauf ausgelegt, die Wirksamkeits- und Anwendungssicherheit von Macitentan (Opsumit®), einem neuartigen, aus einem zielgerichteten Forschungsprozess hervorgegangenen, dualen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten, zu evaluieren. Als primärer Endpunkt wurde die Zeit bis zum Eintreten des ersten Ereignisses hinsichtlich Morbidität und Gesamtmortalität bei Patienten mit symptomatischer PAH festgelegt.
Die globale Patientenrekrutierung war im Dezember 2009 mit insgesamt 742 Patienten abgeschlossen worden. Die Patienten erhielten randomisiert in einem Verhältnis von 1:1:1 entweder zwei verschiedene Dosierungen Macitentan (3mg, bzw. 10mg einmal täglich) oder Plazebo. Die Verabreichung einer PAH-spezifischen Grundmedikation in Form eines PDE-5-Inhibitors oder oraler/inhalierter Prostanoide während der Studie war gestattet. Die ereignisgetriebene (event-driven) Studie wurde in 151 Prüfzentren in fast 40 Ländern in Nord- und Lateinamerika, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Afrika durchgeführt und im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen. Bei 287 Patienten trat ein der Erkrankung zuzuordnendes klinisches Ereignis auf.
Dr. McLaughlin ist als Consultant für Actelion tätig und war Prüfärztin im Rahmen der SERAPHIN-Studie.
ÜBER DIE SERAPHIN-STUDIENDATEN
Die Patienten wurden in drei Gruppen randomisiert: Plazebo (n=250), Macitentan 3mg (n=250) oder Macitentan 10mg (n=242). Der primäre Endpunkt wurde bei 46,4%, 38,0% und 31,4% der Patienten in der entsprechenden Gruppe erreicht. Das Hazard Ratio für Macitentan 3mg gegenüber Plazebo lag bei 0,70 (97,5% Konfidenzintervall, 0,52 bis 0,96; p=0,0108), das Hazard Ratio für Macitentan 10mg gegenüber Plazebo lag bei 0,55 (97,5% Konfidenzintervall, 0,39 bis 0,76; p<0,0001). Eine Verschlechterung der pulmonalen arteriellen Hypertonie war das beim primären Endpunkt am häufigsten auftretende Ereignis. Die Wirkung von Macitentan auf diesen Endpunkt wurde unabhängig davon beobachtet, ob eine Grundtherapie der pulmonalen arteriellen Hypertonie erfolgte.[1]

Ralf
18.10.2013, 21:47
Fortsetzung..

ÜBER DAS SICHERHEITS- UND VERTRÄGLICHKEITSPROFIL
Opsumit ist kontrainidiziert bei Schwangerschaft, da es den Fötus in der Entwicklung schädigen kann. Frauen, die schwanger werden können, sollten über die Verwendung zuverlässiger Verhütungsmittel informiert werden und vor dem Beginn einer Therapie sowie nachfolgend in monatlichen Abständen Schwangerschaftstests durchführen, um eine Schwangerschaft auszuschliessen.
Andere ERAs wurden mit erhöhten Aminotransferase-Werten, Leberschädigungen und Leberversagen in Zusammenhang gebracht. Vor dem Beginn einer Therapie mit Opsumit® sollten die Leberenzymwerte erhoben und für die Dauer der Behandlung kontrolliert werden, soweit dies klinisch indiziert sein sollte. Für den Fall, dass es zu einem klinisch relevanten Anstieg der Aminotransferase-Werte kommen oder dieser Anstieg mit den klinischen Symptomen einer Leberschädigung einhergehen sollte, ist die Behandlung mit Opsumit® abzubrechen.
Ein Absinken von Hämoglobinkonzentration und Hämokritwert, wie es nach Verabreichen anderer ERAs beobachtet worden war, trat auch bei klinischen Studien mit Opsumit® auf. Der Rückgang erfolgte zu Beginn der Behandlung und stabilisierte sich danach. Eine Verminderung von Hämoglobin erfordert in seltenen Fällen Transfusionen. Die Aufnahme einer Behandlung mit Opsumit® wird nicht bei Patienten mit schwerwiegender Anämie empfohlen. Vor Therapiebeginn sollten die Hämoglobin-Werte erhoben und, falls dies klinisch angezeigt ist, während der Behandlung kontrolliert werden.
Sollten Anzeichen eines Lungenödems auftreten, ist die Möglichkeit einer assoziierten pulmonalen Venenverschlusskrankheit (PVOD, pulmonary veno-occlusive disease) in Betracht zu ziehen. Bestätigt sich dieser Verdacht, ist die Behandlung mit Opsumit® abzubrechen.
Andere ERAs wurden mit Nebenwirkungen auf die Spermatogenese in Verbindung gebracht. Männliche Patienten sollten über die möglichen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hingewiesen werden.
Der Einsatz von Opsumit® in Kombination mit starken CYP3A4-Induktoren oder -Inhibitoren sollte vermieden werden.
Zu den am häufigsten bei mit Opsumit® behandelten Patienten beobachteten Nebenwirkungen (Häufigkeit ≥3% gegenüber Plazebo) zählten Anämie, Nasopharyngitis/Pharyngitis (Entzündungen des Nasen-Rachenraums), Bronchitis, Kopfschmerzen, Influenza sowie Harnröhreninfektionen.

wuffel
19.10.2013, 14:26
Influenza?

Setzt das Zeugs die Abwehr runter?

Indirekt ...eben....

Ralf
19.10.2013, 22:14
Influenza?

Setzt das Zeugs die Abwehr runter?

Indirekt ...eben....

Gute Frage, frag das doch mal den Customer-Service von Actelion..

wuffel
20.10.2013, 16:50
Nun, wenn man sich die Art der Infektionen anschaut, die vorkamen...muss es ein Schleimhautoberflächenproblem sein....

wuffel
21.10.2013, 02:17
...wenn man wenigstens lachen dürfte, dass PAH "komisch" ist...aber sie macht eher Schlotterknie...seufz

Ralf
28.10.2013, 10:52
http://hugin.info/131801/R/1738268/583089.pdf (Deutsch)

Der Arzneimittelausschuss (CHMP) der EU hat sich für die Zulassung von Opsumit ausgesprochen.
Mit einer Entscheidung der EMA (Zulassungsbehörde der EU) wird in 2 Monaten gerechnet.

R

card
14.01.2014, 10:22
http://www.otcmarkets.com/news/otc-market-headline?id=15745897

ops wird doppelt so häufig verschrieben wie zuvor bosentan; dort ist der umsatz um 50% zurückgegangen.
verkaufszahlen sind allerdings kein indikator für behandlungserfolg....

Hope
31.01.2014, 08:24
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Thomson-Reuters-ONE-Actelion-fuehrt-Opsumit-in-2-3265767

Ralf
31.01.2014, 12:39
http://hugin.info/131801/R/1758106/594314.pdf (Deutsch)

Ab morgen, ist Opsumit in Deutschland im Handel.

Ralf

Ralf
31.01.2014, 18:58
Spiriva (Tiotropium) wird als Inhaler bei COPD eingesetzt. Es entspannt die Bronchialmuskulatur.

Es wurde schon länger als pulverbasierter Handihaler angeboten.
2011 kam dann als Alternative eine vernebelte Flüssigkeit (also ein Spray) hinzu, das Respimat genannt wurde.

Jetzt zeigte eine Studie namens TIOSPIR, dass dieser Spriva Respimat das Herzinfarktrisiko gegenüber dem Handihaler um den Faktor 3,5 ca. erhöhte!
Also Finger weg vom Respimat!

Das Sterblichkeitsrisiko wg. Herzinfarkt oder Schlaganfall war immerhin 1,56-fach erhöht beim Respimat.

http://www.medpagetoday.com/Pulmonology/SmokingCOPD/44040?isalert=1&uun=g606459d659R5730373u&utm_source=breaking-news&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-news&xid=NL_breakingnews_2014-01-29

Ralf

Grete
31.01.2014, 20:16
Danke Ralf, dafür dass Du immer auf uns aufpasst !

LG Grete

Ralf
01.02.2014, 00:59
Danke Ralf, dafür dass Du immer auf uns aufpasst !

LG Grete


Wir wollen doch alle gemeinsam alt werden wie Wuffels Bäume, gell.

hub29
03.02.2014, 23:53
Hi,

was der Vorteil / Unterschied zu Tracleer?

Viele Grüße,

Martin

card
04.02.2014, 08:20
ziemlich ausführlich :
http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0047662

in dem artikel wird ein faktor ROt 1/2 benannt, das ist die halbwertszeit der rezeptorbelegung. diese ist bei maci 15 mal so hoch wie bei anderen eras. unter conclusions werden die unterschiede klar benannt, maci ist den anderen eras deutlich überlegen, wenn es um die blockade von ET-1 induzierten signalen ( verantwortlich u.a. für prolifertion ) geht.

zu recht hat lentos in unserer diskussion vor ein paar monaten bemängelt, dass die datenlage sehr dünn ist; die hier veröffentlichten zeigen auch nicht unbedingt einen (überlebens-)vorteil, lassen ihn aber erwarten

card
13.02.2014, 13:22
http://www.bloomberg.com/news/2014-02-12/actelion-s-lung-drug-may-face-study-against-gilead-rival.html

aus patientensicht kann ein solcher vergleich doch nur von vorteil sein.

interessant vor allen dingen, dass die warnung vor leberschäden auch bei opsumit entfällt

Ralf
14.02.2014, 08:39
http://hugin.info/131801/R/1761833/596657.pdf

tigerlady2
14.02.2014, 14:00
Hallo

ich werde meinen Prof gleich am 14 März darauf ansprechen.
Das gute Zeug will ich auch.
Gruß
claudia

card
27.04.2014, 04:35
http://jpet.aspetjournals.org/content/early/2014/04/25/jpet.114.214106.short

Ralf
27.04.2014, 09:31
In diesem Artikel steht kurz gesagt drin, was Bosentan in der Leber macht, dass die Leberwerte manchmal eskalieren.
Es wird der Abtransport sog. (engl.) Bile-Salze blockiert, was dann zellschädlich wirkt..
Darauf wurde Macitentan hier untersucht und es wurde in Vitro dann gezeigt, dass diese Blockade bei Macitentan nicht stattfindet.
Anschließend wird auf die Phase III Studie SERPAPHIN verwiesen, in der es ja tatsächlich nicht die Leberprobleme gab, wie bei Bosentan.

Ralf

tigerlady2
28.04.2014, 11:58
Hallo Ralf,
ich würde auch gerne von Bosentan auf Macitentan wechseln wegen meiner Beinödeme.
Die waren auch nicht ganz abeneigt davon. Mal sehen was sie das nächste mal sagen.
Gruß
claudia

Ralf
28.04.2014, 16:30
Hallo Claudia,
es ist ja jetzt nicht so dass es für dich eilt, von Bosentan auf Opsumit umzustellen.
Aber ansprechen würde ich es und eben hören was dein Doc sagt. Und es dann irgendwann ggf. umsetzen.

Es könnte ja evtl. etwas verbessern. Mit den Ödemen hast du ja ein gutes Argument.

LG Ralf

card
21.10.2014, 07:54
als eine der häufigen nebenwirkungen ( mehr als 10% aller patienten ) wird kopfschmerz angeführt.
gibt es hier jemand, der die umstellung auf opsumit deshalb abgebrochen hat ? geht das nach einiger zeit weg ? welche kopfschmerztabletten - ausser paracetamol - nehmt ihr ?

Ralf
21.10.2014, 08:44
Hallo card,

ich hatte nicht die Spur von Kopfschmerzen.

Interessant in dem Zusammenhang:
Offenbar führte die Zugabe von Opsumit zu meinem bisherigen Medikamenten - Mix (20mg Amlodipin, 4x40mg Revatio, 6x5µg Ventavis) dazu, dass ich "überdillatiert" war, so die aktuelle These.
Ich hatte sehr starke Ödeme bekommen, erstmals so, dass auch die Füße anschwollen und durch das Wasser Druck auf die Nerven in den Füßen entstand..
Eine positive Wirkung war auch noch 8 Wochen für mich nicht feststellbar. Meine Leistung brach eher weiter ein..

Prof. Seeger senkte dann das Amlodipin, das Medikament, das mich bisher 18 Jahre lang am Leben gehalten hat, sozusagen. 10 Jahre davon alleine !
Ich reduzierte zunächst auf 15mg (ich mache nie Sprünge, wenn es nicht notfallmäßig geraten ist) und nach ein paar Tagen, die es brauchte, bis sich der Blutspiegel neu eingestellt hatte, ging es mir ungleich besser und die Ödeme waren besser als vor OPsumit, ich war deutlich belastbarer!
Ich reduzierte dann weiter auf 10mg, die vereinbarte Dosis, bekam aber dabei öfter Herzschmerzen, schwitze etwas mehr, fühlte mich weniger belastbar und die Ödeme nahmen wieder zu. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei. (ich gehe da durchaus nach meinem Bauchgefühl).
Dennoch habe ich das ein paar Wochen durchgezogen, um dann in der Ambulanz die Ergebnisse messen zu lassen, weil es ja sinnvoll ist zu sehen was passiert.
Der BNP hat sich halbiert! Meiner Meinung nach ein Zeichen, dass wir da auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig war, wie erwartet, der PAP im Echo etwas höher gegangen. (aber das interessiert mich eh nur am Rande..)
Aber mit 15mg habe ich mich besser gefühlt und so vereinbarten wir, dass ich wieder die 15mg nehme.
Nun warte ich auf die nächste Messung, die dann leider erst im Januar ist. Bin gespannt ob sich dann mein Gefühl bestätigt, dass 15mg für mich optimal sind. Kriterien wären der Gehtest und der BNP, z.B

Das zeigt, dass letztlich das Zusammenspiel der div. Medis wichtig ist und u.U. eine Feinjustierung an einer Stelle sinnvoll ist, die man evtl. vorher nicht erwartete.
Jetzt kann ich schon klar sagen, dass mir Opsumit viel bringt.

Ralf

Grete
04.08.2015, 15:25
Ich hatte ja schon im Chat darüber berichtet.
Ich will es hier auch für die anderen aufschreiben.

Wir waren auf einem Kurztrip und ich hatte dummerweise meine Opsumit vergessen, das sollte natürlich nicht vorkommen. Mir ging es seit Wochen auch nicht sehr gut, war weniger belastbar als sonst, bzw. am Anfang der Einnahme von Opsumit vor ca. 2 Monaten.
Ich hatte nur meine Revatio dabei und wir wollten am nächsten Tag wieder nach Hause.

Mir ging es am nächsten Tag ohne diese Opsumit körperlich besser, am nächsten Tag noch besser. Mir war das echt unheimlich.
Ich ließ sie auch am 3. Tag weg und fühlte mich saugut wie lange nicht mehr.

Ich meldete mich am nächsten Tag bei meinem PH-Arzt und fragte an, wie ich mich weiter verhalten soll.
Er sagte, wenn ich so eine drastische Verbesserung bemerkte und die auch anhält, solle ich nur die Revatio weiter nehmen.
Über die Gründe könne man nur spekulieren.

Ich habe in 4 Wochen dort Termin und alles wird gecheckt werden, volles Programm.

Wollte Euch nur sagen, dass es wohl auch mal anders herum gehen kann. Das soll natürlich keinesfalls eine Empfehlung oder Aufforderung für das Weglassen unserer Medikamente sein. Was das jetzt mit meinem Körper angestellt hat, wird sich erst zeigen. Ich hoffe sehr, dass sich die Werte dadurch nicht verschlechtert haben, besonders die vom Herzilein.
Ich nehme trotzdem ganz brav meinen Sauerstoff.

Ich fühle mich immer noch gut und verfüge über mehr Leistungsfähigkeit.......

Ich werde über den Fortgang berichten.

LG Grete

Alaska
04.08.2015, 23:16
Hallo Grete,
das ist interessant. Aber ganz weglassen?
Wie wäre es denn, die Opsumit-Dosis zu halbieren und dann die Werte und Deine Leistungsfähigkeit beobachten?
Bin mal gespannt, wie Dein Arzt entscheidet.
Bitte berichte!

LG
Alaska

Grete
05.08.2015, 08:22
Hallo Alaska,

ist ja in Absprache mit dem PH Doc geschehen. Bin selbst schon sehr auf das Ergebnis gespannt und hab natürlich auch etwas Sorge um das Ergebnis-
Ist aber nicht mehr so lange hin bis zum Kontrolltermin, darum hat der Doc wahrscheinlich auch so entschieden.

LG Grete

card
05.08.2015, 11:03
hallo grete

wir haben das hier ja schon einige male diskutiert : jede ph-therapie sollte schon jetzt und wird in zukunft vermehrt individuell zugeschnitten sein.

was hältst du davon, ghofrani als einer der wichtigen autoren der seraphin-studie ( meines erachtens auch noch höper, der allerdings nicht teilgenommen hat ) deine erfahrungen , deinen arzt und den weglass-vorschlag per mail zuzusenden und nachzufragen, ob interesse an zukünftigen ergebnissen besteht ?
für dich nochmal zum nachlesen :
http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Product_Information/human/002697/WC500160899.pdf

und hier eine aufschlussreiche präsentation ( hoeper )
http://slideplayer.com/slide/4166294/

Grete
05.08.2015, 12:45
Hallo Card,

vielen Dank für Deine Mühe. Leider wird mir der 2.Link weder vom Google Übersetzer noch von Bling übersetzt. Weißt Du noch eine andere Möglichkeit ?

Ich weiß, dass Opsumit ein vielgelobtes PH Medi ist, ich hab es ja auch nur durch Zufall weggelassen und dadurch eine Verbesserung erfahren.
Auch mein PH Doc sagte mir, jeder Fall liegt anders - und einen Fall Grete kann man halt auch nirgends nachlesen. ( + Diabetes+Crest)
Meine laienhafte Meinung: Vielleicht ist Opsumit noch nicht in Zusammenhang mit Diabetes erforscht ? Es ist doch noch so neu auf dem Markt.

Ich möchte meinen Doc jetzt auch nicht hintergehen und abwarten, was die Untersuchung ergibt.
Ich würde es mit ihm absprechen und mich dann an Ghofrani wenden. Wo finde ich den ?

LG Grete

Grete
05.08.2015, 12:46
....und COPD .....

LG Grete

card
05.08.2015, 13:52
Weißt Du noch eine andere Möglichkeit ?

nicht wirklich... vielleicht helfen ja auch schon die bilder ? erklären sich ja zum grössten teil von selbst...


Ich möchte meinen Doc jetzt auch nicht hintergehen und abwarten, was die Untersuchung ergibt.
Ich würde es mit ihm absprechen und mich dann an Ghofrani wenden. Wo finde ich den

ardeschir.ghofrani@innere.med.uni-giessen.de
hoeper.marius@mh-hannover.de

es geht ja nicht darum, dass die deinen arzt oder seine methoden bewerten sollen, sondern darum, dass sie informationen für spezialfälle bekommen. dein arzt ist spezialist genung um richtig zu entscheiden...

letztens gab es übrigens einen spannenden bericht in der ärztezeitung zu pde-5 und diabetes :
PDE5-Hemmer verringern Mortalitätsrate (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/887363/typ-2-diabetes-pde5-hemmer-verringern-mortalitaetsrate.html?sh=3&h=1354474781)

http://www.aerztezeitung.de/suchen/p-1/sort-3/pde-5.html
ggf musst du dich als studentin anmelden

Grete
05.08.2015, 17:18
Hallo Card,

danke für die Mailanschriften. Will aber erst mit meinem Doc sprechen.

Kann auch keine Bilder öffnen.

Habe mich bei der Ärztezeitung angemeldet und werde das auch meinem Diabetologen vorlegen.

Da bin ja mit meinen Revatio wohl deutlich im Vorteil.

LG Grete

Ralf
05.08.2015, 17:35
Hallo Grete,

ich stimme card zu, dass du deine Beobachtung den Experten schildern solltest und gleich dabei auch ihre Meinung einholen.
Vergiss dabei nicht, Diabetes und COPD zu erwähnen.

Ich habe mir auch noch mal die tollen Links von card angesehen, daher auch jetzt erst mein Posting.

So eine Beobachtung wie du hatte ich mal mit dem Weglassen eines CCB (Diltiazem) gemacht.
Ich war ohne viel fitter als mit und hatte das mal mit Prof. Ghofrani besprochen.
Er meinte dazu, das ist ja klar, weil es auch den systemischen BLutdruck senkt etc, nur würde das Herz das nicht so lange mitmachen und die Prozesse in der Lunge munter weiter ablaufen, wohingegen der CCB sie ja sehr lange in Schach gehalten hatte. (Das war vor den anderen PH-Medis).

Was ich damit sagen möchte, ist dass man zwischen der akuten Wirkung und der Langzeitwirkung (bremsen des Fortschreitens der Krankheit) unterscheiden muss.

Die von card genannten Studien (in der Präsentation) zeigen alle, dass die Kombi aus einem PDE5 - Hemmer (Revatio, Adcirca) und einem ERA (Tracleer, Volibris, Opsumit) langfristig besser wirkt, als eine Monotherapie. Natürlich kann es Ausnahmen geben. Vielleicht bist du eine, vielleicht aber auch nicht.
Evtl. wäre es hilfreich, einen anderen ERA zu probieren. Evtl. Volibris?


Bei COPD gibt es immer die Möglichkeit, dass man sich mit einem PAH-Medikament eher schadet, als nutzt. Das haben ja auch die Studien zu den einzelnen PAH-Medis bei COPD gezeigt. Und deshalb sind sie ja auch noch nicht für COPD zugelassen. Hierin könnte auch der Unterschied in der Wirkung von Revatio (positiv) und Opsumit (kurzfristig betrachtet für dich eher negativ?) liegen.

Da würde sich die Frage stellen, WARUM wirken sie unterschiedlich.

Die SItuation bei COPD ist die, dass es Lungenbereiche gibt, die luftseitig praktisch "ausfallen", da kommt kaum noch Atemluft hin.
Andere gut belüftete Bereiche hingegen werden dringend gebraucht, sind aber vielleicht wg. der PAH-Gefäße nicht optimal genutzt.
Gefäße in schlecht belüftete Bereiche ziehen sich eh über die Reaktion auf Sauerstoffmangel zusammen. Das ist normalerweise sinnvoll, weil so weniger Blut durch diese Bereiche fließt, wo es eh nicht mit Sauerstoff angereichert würde.
Wenn man nun ein PAH-Medikament nimmt, kann es passieren, dass die Gefäße in Bereichen geöffnet werden, die eh kein O2 beisteuern. Und dann fällt der pO2 und die Sättigung ab.
Die Wirkung ist dann natürlich negativ. Da die Medis nicht genau gleich wirken und vielleicht auch unterschiedlich unter hypoxischen Bedingungen, könnte es ja sein, dass dir eins nützt, das andere aber eher nicht. Ist denn deine Sauerstoffsättigung abgefallen?

Die Situation im Körper insgesamt:
Revatio und Opsumit unterscheiden sich deutlich in der Wirkung auf die systemischen Gefäße. In der Lunge mag die Wirkung vergleichsweise sein, in der Wirkung, aber Revatio ist lungenspezifischer, das heißt, es kann - im Gegensatz zu Opsumit - die Lungengefäße deutlich stärker weiten, im Verhältnis zu den Gefäßen im Körperkreislauf.
Opsumit wirkt überall. Das heißt aber auch, dass es den BLutdruck stärker senken könnte, als Revatio. Und evtl. spielt hier dein Diabetes rein, der ja allen Gefäßen im Körper Stress macht. Kann es sein, dass einfach der systemische Blutdruck mit Opsumit stärker gesunken ist?

Bei allem, was ich jetzt geschrieben habe, handelt es sich um die gefäßerweiternde Wirkung der Medis, aber nicht um deren Anteil an der relativen Stabilisierung des Krankheitsfortschritts.

Was jetzt in deinem Fall richtig ist, kannst du nur mit deinem Arzt zusammen abschätzen.
Ich würde mir dazu aber durchaus die Expertenmeinung einholen.


LG Ralf

Grete
05.08.2015, 19:03
Hallo Ralf,

erst einmal wieder ein Dankeschön.

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich bis vor ca. 2 Monaten zusätzlich zum Revatio auch Tracleer für ca. 1 1/2 Jahre genommen habe. Ich hatte bei der letzten Untersuchung einen ganz schönen Leistungseinbruch, darum wurde Tracleer durch Opsumit ersetzt.

Mein Blutdruck war immer normal, so 120:80 , o2 Sättigung ist runtergegangen auf 90-91 in Ruhe, ist jetzt wieder so bei 94-95 - jeweils ohne Sauerstoff, mit 2 bis 3 höher.

Merkwürdigerweise habe ich morgens nach dem Aufstehen ohne überhaupt irgendwelche Medis eingenommen zu haben, die beste Sauerstoffsättigung vom ganzen Tag. ((auch wieder ohne Sauerstoffzufuhr )

Ist es denn für mich so ein großes Risiko noch 5 Wochen zu warten , um das alles abzuchecken was es gebracht hat ?
Vielleicht brauche ich nicht die volle Dröhnung an Medis, das könnte man doch auf diese Weise am besten austesten.
Ich habe mir doch ausdrücklich das ok geholt . Ich bin jetzt echt verunsichert.
Wenn es wirklich ein Risiko für mich ist, schreibe ich an Prof. Ghofrani. Muss nur erst meine Gedanken dazu sortieren. Ist bei der Hitze nicht einfach.

LG Grete

Ralf
05.08.2015, 20:18
Hallo Grete,

dass du ohne MEdis die beste Sauerstoffsättigung hast, ist eigentlich klar, bei COPD.
Aber leider ist das kein Weg, weil dann die PH galloppiert und das Herz schlapp macht.
Durch die PAH-Medis werden bei COPD immer Pfade geöffnet, die durch Bereiche führen, die nicht zur Sauerstoffsättigung beitragen. Dadurch kommt mehr verbrauchtes BLut durch die Lunge (an der Luft vorbei). Das ist der Preis der PAH-Therapie, allgemein auch bei IPAH, aber besonders bei COPD. Leider ist ohne keine Lösung.

Besprich dich einfach mit deinem beh. Arzt über die Optionen.
Wurde auch mal Daxas angesprochen? Daxas ist ein PDE4-Hemmer und speziell für COPD-Therapie zugelassen.
Allerdings ist der Start von Daxas ein paar Wochen lang oftmals etwas "holprig" bis hin zu Depression und Suizidalität.
Danach kann es aber bei COPD ein gutes Medi sein. Eigentlich aktuell das einzige, das wirklich an der COPD arbeitet und nicht nur an den Syptomen.
Einfach mal diskutieren. Ich schätze dich so ein, dass du einen Start wagen und durchstehen kannst, und dass du selbst und dein Mann da schon auf dich aufpassen.
Aber das musst du selbst beurteilen.

LG Ralf

wuffel
06.08.2015, 08:07
Kurze Beobachtung dazu:

Als ich 2013 nach DIagnose sofort Revatio bekam, fühlte ich mich subjektiv besser....zwei Monate später kam Tracleer dazu und ich fühlte mich subjektiv schlechter. Interessanterweise waren aber alle messbaren Werte im Echo und im RHK besser geworden....

Grete
06.08.2015, 15:42
Hallo Ihr lieben " Sich-Sorgen-Machende ",

.... alles wieder auf Anfang ...

Heute Morgen ist das eingetreten, was wohl eintreten sollte/musste: Meine Allererste Synkope.

Habe es gerade noch bis aufs Sofa geschafft- und platsch da lag die dicke Grete auf der Seite. Zwar nur ein paar Sekunden, aber für mich beängstigend, das will ich möglichst nicht wieder haben.
Männe hatte gar nichts mitbekommen, er war in der Küche. Erst als ich ihn bat mir doch ein kaltes Glas Wasser zu bringen hat er es geschnallt.

Ich habe mich gleich an meinen PH Doc gewandt, er sagte, das ist eine typische Komplikation der nicht/unzureichend therapierten PH. Ab sofort
wieder zusätzlich zu Revatio auch Opsumit einnehmen.

Gegen ein Hinzuziehen bzw. Zweitmeinung von Ghofrani hat er überhaupt nichts einzuwenden, im Gegenteil. Auf alle Befunde und Dokumente aus ihrem Haus kann
jederzeit zugegriffen werden. Das empfand ich als eine sehr nette Geste.

LG Grete, wieder fit

wuffel
06.08.2015, 17:11
Och Gretchen ;-) , was machst Du denn für Sachen???


Wie kam es denn genau dazu?


Es kann auch schlicht am Wetter liegen...zu wenig getrunken...zu viel Diuretika....zuuu heiß....


Also fein laaaangsam!!!

frfr
06.08.2015, 18:36
Oh Grete,

lass das unbedingt abklären, denn nicht immer ist ein Sofa da. Ich weiß wovon ich rede.

Gute Besserung und ganz liebe Grüße
Frank

Ralf
06.08.2015, 19:02
Hallo Grete,

evtl. doch wieder Opsumit oder ein anderer ERA?
Unbedingt die Therapie erweitern lassen.
Bedenke bitte, dass Opsumit erst nach gut 1 Woche aus dem Körper raus ist. Bis dahin hast du eh noch was gehabt.
Opsumit (oder die anderen ERA) haben noche inen Vorteil vor Revatio: Sie bilden eine Grundversorgung 24h am Tag.
Revatio entfacht eher Strohfeuer, die dich zwar ein paar Stunden fitter machen, dann aber verpufft sind.
Dann stehst du u.U. ohne da. Vor allem auch morgens nach dem Schlafen..
Allein schon von daher ist ein Mix mit einem langwirkenden Medikament, bei den ERA vor allem Volibris und Opsumit, sehr sinnvoll.
Evtl. kann man ja an der Dosis drehen?

LG Ralf

Grete
06.08.2015, 19:15
Hallo Ralf,

ja - nehme ab heute wieder Opsumit in Absprache mit Doc dazu, werde 3 Tage erst einmal eine halbe nehmen und dann erst ein ganze.
Danke !

LG Grete

Grete
06.08.2015, 19:19
Hallo Frank,

wird wohl am Weglassen der ERA gelegen haben, alles ist wieder gut. Werfe ab heute wieder die kleinen Dinger ein.
Synkopen haben ja viele PHler, für mich war es eine ganz neue Erfahrung, die ich aber nicht mehr brauche.
Warst Du am Wochenende bei der Kaisermania ? Hab Dich im Fernsehen nicht gesehen.

LG Grete

Grete
06.08.2015, 19:19
Hallo Wuffel,

hab Dir ne PN geschickt.

LG Grete

frfr
07.08.2015, 17:30
Hallo Grete,

morgen ist wieder Kaisermania am Elbufer, da wollen wir mal hin. Karten haben wir keine, aber wir setzen uns nebenan auf die Wiese, da hört man genauso gut. Ich bin kein R. Kaiser Fan, aber die Stimmung ist ganz toll.

LG Frank

Grete
08.08.2015, 11:57
Hallo Frank,

na, dann viel Spaß bei R.K. heute und nicht vergessen : Ausreichend trinken !!!! ( Wasser natürlich )

LG Grete

Dietmar
09.08.2015, 18:02
Hallo Frank!

Ich mag Roland Kaisers Musik auch nicht - aber es ist schon erstaunlich und auch etwas bewundernswert -
Wie er als Lungentransplantierter immer noch "performt".
Ich hoffe Ihr hattet viel Spaß.

LG Dietmar

frfr
09.08.2015, 20:17
Ja, dass ist wirklich bewundernswert. Übrigens haben wir umgeplant. Es war schlichtweg zu heiss und kein Schatten.
Ich möchte nicht wissen, wie oft die Sanis zum Einsatz kamen.
Es war schade, aber so vernünftig muss man wohl sein.

LG Frank

card
05.09.2015, 13:39
http://medcraveonline.com/PPIJ/PPIJ-02-00035.pdf

juppimann48
29.09.2015, 16:51
Hallo.

Ich habe mal eine Frage zu Nebenwirkungen bei Opsumit.
Seit Montag, 21.9.15 nehme ich Opsumit ( Verschrieben Uniklink Gießen, Dr. Gall nach einem stationären Aufenthalt)

In der Zeit vom 3.4.15 - 25.9.15 habe ich wegen der bei mir festgestellten PAH Sildenafil genommen, die mir aber in keinster Weise geholfen haben.

Bisher habe ich das neue Medikament sehr gut vertragen, jedoch habe ich seit 2 Tagen heftiges Jucken insbesonders an den Beinen.

In der Beschreibungung des Medikamentes steht bei Nebenwirkungen u.a. ach Hautjucken.

Hat jemand damit Erfahrungen gemacht?

Butterfly
29.09.2015, 21:01
Hallo Juppimann,

diese Nebenwirkung von Opsumit kenne ich nicht.

Was du machen könntest, wäre die Bestimmung der Leber- und Nierenwerte durch eine Blutuntersuchung. Das kann auch dein Hausarztes veranlassen.

Ansonsten würde ich das Hautjucken in Gießen ansprechen bzw. eine E-Mail schicken.

Ralf
29.09.2015, 21:37
Hallo Juppimann,
diese NW hatte ich auch nicht. Aber halte sie im Auge. Wenn es schlimmer wird, oder gar rot etc. dann rufe Dr. Gall an.
Ich hatte mal wegen einer Unverträglichkeit mit einem anderen Medikamente eine sog. Nesselsucht ohne sichtbare Hautveränderungen und ohne die sonst typischen Nesselbläschen. Nesselsucht ist eine Nervenendendenentzündung, die durch Gift, Kreuzallergien etc. hervorgerufen könnte. Es juckte wie Nadelstiche.
Das Medikament war übrigens Diltiazem, das ich vorher 10 Jahre lang problemlos genommen hatte.
Der Umstieg auf einen vergleichbaren Wirkstoff (Amlodipin) behob das Problem.

Im Zweifel auch mal zum Hautarzt.

Ich will dir jetzt keine Angst machen, aber wenn die BEine regelrecht blutig und werden sollte und ggf. die Haut aufplatzen..dann ist Not am Mann und sofort in Gießen anrufen, ggf. absetzen.
Ich schreibe das, weil vor gaaanz langer Zeit eine PH-Patientin im Schweizer Forum sowas hatte, nach Tracleer - Start. Das wurde dann auch publiziert. sie war da offenbar gegen was allergisch und da ging die Post ab. Wollen wir mal nicht bei dir hoffen. Evtl. einfach nur mal UREA-Creme nehmen. Falls nicht genug, zum Hautarzt! Sie bekam die Beine nicht mehr in Ordnung, weigerte sich noch irgendein Medikament zu nehmen und starb dann.. Das war noch bevor Tracleer zugelassen wurde, in der Testphase. Sie hatte mir Fotos von ihren Beinen geschickt. Echt...kein schöner Anblick. Aber, wie gesagt. Vermutlich harmlos, man sollte es aber wissen, damit man reagieren kann!

LG Ralf

juppimann48
30.09.2015, 16:01
@Butterfly und Ralf

Erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Habe bereit heute mit Dr. Gall telefoniert.

Diese Nebenwirkung kann durchaus von Opsumit verursacht worden sein.

Da ich aber auch noch ein paar andere Medis, die ebenfalls Juckreiz der Haut verursachen können, werde ich diese zuerst mal absetzen lassen bzw. gegen andere austauschen.

Sollte das alles nicht helfen, so müßte man eventuell an Opsumit ran.

@Butterfly

Die Leberwerte werden 14 tägig bei meinem HA gemessen und an die UKGM übermittelt.

tigerlady2
02.10.2015, 12:36
Hallo
ich nehm OPsumit jetzt seit 14 Tagen. Ich bin immer noch zufrieden. Hatte jetzt drei Tage Fieber. Kann aber eine Erkältung sein. Jucken hab ich auch leichtes. Das nehm ich nicht ganz so ernst. Hatte das bei Tracleer auch manchmal.
Ich werde am Dienstag mal Blutwerte nehmen lassen.
Ach ja das Adempass nehm ich 2 mal 2,0 mg . Das glabt bis jetzt super
Claudia