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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutgerinnungshemmer : aktueller Sachstand -- Wissensammlung



card
07.06.2013, 13:00
hier der hinweis auf zwei websites (in english ) , die den aktuellen sachstand der antikoagulation verfolgen. abstracts sind jeweils einsehbar, relevanz für lungenhochdruck-betroffene ergibt sich aus den überschriften. eine bitte : falls jemand zugang zu volltexten aus den auflistungen hat , bitte hier verlinken. zweite bitte : diesen thread bitte als reine wissenssammlung benutzen und zum posten eigener erfahrungen/smalltalk eigene threads eröffnen.

1: http://www.new-anticoagulants.com/

New Oral Anticoagulants in the Treatment of Pulmonary Embolism: Efficacy, Bleeding Risk, and Monitoring
http://www.hindawi.com/journals/thromb/2013/973710/

speziell Xarelto (Rivaroxaban )
http://download.journals.elsevierhealth.com/pdfs/journals/0149-2918/PIIS0149291812006716.pdf



2: http://www.new-antiplatelets.com/

card
12.07.2013, 20:41
bitte diesen thread weiter als wissenssammlung betrachten und nicht "verwässern"

hier ein in-vivo vergleich diverser "verdünner":
http://cardiovascres.oxfordjournals.org/content/92/1/159.full

angeregt wird zum schluss eine vergleichsstudie warfarin vs FXa-inhibitor. falls jemand eine solche studie findet, bitte unten im thread anhängen

card
21.11.2013, 21:45
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1310669

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1311386

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1311388

bitte comments beachten!

card
27.11.2013, 21:40
unbedingt beachten :

The20 mg tablet has an absolute bioavailability of approximately 66% under fasting conditions, which could result in a potential risk of inadequate anticoagulation with XARELTO therapy
.
Coadministration of XARELTO with food can approximately increase the mean AUC by 39% and
Cmax by 76% in both the 15mg and 20mg strengths.


XARELTO 15mg and 20mg tablets should be taken orally once daily with the evening meal to reduce the potential risk of decreased efficacy of therapy


eventuell zusätzlich unter rote hand unter hinweis auf unterbrechungslose fortführung der anticoagulation:

http://www.fda.gov/downloads/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProvi ders/UCM295405.pdf

card
24.04.2014, 05:11
http://www.spitalpharmazie-basel.ch/pdf/NMH-Leitfaden.pdf

Ralf
24.04.2014, 06:27
Querverweis: http://www.phev.de/forum/showthread.php?3699-Thrombin-vermittelte-Aktivierung-des-Akt-Signalings-tr%E4gt-zu-PAH-Remodeling-bei

card
27.04.2014, 04:31
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0828282X14002827

There is no randomized evidence to support the use of oral anticoagulation in PAH....urgent need of pragmatic randomized evidence to definitely answer....

nach literaturanalyse komemn die autoren zum schluss, dass studienergebnisse die wahrscheinlichkeit positiver effekte der OAK unterstuetzen, dass es aber keine randomisierte (auswahl der ergebnisse durch zufallsprinzip und nicht vom forscher danach ausgewaehlt, wie es in die studie passt ) evidenz ( unwiderlegbare ergebnisse ) fuer den nutzen von oraler antikoagulation gibt

card
03.05.2014, 10:39
liest sich gut , verringerte blutungsneigung

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S135964461400155X

moki
10.05.2014, 11:52
USA: Zulassung für neuartigen Gerinnungshemmer

In den USA hat der Gerinnungshemmer Vorapaxar eine Zulassung bekommen.
Er ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Thrombozyten-Aggregations-Hemmern. Vorapaxar wirkt als Antagonist des Protease-aktivierten Rezeptor-1 (PAR-1), der auf Thrombozyten zu finden ist.
Sein natürlicher Agonist ist Thrombin. Der PAR-1-Antagonist Vorapaxar hemmt somit die Thrombin-induzierte Aggregation von Blutplättchen.
Die Zulassung in der EU ist beantragt.

Vorapaxar (Zontivity® von MSD) ist zugelassen für Patienten mit Herzinfarkt oder Blockaden in den Beinarterien, bei denen der Blutfluss wiederhergestellt werden muss. Der Arzneistoff soll das Risiko für einen weiteren Herzinfarkt, Schlaganfälle und kardiovaskulären Tod reduzieren.
In der Zulassungsstudie mit mehr als 25.000 Patienten über einen Beobachtungszeitraum von drei Jahren senkte Vorapaxar in Kombination mit ASS und Clopidogrel dieses Risiko von 9,5 auf 7,9 Prozent im Vergleich zur bisherigen Standardbehandlung plus Placebo.

Wie andere Gerinnungshemmer erhöht Vorapaxar das Risiko für Blutungen, auch solche mit Todesfolge.
Daher trägt die Packung der Tabletten eine sogenannte „Boxed Warning“. Der Patient erhält zudem eine Broschüre zu korrektem Gebrauch und Sicherheitsaspekten.

Vorapaxar ist kontraindiziert für Patienten, die bereits einen Schlaganfall, eine transiente ischämische Attacke (TIA) oder Hirnblutung hatten, da hier das Blutungsrisiko zu groß ist. (db)

moki
22.05.2014, 14:16
Dabigatran: Gegenüber Warfarin überwiegen die Vorteile

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2014_05_20/NL&id=52252

moki
29.05.2014, 18:20
Neues Wirkprinzip gegen Thrombosen

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2014_05_28/NL&id=52461

moki
29.05.2014, 18:22
Rivaroxaban: Mehr Todesfälle, aber keine Neubewertung

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2014_05_28/NL&id=52453

moki
16.06.2014, 17:29
Dabigatran: Neue Indikationen für den Thrombinhemmer
" ... Der direkte Thrombininhibitor kann jetzt auch zur Therapie sowie zur Sekundärprophylaxe von Rückfällen bei tiefer Beinvenenthrombose (DVT) und Lungenembolie (PE) eingesetzt werden. ..."

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2014_06_16/NL&id=52684

Ralf
16.06.2014, 18:35
Hallo moki,
das ist ja eine sehr wichtige Meldung für die CTEPH-FRaktion und ich denke, dass sich das auch für IPAH "hinbiegen" lassen dürfte, da es ja dort auch ein PE - Risiko gibt.

Danke für den Link!

LG Ralf

Ralf
19.11.2014, 11:38
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25405178

Analyse aus dem COMPERA-Register:

Wirksam bei IPAH, nicht bei anderen Formen der PAH.
Bei systemischer Sklerose sogar u.U. gefährlich.

card
21.11.2014, 11:19
"gegenmittel" zu Faktor Xa- Inhibitoren

https://www.phev.de/forum/showthread.php?4544-PER977-neutralisiert-die-Antikoagulationswirkung-von-Faktor-Xa-inhibitoren-%28-NOACs%29&p=22795#post22795

card
21.11.2014, 18:23
http://www.rosenfluh.ch/rosenfluh/articles/download/6303/Management_der_Pulmonalembolie__Empfehlungen_zu_de n_NOAC.pdf

Grete
21.11.2014, 19:48
Interessant den D-Dimer Wert mal zu erfahren. Meiner lag bei 500, darum wohl keine Marcumar-Verordnung.

card
13.12.2014, 11:35
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1443950614008105

Our results suggest that MPV and PDW were elevated in patients with IPAH. They could partly reflect disease severity, but did not predict prognosis
die marker mpv ( mittleres plättchenvolumen ) und pdw ( plätchenverteilung ) zeigen zwar die schwere der IPAH, habenaber keinen vorhersagewert

Ralf
13.12.2014, 13:47
Beide Werte lassen sich - wenn denn möglich - durch aggressivere Therapie und/oder Therapie eines mögl. Eisenmangels meist in den Normbereich bringen.

wuffel
13.12.2014, 19:24
Yepp, kann ich bestätigen

moki
11.02.2015, 15:04
Orale Antikoagulanzien
Wissenswertes zu den Oldies

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2015_02_11/NL&id=56388

moki
27.04.2015, 17:36
Gerinnungshemmer: Edoxaban zur Zulassung empfohlen

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2015_04_27/NL&id=57614

card
10.07.2015, 13:54
aus dem nachbarpost zur publikation der italienischen patientenorganisation :

ab seite 20 berichtet Dottoressa Gaia Mazzanti über neue therapiealgorithmen und geht dann in seite 22 auf antikoagulation ( im lichte der registerinformationen ) ein :

Di conseguenza nelle nuove LINEE GUIDA probabilmente verrà introdotto un approccio più individualizzato alla terapia anticoagulante orale con un minor grado di raccomandazione.

grob ( und frei ) übersetzt : als konsequenz ( der registerergebnisse ) werden die neuen leitlinien möglicherweise eine stärker individualisierte herangehensweise bei der antikoagulation einführen bei gleichzeitiger herabsetzung des empfehlungsgrades.

Ralf
10.07.2015, 14:32
Vielen Dank card,

ich nehme seit nun gut 1 Jahr kein Marcumar mehr.
Es hat sich bisher kein Unterschied gezeigt und auch keine negativen Ereignisse.
In den 5 Jahren davor hatte ich allerdings auch nur einen INR von 1,3-1,6. ALso sehr niedrig anti-coaguliert, mit Marcumar.
Davor hatte ich einen INR-Zielwert von 2,0-2,5, den ich aber meist zwischen 1,9 und 2,2 halten konnte.

Mehr ging bei mir nicht, wg. Morbus Osler (HHT), einer Gefäßerkrankung, die zu Blutungsneigung führt.

Interessanterweise machte es bei mir aber keinerlei Unterschied ob ich das Marcumar mit 1,5 INR nahm oder nicht, was das HHT-bedingte Nasenbluten angeht.
Allerdings habe ich bei stärkerem Bluten eh immer sehr frühzeitig tamponiert und so war es eh egal ob das Blut nun schneller oder langsamer koagulierte.
Auf andere Blutverluste im Körper hatte es keinen Einfluss, das Marcumar abzusetzen.
Wohl gemerkt bei einem INR von nur noch 1,4-1,5.

Nur zur Info,

Ralf

card
10.07.2015, 15:12
hallo ralf
in der benannten veröffentlichung werden ja die studien COMPERA, REVEAL und SERAPHIN in hinblick auf anticoagulation besprochen. compera ist das europäische register mit klarer aussage zu verbessertem überleben mit oaks, reveal als grösstes register findet keine eindeutigen zusammenhänge und jetzt - für mich neu oder ich habe es falsch verstanden : ...SERAPHIN....vi è invece una tendenza alla diminuzione degli eventi clinici e quindi a una migliore prognosi nei pazienti senza terapia anticoagulante, also eine bessere prognose bei seraphin ( opsumit ) ohne anticoagulantien
ok,alles bezieht sich auf ipah und mazzanti ist im team von galie, der ohnehin nicht 100%überzeugt war...

Dietmar
10.07.2015, 20:59
Ich denke, wenn die Art der PH CTEPH ist und man aus genetischen Gründen zur Thrombophilie neigt,
sollte (und darf) man auf keinen Fall auf Blutgerinnungshemmer verzichten!

LG Dietmar

card
10.07.2015, 21:14
Ich denke, wenn die Art der PH CTEPH ist und man aus genetischen Gründen zur Thrombophilie neigt,
sollte (und darf) man auf keinen Fall auf Blutgerinnungshemmer verzichten!LG Dietmar

ja, das ist so.

die zitate beziehen sich auf ipah und ich wüsste schon gerne, ob sich eine änderung mit einführung von opsumit ergeben hat, wie die aussage von dr.mazzanti andeutet. eigentlich ist ja dann der grossteil der foristen betroffen. zur erinnerung : die compera daten mit eindeutiger aussage zur positiven auswirkung von oak - oraler antikoagulation - sind grösstenteils in der vor-opsumit-zeit erhoben

Dietmar
11.07.2015, 06:47
Hallo Card!
Danke für die nähere Erläuterung. Jetzt habe ich es auch verstanden.
LG Dietmar

moki
22.07.2015, 18:58
Neuer Gerinnungshemmer: Einfach einmal täglich

Mit Edoxaban kommt demnächst der vierte Vertreter der oralen Antikoagulanzien (NOAK) auf den deutschen Markt.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2015_07_22/NL&id=58968

card
12.11.2015, 14:19
https://www.phev.de/forum/showthread.php?5750-Antikoagulation-mit-Wafarin-kein-%28signifikanter%29-%DCberlebensvorteil-bei-IPAH

https://www.phev.de/forum/showthread.php?5799-%DCberlebensvorteil-durch-Antikoagulation-bei-IPAH

moki
26.11.2015, 18:26
Blutgerinnung: Dabigatran-Antidot ist zugelassen


Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat Idarucizumab (Praxbind®) zur raschen und spezifischen Aufhebung der Dabigatran-induzierten Gerinnungshemmung zugelassen.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?newsletter=2015_11_26/NL&id=61034

moki
12.12.2015, 13:32
Danke card, ich kopiere das hier mal rein:

https://www.phev.de/forum/images/icons/icon1.png Gastrointestinale Blutungen : Vergleich Warfarin/Rivaroxaban
http://content.onlinejacc.org/articl...&resultClick=3 (http://content.onlinejacc.org/article.aspx?articleid=2472843&resultClick=3)

zwar etwas erhöhte starke blutungen bei xarelto im durchschnitt , aber geringere tödliche zwischenfälle im vergleich zu warfarin

moki
02.01.2017, 11:29
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/blutgerinnungshemmer-sollen-infarkte-vorbeugen-sind-aber-selbst-gefaehrlich-14579566.html


Blutgerinnungshemmer Im Notfall sehr bedenklich Patienten nehmen immer öfter Mittel, die die Blutgerinnung hemmen. Das soll Infarkten vorbeugen. Chirurgen stellt das aber im Notfall vor ernste Probleme.

moki
07.05.2018, 16:15
In den USA ist vergangene Woche das lang ersehnte Antidot für die Faktor-Xa-Inhibitoren Rivaroxaban und Apixaban zugelassen worden. Damit steht nun auch für die Faktor-Xa-Inhibitoren ein Antidot zur Verfügung. Idarucizumab, das die Wirkung des Thrombininhibitors Dabigatran (Praxdaxa®) aufhebt, ist bereits seit 2015 in Europa und den USA zugelassen.https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/05/07/xarelto-antidot-in-den-usa-zugelassen

moki
25.01.2019, 16:58
Warum es unter NOAK mehr Magen-Darm-Blutungen gibt
Direkte orale Antikoagulantien oder Vitamin-K-Antagonisten – welche Substanzklasse ist vorteilhafter?

Hier geht es neben der Wirksamkeit natürlich auch um die Sicherheit, vor allem um das Blutungsrisiko.
So scheinen unter den neueren Substanzen Rivaroxaban und Co. zwar mehr gastrointestinale Blutungen als Nebenwirkung aufzutreten, Phenprocoumon scheint jedoch kritischer zu sein, was die intrakraniellen Blutungen betrifft.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/01/22/warum-es-unter-noak-mehr-magen-darm-blutungen-gibt/chapter:1

Kanari-MK
10.02.2019, 18:51
SICHERHEITSDATEN /
NOAK-Vergleich im Auftrag der EMA

Nachdem die EMA das Abstract einer NOAK-Vergleichsstudie veröffentlichte, ließ die Reaktion von Bayer nicht lange auf sich warten.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/02/08/noak-vergleich-im-auftrag-der-ema-bayer-bezieht-stellung


Am vergangenen Mittwoch erschien auf der EMA-Website das Abstract einer vergleichenden Datenbankanalyse, bei der es um Sicherheitsaspekte geht: Dr. Helga Gardarsdottir von der Universität Utrecht hatte im Auftrag der EMA acht Datenbanken unter anderem Blutungsdaten zu den NOAK Dabigatran (Pradaxa®), Rivaroxaban (Xarelto®) und Apixaban (Eliquis®) ausgewertet (DAZ.online berichtete).

Hier geht es zum Abstract/PDF:
http://www.encepp.eu/encepp/openAttachment/studyResult/27892

moki
12.02.2019, 18:34
DOAK



Große Unterschiede beim Blutungsrisiko




Eine noch nicht veröffentlichte Studie im Auftrag der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zeigt große Unterschiede beim Blutungsrisiko unter den verschiedenen direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK).
Die Auswertung sogenannter Real-World-Daten aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien und Spanien ergab aber auch, dass Kontraindikationen und Warnhinweise oft nicht beachtet werden.
Wie beides zusammenhängt, will die EMA nun prüfen.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/grosse-unterschiede-beim-blutungsrisiko/

moki
20.02.2019, 14:49
Andexanet alfa stoppt schwere Blutungen
Schwere Blutungen infolge einer Einnahme der Faktor-Xa-Inhibitoren Apixaban und Rivaroxaban können mithilfe des Antidots Andexanet alfa bei den meisten Betroffenen schnell gestoppt werden. Das zeigen die Endergebnisse der offenen Studie ANNEXA-4, die aktuell im Fachmagazin »New England Journal of Medicine« veröffentlicht wurden.


Andexanet alfa (Andexxa®, Portola Pharmaceuticals) ist seit Mai vergangenes Jahres in den USA zugelassen. Es ist indiziert bei mit Rivaroxaban (Xarelto®) und Apixaban (Eliquis®) behandelten Patienten, bei denen aufgrund von lebensbedrohlichen oder unkontrollierten Blutungen eine rasche Aufhebung der Antikoagulation notwendig ist. Für Europa wird die Zulassung in diesem Jahr erwartet.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/andexanet-alfa-stoppt-schwere-blutungen/

moki
04.03.2019, 10:28
Beschleunigte Zulassung für Antidot



Bei seiner letzten Sitzung in London hat sich der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) für eine beschleunigte Zulassung für Andexanet alfa (Ondexxya®) ausgesprochen.
Das teilte die Behörde am Freitag, den 1.3.19 mit.



Blutungen können bei Patienten unter Gerinnungshemmern schnell zum Notfall werden.
Das neue Antidot Andexanet alfa hebt die Wirkung der Faktor-Xa-Hemmer auf.


Der Ausschuss weist jedoch darauf hin, dass die Datenlage lückenhaft ist. So sei Andexanet alfa etwa bisher nicht bei der Einnahme von Faktor-Xa-Inhibitoren vor chirurgischen Eingriffen erprobt. Darüber hinaus sieht die EMA den Nutzen für Patienten, die andere Gerinnungshemmer als Apixaban und Rivaroxaban erhalten, als unzureichend belegt an. Sie fordert den Hersteller auf, weitere Daten zu liefern, die zudem die Höhe der empfohlenen Dosis bestätigen sowie die Gefahr einer Gerinnselbildung nach der Anwendung des Medikaments in den Blick nehmen.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/beschleunigte-zulassung-fuer-antidot/

moki
07.03.2019, 18:54
Bei Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) lässt sich die Einstellung durch Selbstmanagement optimieren.


In den Zulassungsstudien der nicht Vitamin-K-abhängigen oralen Gerinnungshemmer (NOAK) seien die Patienten der Kontrollgruppen mit dem VKA Warfarin jedoch nur zu 55 bis 64 Prozent der Zeit im empfohlenen Bereich einer International Normalized Ratio (INR) von 2,0 bis 3,0 gewesen, kritisierte die Internistin.
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/982165/vka-therapie-hier-patient-gefragt.html?wt_mc=nl.upd.AEZ_NL_NEWSLETTER.2019-03-01.Herz-Gef%C3%A4%C3%9Fkrankheiten.x

moki
25.03.2019, 18:03
Die EMA hat eine vorbehaltliche Zulassungsempfehlung für das Antidot Andexanet alfa gegen Apixaban und Rivaroxaban gegeben (siehe #40).
Den klinischen Nutzen diskutiert PD Dr. Nikolaus Sarafoff.

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907702?nlid=128990_3081&src=WNL_mdplsnews_190325_MSCPEDIT_DE&uac=292953DN&faf=1

moki
09.04.2019, 16:43
Thromboseprophylaxe


Rivaroxaban als neuer Standard




In nur acht Jahren entwickelte Bayer einen neuen Gerinnungshemmer, der im Jahr 2008 einen Meilenstein in der Vorbeugung lebensgefährlicher Thrombosen setzte.
Rivaroxaban (Xarelto®) erhielt für sein innovatives Wirkprinzip noch im gleichen Jahr den PZ-Innovationspreis.

Rivaroxaban war der erste direkte Faktor-Xa-Inhibitor.
Er inhibiert selektiv und reversibel *sowohl freien als auch im Prothrombinasekomplex gebundenen Faktor Xa.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/rivaroxaban-als-neuer-standard/

moki
07.05.2019, 14:21
Andexanet alfa, das erste spezifische Antidot zur raschen Aufhebung der gerinnungshemmenden Wirkung von Faktor-Xa-Hemmern, ist von der Europäischen Kommission in der EU zugelassen worden.
Die Markteinführung in Deutschland sei in der zweiten Jahreshälfte 2019 geplant, teilt der Hersteller mit.

https://www.kardiologie.org/kardiologische-notfaelle/antikoagulation-rasch-stoppen--erstes-antidot-gegen-faktor-xa-he/16702402

moki
21.05.2019, 17:02
Rote-Hand-Brief: Kein Xarelto bei Antiphospholipid-Syndrom
Neue Studienergebnisse lassen die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) sowie die Zulassungsinhaber von Apixaban (Eliquis®), Dabigatran (Pradaxa®), Edoxaban (Lixiana®) und Rivaroxaban (Xarelto®) das Patientenkollektiv der direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) eingrenzen: „Die Anwendung von DOAK bei Patienten mit der Autoimmunerkrankung APS wird nicht empfohlen“, erklärt die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) aktuell in einem Rote-Hand-Brief.
Eine multizentrische Untersuchung fand, dass für Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom (APS) und einer Thrombose in der Vorgeschichte die Anwendung von Rivaroxaban im Vergleich zu Warfarin mit einem erhöhten Risiko für rezidivierende thrombotische Ereignisse assoziiert ist.




https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/05/21/kein-xarelto-bei-antiphospholipid-syndrom

moki
12.07.2019, 13:01
Xarelto für Kinder - Bayer will Zulassungserweiterung für Rivaroxaban

Bayer will Rivaroxaban auch für Kinder mit venösen Thromboembolien zulassen. Xarelto wäre das erste NOAK mit pädiatrischer Indikation und soll sodann auch als orale Suspension auf den Markt kommen. Bislang kommen bei kindlichen Thrombosen Heparine und Vitamin-K-Antagonisten zum Einsatz – die jedoch injiziert werden müssen oder ein hohes Monitoring und Wechselwirkungspotenzial mit sich bringen. Warum wählte Bayer ein Open-Label-Studiendesign?

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/07/09/xarelto-fuer-kinder?fbclid=IwAR1-0dQbq5EWPwtlujibdFqZ6628RfJDkIvMwa8p6avFqnvpWMKDTw BHhKM

moki
30.07.2019, 15:35
Niereninsuffizienz und Gerinnungshemmung – DOAK oder Vitamin-K-Antagonist?
Aktuelle Analyse liefert Daten

Studien mit mehr als 34.000 Patienten analysiertFür die aktuelle Analyse führte das Team eine Suche in den Datenbanken Medline, Embase und Cochrane sowie ClinicalTrials.gov durch, um randomisierte kontrollierte Studien mit DOAK und Vitamin-K-Antagonisten für jede Indikation bei Patienten mit CKD zu identifizieren.
Die Suche ergab 45 Studien mit 34.082 Patienten, „von denen nur acht Studien Patienten mit ESRD (n = 685) hatten“, stellen die Autoren des Editorials fest. 7 der Studien bewerteten Vitamin-K-Antagonisten zur Vorbeugung von Dialyse-Zugangsthrombosen und eine Studie untersuchte die Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten auf hämostatische Faktoren.
In die Analyse einbezogen wurden Patienten, die eine Antikoagulation erhielten aufgrund von Vorhofflimmern (11 Studien), zur Thromboseprophylaxe (6 Studien), zur Prävention von Dialyse-Zugangsthrombosen (8 Studien) und Patienten, die andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Vorhofflimmern aufwiesen (9 Studien).
Alle außer den 8 Studien mit ESRD-Patienten schlossen Teilnehmer mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als 20 ml/min oder mit einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate von weniger als 15 ml/min/1,73 m2 aus.
Die Studien sollten bis Februar 2019 veröffentlicht worden sein und mussten Wirksamkeit oder Blutungsergebnisse dokumentieren.


https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4908068?nlid=130830_3122&src=WNL_topwk_190728_MSCPEDIT_DE&uac=292953DN&faf=1#vp_1

moki
01.10.2019, 08:33
Faktor-Xa-Hemmer: Erstes Antidot auf dem Markt

Mit Andexanet alfa (Ondexxya® 200 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, Portola) steht ab sofort ein spezifisches Antidot gegen die Faktor-Xa-Hemmer Apixaban und Rivaroxaban zur Verfügung.
Der direkte Thrombinhemmer Dabigatran kann mit dieser Option in Form von Idarucizumab bereits seit 2016 punkten.


Andexanet alfa ist ein modifiziertes humanes Faktor-Xa-Molekül, das selbst keinen Einfluss auf die Blutgerinnung hat. Es stellt eine Art Köder für Rivaroxaban und Apixaban dar, die daran binden. Einmal an Andexanet alfa gebunden, können die Wirkstoffe nicht mehr an den nativen Faktor Xa binden und ihn folglich auch nicht mehr hemmen. Die natürliche Gerinnungskaskade wird dadurch wiederhergestellt.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/erstes-antidot-auf-dem-markt/?utm_source=E-Mail&utm_medium=Newsletter&utm_campaign=TDT-30-09-2019