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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spargel zum entwässern



tigerlady2
20.04.2012, 19:29
Hallo,
Ich hatte am Mittwoch ein Pfund Spargel gegessen. Dann lag ich für einige Stunen flach. Aber dafür hatte ich fast ein Kilo Wasser verloren.
Aus den Schalen hatte ich mir noch eine Suppe gemacht.
War echt lecker, aber vielleicht etwas zu viel.
Nun werd ich das nächste mal etwas ´weniger essen. Ich dachte an alle die mit Wasser in den Beinen zu tun haben wär das ein Anstoss, Denn Tabletten nehmen wir ja eh schon genug.
Wie ist eure Erahrung damit?
l.g.
claudia

Seerose
20.04.2012, 19:44
Hallo Claudia,
gute Idee mit leckerem Spargel einpaar Pfunde Wasser verlieren.
Wie kochst du die Suppe(Rezept)?

Hmm, vielleicht sollte man die Wassertabl. weggelassen. Ein Versuch ist es wert.

Lg Manuela

moki
20.04.2012, 20:14
Hallo,
dass Spargel entwässert ist ja in der Naturheilkunde bekannt.
Diese Wirkung liegt an der Asparaginsäure, die auch für den "markanten" Geruch beim entwässern zuständig ist.
Ich habe mehrere Jahre nur mit pflanzlichen Mitteln entwässert, u. a. Aparagus-P Tabletten.
Leider hat das irgendwann nicht mehr ausgereicht und jetzt nehme ich auch zwei "normale" Diuretika.
Aber in der Spargel-Saison kann man diesen Effekt natürlich mit leckeren frischen Spargelgerichten unterstützen :-)

Ralf
21.04.2012, 15:12
Ich war am Mittwoch in meiner Heimat und habe dort auch gleich Spargel direkt vom Feld gekauft. Yummy, definitiv eine gute Art zu entwässern und definitiv die leckerste.
Auf dem Weg zu meinen Eltern fuhr ich durch Felder mit hunderten Erntearbeitern rechts und links der Straße. Und Erdbeere zum Nachrisch wuchsen da auch, waren aber noch nicht ganz reif..
...nächstes Mal dann beides :)
Es war interessant, wie sie mit der Farbe der Folie auch die Erntezeit steuern. Einige Felder hatten schwarze Folien, andere transparente und wieder andere weiße Folien.

LG Ralf

Ralf
21.04.2012, 15:54
Noch eine Anmerkung zum Spargel:

Spargel steigert die Harnsäure. Wer also eh schon eine sehr hohe Harnsäure hat (was bei vielen PH-Patienten der Fall ist), sollte vorsichtig sein.
Es kann schlimmstenfalls zu einem Gichtanfall kommen, das wird dann sehr schmerzhaft. Also nicht übertreiben!

Aber auch kein Grund zur Panik, ich habe selbst erhöhte Harnsäure (ca. 8-9) und kann es nicht lassen auch mal Spargel zu essen. Ich trinke halt ordentlich hinterher und übertreife es nicht mit der Häufigkeit, obwohl ich mich reinsetzen könnte, oder drin baden (Suppe, yummy).

Ein Arzt hat mal zu mir gesagt: "Man muss mit so einer Krankheit auch die richtige Ballance zwischen Lebensqualität und -quantität (Dauer) finden." Recht hat er. :)
Ich bin der Überzeugung, dass das Mehr an Lebensqualität (wenn man die Kirche im Dorf lässt) dann auch wieder auf anderen Wegen auch die Quantität positiv beeinflusst.

Und Julius Robert Oppenheimer, einer der Erfinder der Atombombe in Los Alamos, wo die Wissenschaftler wegen der Geheimhaltung mehr oder weniger im Käfig gehalten wurden, hat mal gesagt:
"Man kann Freiheit so weit schützen, bis nichts mehr von ihr übrig ist."

Das lässt sich auf das Leben auch übertragen: Man kann das Leben auch so sehr schützen, bis nichts mehr von ihm übrig ist. Also von der Lebensqualität.

Kurz: Es Lebe der Spargel mit neuen Kartoffeln ordentlich Sauce Hollandaise und einem guten frischen Weißwein. Auf die Leber, äh das Leben! :)


Ralf

Hier steht übrigens noch etwas zu den Schattenseiten des Spargels: (ERST NACH DER SAISON LESEN!)
http://www.welt.de/gesundheit/article2012056/Spargel-hat-auch-seine-Schattenseiten.html

vsl
22.04.2012, 13:03
Ja, Spargelzeit!
Im Leipziger Umland gibt es viele Fluren mit Sandböden, bestens geeignet für guten Bleichspargel (den weißen). Und was gab es wohl heute zu Mittag, und weswegen liege ich hier faul herum? Genau Spargel. Das gefährlichste am Spargel ist m.E. das, was drauf kommt. Bei uns traditionell braun Butter mit Semmelbröseln, davon soviel, wie die Galle verträgt und dazu einfach Weißbrot mit Lachs und/oder Schinken. Weil: Der Spargelgeschmack kommt erst mit (viel) gutem Fett zur vollen Geltung, da geht nix über. Die Spargelbrühe gibt es meist abends als Eierflockensuppe mit Nudeleinlage oder als Cremesuppe. Auch blankes Spargelwasser ist kalt durchaus lecker. Ich bin ein Freund der "Spargelkur". Und entwässend (angeblich auch blutreinigend und entgiftend) wirkt Spargel wahrlich. Nur bei starker Gicht, Nierenerkrankungen u.s.w. sollte man eher weniger als 1 kg/Person u. Mahlzeit verputzen.

Ralf
22.04.2012, 17:18
Hallo vsl,
das klingt ja auch lecker, auch wenn ich mir braune Butter auf Spargel nicht so richtig vorstellen kann. In der Sauce Hollandaise oder auch der vereinfachten Variante mit angedickter Spargelsuppe legiert mit ienem Eigelb, ist ja die Butter nur ein besser versteckt. Stimmt Spargel 100kcal die ganze Portion, und dann kommt die Sauce dazu...
Den Sud gibt es bei mir auch immer als Suppe. Eierflocken klingt auch gut. Ich mache sie gebunden und ggf. mit etwas Creme Fraiche (schon wieder das Fett)..und tue gern Estragon rein. Dann ist der Spargelgeschmack nicth mehr pur, aber den puren hatte ich ja mittags schon.

Ralf
22.04.2012, 17:30
Heute gab es bei uns gebratenen grünen Spargel und 2-min Ravioli (ich hatte Tomate-Mozzarella). Das Ganze war in 10-12 min fertig.
Ich stelle mir vor, dass auch Pilzravioli oder Spinatravioli passen würden. Oder Torellini ...

Dazu einen Topf mit Salzwasser für die Ravioli aufsetzen.
Den Spargel nur im unteren Drittel schälen. Dann Schräg (45°) in 5-6mm dicke Scheiben schneiden.
Die Köpfe übriglassen.

Den Spargel dann in mildem Olivenöl oder geklärter Butter anbraten, bis der "Biss" stimmt, mit ein wenig (!) Weißwein löschen, salzen pfeffern.
Gleichzeitig die Ravioli und die Spargelspitzen 2min in dem inzwischen kochenden Wasser kochen, abgießen und etwas Öl oder Butter drüber.
Ravioli und Spargelspitzen zu dem Spargel in die Pfanne, rühren und sofort auf die Teller.

Ralf

Maxine
23.04.2012, 08:48
Mit der Harnsäure stimmt!Eins der wenigen Gemüse welches Purine enthält.
Meine Ärztin meinte,wenn ich ein grosser Spargelesser sei, müsse man die Gerinnungswerte im Auge behalten,er habe hohen Einfluß darauf,leider enthält er viel Vitamin K.
Öfter als alle 10-14 Tage solle ich ihn nicht essen.
Aber vermutlcih wisst ihr das schon;-)

tigerlady2
23.04.2012, 12:31
Spargelsupperezept.

Also die Schalen vom Spargel kochen. Dann eine helle einbrenne machen. (Butter schmelzen und mit Mehl verrühren.). Dann mit dem Spargelsud aufgießen. Etwas Salz nicht viel. Am Schluss ein Schuss Sahne fertig essen. Geht also ganz einfach.
Ihr könnt somit aus einer Mahlzeit zwei machen.
Hab gar nicht gedacht dass man da aufpassen muss.
Ich esse ihn ja nicht jeden Tag.
Also geht schon.

moki
24.04.2012, 13:02
Hallo Katrin,

nimmst Du Kalziumantagonisten?
Falls ja, dann solltest Du keine Pampelmusen (Grapefruit) essen oder den Saft trinken.
Bei den anderen PH-Medis habe ich noch nichts über Wechselwirkungen diesbezüglich gelesen oder gehört.

LG Monika

vsl
24.04.2012, 20:47
Das Pampelmusensaft (Grapefruit) eine wirkverstärkende Auswirkung u.a. auf Calciumkanalblocker hat, soll ja angeblich in Studien erwiesen worden sein. Ich persönlich spühre das nicht wirklich. Ich wollte es (eigenmächtig) als Dilzem-Verstärker nutzen. Klappt zumindest bei mir nicht, oder ich habe noch nicht den richtigen Saft gefunden. Was definitiv spürbar wirkt, ist Koffein in größeren Mengen. Diverse Energydrinks muss ich im Übermaß meiden, da ich danach oft spüre, dass das aufs Herz geht.
Ich vertraue weniger irgendwelchen Studien sondern oft einfach den persönlichen Empfindungen.
Sollte man halt vorsichtig beim Genuß von Pampelmusen bzw. Pampelmusensaft sein und nicht gleich einen 1/2 Liter zusammen mit der CCB-Tablette einnehmen. Ein Glas oder eine Pampelmuse irgendwann zwischendurch hat bestimmt noch keinen umgehauen, zumindest habe ich davon nichts gelesen.

Ruth
25.04.2012, 16:26
Hallo ,

hab noch eine Frage bezüglich des Spargels.Habe gestern Mittag 1Pfund Spargel mit Hollandes-Soße gegessen.Nach ca.5 Stunden bekam ich starke Schmerzen

bzw.Stiche im Herzen ,die bis heute Morgen anhielten.Bin dann zum Interisten.EKG war in Ordnung.Er meinte,die Soße sei zu schwer gewesen,zu viel Fett.

Er meinte es könnten auch Blähungen sein.Die Brustschmerzen sind nun besser.Soll morgen noch zur Blutabnahme.

Hat von euch jemand das auch schon mal gehabt?

Liebe Grüße

Ruth

Ralf
25.04.2012, 20:30
Hallo Ruth,

Es gibt es wohl tatsächlich, dass ein geblähter Darm einen Druck auf das Hezrausüben kann den man dann als schmerzhaft wahrnimmt. Wie das heißt, hab ich vergessen.
Evtl. hast du auch durch den Spargel zu stark (zusätzlich zu den Diuretika) entwässert und zu wenig zum Ausgleich getrunken?
Wenn ich zu sehr austrockne, merke ich mein Herz auch schonmal, zum Glück kommt das bei mir sehr selten vor. Dann trinke ich was (so 1/2 L oder so) und dann ist es meist wieder gut.

Ich denke nicht, dass die Soße so ein Riesenproblem war eher dann wohl doch Blähungen von der Soße/dem Ei.

Ralf

hub29
04.05.2012, 22:39
Hi,

gilt das mit mit der Grapefruit auch für Zitronen und Orangen?

Viele Grüße,

Martin

moki
05.05.2012, 08:19
Guten Morgen Martin,

nein, Zitronen und Orangen beeinflussen den Abbau des Wirkstoffes nicht.
Bei der Grapefruit ist es wohl der Bitterstoff der den Abbau des CCB in der Leber hemmt.
Deshalb kann es dann zu einer Wirkungsverstärkung kommen und das ist der Grund, warum unter einer Dauerbehandlung Grapefruit(saft) nicht konsumiert werden sollte.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende :-)
Monika

Ralf
05.05.2012, 14:27
Hallo VvT und Hub,

Moki hat ja schon das meiste geschrieben.
Ich möchte noch ergänzen, dass die den Abbau hämmende Wirkung von Grapefruit auf ener Konkurrenz um ein bestimmtes Leberenzym basiert, welches auch zum Abbau viele Medikamente, nicht nur von CCBs verwendet wird. Auch viele andere Medikamente nutzten dieses Enzym, daher ist generell Vorsicht bei Grapefruit beboten.

Was die CCBs angeht, ist es so, dass die Wirkung von Grapefruitsaft sehr gut untersucht ist und vor allem bei einigen sehr alten Medikamenten der ersten Generation zu Konzentrationserhöhungen bis zum 3-fachen (!) führen konnten, was natürlich dann lebensgefährtlich sein konnte. Für Diltiazem und Amlodipin besteht diese Wirkung praktisch (fast) gar nicht mehr. Aus der Erinnerung, hab mich mal vor Jahren damit befasst), kann es bei Diltiazem um eine minimale Steigerung von <30% kommen, aber das auch nicht bei allen Menschen. (Müsste ich nochmal nachlesen).

Ich selbst nehme daher selten Grapefruitsaft zu mir, habe auch auch immer mal wieder ein Glas getrunken und keine Probleme bekommen.

Ein Tipp noch: Wenn ihr in der Apotheke eure Medikamente auf Wechselwirkungen checken lasst, wird auch ausgegeben, auf welche Meids ggf. durch Grapefruit beeinflusst werden.

Ralf

Ralf
05.05.2012, 18:27
Hier wurde einiges zu Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Lebensmitteln geschrieben:

http://www.lungenhochdruck.ch/php/news1.php?aktion=detail&id=208

LG Ralf