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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : umgang mit der Ph manchmal schwer



ginchen
15.04.2012, 21:17
hallo,
ich war vor sehr langer zeit mal hier und habe mich hier informiert über die erkrankung ph!
Ich bin 25 jahre alt und habe sie seit 2009 bzw wurde sie dort festgestellt nach Jahren wo ich echt viele andere Erkrankungen haben sollte(grauer Star,epelepsie,herzinfarkte,depressionen,psyche probleme usw)
ich habe irgendwie diese zeit für schlimm empfunden,hatte das gefühl das mich keiner ernst nimmt oder versteht=(
nun werde ich in gießen an der uni behandelt.
bekomme ravation 2-2-2
aldactone 1-0-0
tracler 1-0-1
und marcumar inr 1,5-2,5
und nun bekomme ich ein kortison spray es wird asthma vermutet.

ich lebe eigentlich ganz gut mit der erkrankung manchmal fühl ich mich damit aber alleine,ich rede nicht gern mit meiner Familie oder Freund über meine Gefühle die meiner Erkrankung betreffen. Verusche eigentlich immer stark zu sein für sie und sage immer es geht mir gut!

Manchmal schäme ich mich richtig um Hilfe zu bitten wenn ich sie bräuchte wie im Haushalt,oder beim einkaufen, oder das ich beim treppen steigen pausen bräuchte,oder sogar beim spatzieren gehen=(

ich schäme mich auch das ich beim schlafen manchmal nach luft ziehe und es dann ziemlich laut ist.

Ich weiss nicht kennt jemand dieses Gefühl???

dann immer wieder der gleiche stress mit den Ämtern weil die einfach nicht verstehen was ich habe=((

ich habe auch sehr große Angst wenn es um das thema herzkatheter geht=(( da bekomme ich immer sofort Panik und könnte auf der stelle anfangen zu weinen so gross ist meine Angst=((

wovor ich auch angst habe ist das ich irgendwann vlt mal ein Sauersatoff gerät bräuchte und dann von meinem Freund verlassen werden könnte, das beschäftigt mich echt viel diese angst dann nicht mehr atraktiv zu sein

durch meine erkrankung habe ich 30 kg zugenommen und bekomme diese Kilos leider nicht mehr weg=((
das frustriert mich sehr,macht mich traurig, fühle mich unatraktiv und auch nicht wohl=)
hat da jemand eine Idee wie ich es hinbekommen könnte=))???

durch meine einschränkungen habe ich viele "Freunde" verloren irgendwie fühl ich mich dann ausgeschlossen

hat einer auch solche sorgen oder empfindet so ähnlich??

was ich auch auf dem Herzen habe ist das Thema Partnerschaft=)
mein Partner geht eigent sehr gut damit um, nur reden wir sehr selten über dieses Thema da er meistens dann traurig wird und weinen könnte, da ich das nicht möchte das er wegen mir traurig ist rede ich einfach so gut es geht nicht über die erkrankung! Aber mich würde schon manchmal interssieren was er wirklich fühlt,denkt,oder seine ängste erfahren.
ich trau mich einfach nicht meine ängste mal auszusprechen,ich versuche diese dann immer zu unterdrücken, und wenn ich allein bin dann weine ich schon mal!
ich habe grosse angst das mein partner seine wünsche wegen mir nicht erfüllt wie auswandern oder reisen die ich nicht schaffen würde. Oder andere Träume.
Manchmal überlege ich dann ob er ohne mich dann besser dran wäre um sich die träume zu erfüllen,ein leben ohne diese sorgen um mich! Ich weiss das er mich liebt! Ich liebe ihn auch und das sehr sogar darum will ich nur das beste für ihn!!
kennt einer dieses Gefühl??wie kann ich ihn Lieben ohne ihn einzuschränken??

ich würde mich über antworten freuen

Gina

tigerlady2
15.04.2012, 22:16
Hallo ginchen,
ja ich kenne deine ängste zu sehr.
Ich fühle mich auch oft ausgestossen.
Meine ängste kennt eigendlich keiner,weil ich sie nicht zu lasse. Nicht mal ich weiß wovor ich mehr angst habe. Ich fühle mich sehr oft einsam.
Mein Partner hat so viel Hobbies die er alle ausführt und ich bin zu Hause. Er stresst sich schon, wenn er wegen einer seiner Hobbies nicht in die sauna gehen kann. Ich könnte ihn dafür oft auslachen, denn ich muss auf fast alles was mir spaß machen würde verzichten.
Ich weine auch heimlich. Oft fahre ich aufs Feld um mit Gott zu reden. Warum muss ich das haben. Ich hatte doch bis jetzt nur meine Kinder erzogen.
Jetzt wollte ich leben. Warum werde ich so bestraft. Ja das sind mein ängste.
Wenn mein Freund mit seinen Freunden zusammen ist dann vergisst er oft dass ich das eine oder andere nicht machen kann. Ich könnte dann weinen muss aber gute mine zum bösen Spiel machen.
Ich fühle mich dann sehr verlassen.
Also wie du siehst haben wir alle mit solchen Bedingungen zu kämpfen.
Lieben Gruß
claudia

Ralf
15.04.2012, 23:09
Hallo Ginchen,
erstmal möchte ich dir sagen, zu lesen, dass es dir PH-seitig soweit gut geht, was man so unter gut versteht!
Wiederlesen macht Freude :)

Ja, selbstverständlich kennen wir wohl alle solche Ängste. Ich versuche mal im Einzelnen darauf einzugehen.

Insgesamt habe ich mir aber einen anderen Umgang mit der Krankheit angewöhnt als du beschreibst.
Ich gehe weitgehend offen mit meiner Krankheit um, alle Freunde wissen bescheid, nicht im Detail aber genug um das ernst zu nehmen. Und wer mehr wissen möchte kann gern fragen und bekommt eine Antwort.
Auf Dauer halte ich das für gesünder als zu versuchen, sich anzupassen. Denn das geht ersten eh nicht in vollem Umfang; weil man früher oder später doch passen muss, an Treppen oder am Berg. Und außerdem wenn man sich über die Maßen anstrengt schädigt man sich selbst. Als drittes sehe ich da auch früher oder später psychische Probleme, wenn man sich da so verstellt.
Daher wäre mein persönlich Rat eher mehr Offenheit im Umgang und ruhig mal den Mund aufmachen, wenn es zuviel ist.

Bezüglich deines Freundes würde ich dir dazu raten, offener mit ihm zu sein und mehr zu sprechen. Das soll nicht heißen, dass ihr jeden Tag und immer nur über deine Krankheit sprechen müsst. Aber es wäre doch schade, wenn du mit ihm einsam bist, dann kannst du ja fast auch gleich alleine einsam sein.

Hast du mal wegen deiner doch sehr starken Gewichtszunahme mit den Ärzten in Gießen gesprochen? Sind bei dir die Diuretika gut eingestellt? Falls das der Fall ist und du aus anderen Gründen (Essen und zu wenig Bewegung) zugenommen haben solltest, frage dich doch mal ob das nicht auch mit dem zusammenhängen könnte, was du oben beschreibst...zuviel mit dir selbst ausmachen, anderen Gefallen wollen, etc..

Zum Gewicht habe ich auch einen Tipp, habe nämlich selbst Gewichtsprobleme: Im letzten Jahr habe ich an der Uni Bochum an einer Studie teilgenommen. Sie heißt "Interbed" und du kannst sie googlen. Wird an div. Unsi angeboten.
Bei dieser Studie handelt es sich um eine Verhaltenstherapeutische Behandlung zur Verhinderung von Essanfällen, sog. Binch-Eating. (Du kannst ja mal googlen, was das ist). Das war nämlich mein Problem. Und im Zuge dieses Programms, habe ich gute 6kg abgenommen. Das ist zwar noch längst nicht genug, aber ein guter ANfang. Habe gerade wieder angefangen, nach der Methode weiter zu machen.
Das Gute an der Studie ist, dass sie dir nicht mit irgendwelchen Diäten kommen, sondern eben viel zum Nachdenken über das Essverhalten anregen, und eben Strategien anbieten, das zu verbessern. Ich halte das für sehr gut.
Da es eine Studie ist, werden 2 Gruppen gebildet. Die eine Gruppe hat 1x pro Woche einen Termin mit einem Verhaltenstherapeuten, die andere Gruppe macht das Ganze Online am PC und wird per E-Mail betreut. Ich war in der 2. Gruppe.
Auch wenn du nicht in eine solche Studie kannst, wäre es sicher eine Übergegung wert, zu versuchen, das Gewicht verhaltenstherapeutisch zu bearbeiten und auch gleich mit einem Therapeuten über deine Ängste zu sprechen.

Jede Körperzelle braucht zum Leben...Sauerstoff. Der muss rangeschafft werden. Jede Zelle will außerdem getragen werden...
Sauerstoff und Kraft sind ein knappes Gut mit PH, also könn(t)en wir einiges für uns tun, wenn wir die unnötigen Fellzellen loswürden.
Ich schreibe könnten, weil es verdammt schwer ist. Es würde sich aber definitiv lohnen.

Was die "Freunde" angeht, hat sich der sog. Freundeskreis wohl bei uns allen mit der Krankheit mal mehr mal weniger reduziert. Was übrig bleibt sind die ECHTEN Freunde.
Und die sind mir eigentlich mehr Wert, als die Masse. Das mag sich vielleicht mit 25 anders anfühlen, aber es läuft darauf hinaus.

Wegen Katheder:
Ich bin auch in Gießen in Behandlung und hatte dort schon mehrere Kathederuntersuchungen. Es gab noch nie ein Problem und gerade in Gießen (und anderen großen PH-Zentren genauso) sind sie so routiniert, dass du dir da kein so großen Sorgen machen musst. Vor allem auch nicht, weil du noch jung bist. In die Statistik der Risiken der Kathederuntersuchung gehen auch viele Untersuchungen an alten und sehr alten Menschen ein. Und deren Gefäße sind nicht mehr so elastisch wie deine und sie können eben auch Ablagerungen (Plaques) haben, die dann durch den Katheder losgelöst werden etc. ) Das passiert z.B. bei einem jungen Menschen eher nicht. Daher mach dir wegen der Kathederuntersuchungen keinen Kopf. Wichtiger ist, dass du gut eingestellt wirst und es dir gut geht.

Wegen des Schlafens, "nach Luft ziehen".
Hängt das mit deinem Asthma zusammen?
WUrde in Gießen mal eine nächtliche Sauerstoffmessung oder eine Nacht im Schlaflabor gemacht?
Einige Patienten mit schwerer PAH (bis zu 50%) bekomme eine nächtliche Atemregulationsstörung. Oder du hast eine sog. obstruktive Schlafapnoe, wo die Atmung mechanisch blockiert, wegen Schnarchen oder Asthma..
Die bewirkt, dass die Atmung "schwingt". Man pendelt zwischen zu tief und zu schnell und dann wieder zu flach und zu langsam.
Das kann man aber behandeln. Erzähle einfach mal deinem Arzt, dass du nachts nach Luft ziehen musst..


Stress mit den Ämtern:

Ja da kann wohl jeder hier ein Lied von singen. Leider hilft da alles nichts, immer dranbleiben. Wenn möglich eine Rechtschutzversicherung abschließen oder billiger in den VDK gehen, da ist die Rechtsberatung sozusagen inklusive.
Und bei allen Anträgen, wie Versorungsamt oder auch Rentenanträgen kann es auch nichts schaden, vorher mal mit der Geschäftsstelle des PHeV zu sprechen, VORHER wie gesagt. Aber zur Not auch nachher noch. Da liegen einfach viele Erfahrungen anderer vor.

Hast du gerade konkrete Probleme mit den "Ämtern"?
Können wir dir vielleicht helfen?


Nachmal zu den Einschränkungen:
Mit 25 will man ja nicht gerade Rollstuhl oder Krankenfahrzeuge fahren.
Aber was hältst du von einem Elektroroller. Schau dir mal den "Tante Paula Ferdinand 2" an.
Der verschafft einem ein unglaubliches Maß an Mobilität innerhalb der Stadt auch auf ca. 10km Radius. (20-25km Reichweite mit dem besseren Akku).
Man darf das Teil ohne Helm fahren. Darf auf Fahrradwege! Als Behinderter auch in die Fußgängerzone, falls du aG als Merkzeichen hast.
Aber auch so wird sicher jeder Verständnis haben, wenn du deinen Ausweis zeigst und sagst dass du vorsichtig fährst und sonst nicht da hin kommst.
Auf jeden Fall könntest du mit dem Teil bei allen Fahrrad- und zu Fuß-Aktivitäten teilnehmen. ODer auch wenn andere Rollerbladen oder so.
Und es sieht halt nicht behindert aus. :)


Wegen Allein mit der KRankheit nochmal:
Ich habe leider auch oft genug die Erfahrung gemacht, dass ein Nichtbetroffener das nicht wirklich verstehen kann.
Aber du hast ja UNS!
Hier versteht dich jede(r)!
Wir allen haben die gleichen Probleme, Sorgen und Ängste. Komm doch einfach öfter mal "vorbei"!

Also hoffentlich bis bald,

LG Ralf

(Diagnose mit 30, jetzt 46)

Seerose
16.04.2012, 01:55
Hallo Gina,
deine Zeilen haben mich sehr berührt. Es erinnert mich sehr an meine erste Zeit mit der Diagnose PH.
Diese Verdammten Ängste wie soll es weitergehen kann ich so gut verstehen.

Ich weiß nicht wie viele Nächte und Tage ich geweint habe, die erste Zeit immer heimlich und alleine.
Auch heute passiert es mir immer noch sehr oft das ich ziemlich hadere mit meinem Schicksal. Ich habe aber gelernt mich auszudrücken und zu sagen mir geht es heute nicht so gut.
Mein Freund versteht mich dann auch viel besser wenn ich ihm ehrlich sage wie ich mich fühle.
Das war sehr schwer für mich zu zeigen das ich auch oft schwach bin aber mein Freund kann seitdem viel besser mit mir umgehen.
Und in solchen Momenten tut es einfach gut seine Liebe und sein Vertrauen zu spüren.

Es ist sehr wichtig das du mit eins zwei Menschen reden kannst, versuch das unbedingt...rede mit deinen Freund und verstell dich nicht, damit tust du dir nur noch mehr weh.
Du musst nicht alleine sein!!

Übrigens habe ich auch diese Probleme um Hilfe zu bitten,hab mich bis heute noch nicht daran gewöhnt das ich einiges nicht mehr schaffe.
Ich muss dazu sagen das mir mein Freund das bitten um Hilfe sehr oft abnimmt, er organisiert mir fast alles an Hilfe.
Er ist nur am Wochenende zu Hause weil er zur See fährt.

Freunde? hmm hab ich überhaupt noch welche? eher nicht.
Meine Tochter und mein Freund sind die engsten Vertrauten, der Rest fragt zwar mal nach mir aber sonst kommt nicht viel, eigentlich nichts.

Ich versuche damit umzugehen, es ist schwer aber was bringt mir falsches Mitleid.

Noch mal zur Partnerschaft, rede mit deinem Freund wie du schreibst liebt ihr euch und du wirst sehen wenn du offener wirst ihm gegenüber geht es euch beiden besser.
Ich lasse meinen Freund seine Hobbys die ich nicht mitmachen kann, es gibt ja auch noch einiges was wir gemeinsam machen können.

Ich hab mir ein E-Bike gekauft und überlege mir auch noch einen E-Roller zu kaufen, das gibt mir ein Gefühl von Freiheit wenn der Wind um meine Nase weht*grins und ich fühle mich dann gar nicht mehr krank.

Wenn es mit dem Reden nicht gleich klappt, schreib einfach alles auf. Das hilft auch etwas.

Und schau öfters mal ins Forum, dort sind Menschen die dich verstehen!!!

Alles Liebe für dich und deinen Partner wünscht Manuela

Zum Thema Herzkatheter: ich hab auch immer Angst obwohl es nichtmal weh tut, ich lass mir einpaar Tropfen geben die mich etwas beruhigen und sage das ich Angst habe,
die Ärzte sind dann besonders einfühlsam.

Ich nehme im Moment nur Nachts Sauerstoff und das stört überhaupt nicht, darum solltest du dir weniger Sorgen machen vorallem wenn es dir dadurch besser geht.

Mit dem Gewicht hab ich auch Probleme und es ist ziemlich schwer die verdammten Kilos wieder weg zubekommen. Ich bin im Moment bei 6Kilo weniger, es ist jeden Tag ein Kampf.

Mahalbia
16.04.2012, 09:56
Hallo!
Auch mich hat dein Bericht betroffen gemacht und mich stark an die Probleme erinnert die ich hatte ( teilweise noch habe)
Ich bin alleinerziehend mit einer 15 jährigen Tochter und habe niemanden, dem ich mich betreffs der Krankheit anvertrauen kann.......außer den lieben Menschen hier im Forum natürlich.
Meinen Freundeskreis habe ich durch die Krankheit verloren und meine Familie( die die noch da sind) können oder wollen mich nicht verstehen.
Lange Zeit habe ich, ich würde es schon fast Depressionen nennen, gehabt, bis ich mich aufgerafft habe und bin die Probleme angegangen.
Ich habe mir professionrelle Hilfe geholt, sprich ich habe mich in die Hände einer Psychotherapeutin begeben und das war wirklich das Beste was ich machen konnte.
Dort habe ich die Möglichkeit mir alle Ängste, Sorgen und auch mal den Frust von der Seele zu reden, ja und sie gibt mir Tips und hilft mir im Alltag mit allem umzugehen.

Vielleicht solltest du das mal für dich andenken.

Ansonsten bin ich eher offen mit meiner Erkrankung umgegangen, denn ich denke, du tust niemandem einen Gefallen, auch nicht deinem Partner , wenn du darüber schweigst.
Ihr müßt darüber reden, denn nur so könnt ihr euch verstehen.
NEIN, ich habe nicht gesagt, das es immer einfach ist, aber ich denke es hilft.
Vor allem hilft es den Partner besser zu verstehen.

ja und das mit dem Gewicht kenne ich auch.....allerdings schleppe ich das schon seit längerer zeit mit mir rum.
Auf Grund einer Autoimmunerkrankung bekam ich hochdosiert Cortison und nahm im Laufe der Zeit 35 kg zu.........die ich heute immer noch bekämpfe.
Du darfst dir keine zu großen Ziele setzen und vor allem keine Wunder erwarten.......
Immer psoitiv denken....sei froh, das es dir momentan soweit ganz gut geht......und gehe deine Probleme in kleinen Schritten an und in einem Tempo das dir gut tut.

Ich drücke dir die Daumen, das sich alles positiv entwickelt.
Hey, und hier im Forum ist immer jemand da,d er ein paar aufbauende Worte für dich hat :-)
Schliesslich sitzen wir doch alle im selben Boot.

Lieben Gruß
Heike

ginchen
16.04.2012, 11:16
hallo Claudia=)
als bestrafung sehe ich das nicht und fragen tu ich mich nicht warum warum ich das habe=)
ich finde wir sollten einen weg finden damit umzugehen und es anzunehmen was wir haben=))
wenn du magst kannst du mir gern mal schreiben wenn du lange weile hast=))
hallo Manuela,
danke für deine lieben worte=) habe ich mich sehr drüber gefreut=)
Fühlst du dich nicht manchmal einsam ohne freunde?? also ich fühl mich schon manchmal einsam=( mit freunden redet man ja anders als mit familie oder partner=)
ja ich würde meinem partner nie seine hobbies verbieten habe einfach nur angst das er sie wegen mir aufgeben könnte oder würde=( hallo Heike=)
danke dir auch für deine lieben Worte=)
Hallo Heike
ich war in psychotherapie und es hat mir viel geholfen und auch gut getan nur leider sind die sitzungen ausgelaufen und die krankenkasse hat diese fortsetzung nicht mehr genehmigt=(( ich merke sehr oft das ich eine neue therapie bräuchte aber einen neuen therapeuten zu finden wo man nicht 1 jahr auf der Warteliste steht ist garnicht mal so einfach=( ich steh bei vielen auf der Liste https://www.phev.de/forum/images/misc/progress.gif


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ginchen
16.04.2012, 11:27
hallo ralf,
schön wieder von dir zu hören=) haben ganz am anfang sehr oft geschrieben bis ich dann nicht wieder kam

also ich versuche schon offen mit der Erkrankung zu sein aber irgendwie schaffe ich das halt nicht immer=( aber arbeiten tu ich dran=))

mit meinem freund ist einfach das gefühl ich würde ihn vlt damit belasten oder er kann mich nicht verstehen aber einsam bin ich nicht mit ihm=)

mit meiner zunahme kann giesse nix anfangen und sagt einfach immer abnehmen dann=( das höre ich schon seit 2009
ich sage immer wieder das ich im Bauch glaube ich wasser ansammel manchmal wiege ich 3 bis kg mehr und am nächsten tag wenn ich oft auf der toilette war ist das gewicht wieder normal=) wenn ich das gefühl mit wasser habe dann bekomme ich schlechter luft ich sehe schwanger aus und pass nicht meine kleidung, wenn es weg ist dann seh ich übergewichtig aus und pass wieder in meine kleidung

Seerose
16.04.2012, 11:57
Hallo Gina,
klar bin ich ziemlich oft einsam aber umso mehr genieße ich die Zeit mit meinem Freund.
Deinem Freund die Hobbys zu verbieten wäre auch der falsche Weg und wie gesagt es gibt noch so vieles was man gemeinsam machen kann.
Jeder Mensch braucht seine Freiräume.
Mein Freund hatte schon überlegt die Seefahrerei an den Nagel zu hängen aber damit war ich nicht einverstanden. Er liebt seinen Beruf über alles.
Das würde ich ihm niemals nehmen wollen, ich glaube er wäre dann total unglücklich.


Eine Psychotherapie möchte ich auch in Anspruch nehmen, nur die Wartezeit ist ewig lang. Hier im Norden sieht es mit Psychotherapeuten sehr mager aus.

So nun wünsche ich dir noch einen super schönen sonnigen Tag, Manuela

Ralf
16.04.2012, 14:10
Hallo Ginchen, gegen Bauchwasser hilft Aldactone eigentlich ganz gut. Und ich habe den Eindruck, dass die in Gießen gut wissen, wieviele und welche Diuretika (Wassertabletten) richtig sind.
Falls du Beinödeme hast, zeige unbedingt auch deine Knöchel wenn du in der Ambulanz bist, bzw. sprich es an.

LG Ralf

Schnattchen
16.04.2012, 17:51
Hallo Ginchen,

herzlich Willkommen zurück. Viele Punkte wurden ja schon angesprochen, so dass ich vielleicht gar nicht sooo viel Neues beitragen kann....

Mit 25 hast du schon ganz schön viele Herausforderungen erfolgreich gemeistert. Und ich bin zuversichtlich, dass die PH jetzt die nächste Herausforderung ist, die erfolgreich meistern wirst! Und wenn du mal nicht weiter weißt... hier findest du "offene Ohren".

Wie ist denn jetzt der Stand mit den Diagnosen? Welche haben sich denn bestätigt? Du hattest ja geschrieben "... haben sollte..".
Mit Gießen hast du - denke ich - ein kompetentes Zentrum gefunden. Bist du denn auch zufrieden dort? Beim letzten Patiententreffen in Frankfurt hat eine Psychologin aus Gießen ein Projekt vorgestellt, bei dem es um psychologische Beratung im Rahmen der Ambulanzbesuche geht. Hat dir das noch niemand angeboten? Die Psychologin hieß Astrid Larisch. Ne Tel.Nr. hätte ich auch, wenn du möchtest - die hatte sie bei dem Vortrag angegeben...

Ich kann sehr gut nach vollziehen , dass du deine Familie nicht belasten möchtest. Aber andererseits... Du solltest dir am wichtigsten sein! Das hat dir deine ehemalige Therapeutin oder Therapeut doch sicher auch gesagt. Denn wenn es dir psychisch gut geht oder du zumindest stabil bist, dann macht sich auch positiv bei der PH bemerkbar. Ich finde es allerdings auch wichtig die Gefühle der Familie und deren mögliche Überforderung im Auge zu behalten. Denn sie vor den Kopf zu stoßen kann auch nicht der richtige Weg sein. Es ist eben ein Drahtseilakt.

Weißt du, wie es deine Familie sieht? Hast du den Eindruck, dass sie sich wünschen würden, dass du mehr Unterstützung zu lassen kannst?

Das mit dem "um Hilfe bitten" kenne ich nur zu gut. Und es kam noch dazu, dass ich in bestimmten Dingen eher pingeliger als andere bin - zB beim Bad sauber machen. Tja - einen Lösungsvorschlag hab ich nicht wirklich. Ich habe alles dann halt langsamer gemacht... Sehr schlimm war es dann für mich, als es nicht mehr ging... Da musste dann einfach mein Freund ran - beim einkaufen zB. Meinem Selbstbewusstsein hat das gar nicht gut getan... Für die großen Sachen im Haushalt habe ich ne Freundin, die mir hilft. Also sowas wie Fenster putzen, staub saugen und wischen... Im Gegensatz dazu helfe ich bei Schreibkram zB... Ralf hatte auch schon mal etwas von einer Tauschbörse für Dienstleistungen geschrieben. Mit dieser Lösung geht es mir ganz gut. Ich kann sozusagen nach meinen Möglichkeiten noch eine Gegenleistung erbringen und es ist für deswegen nicht wie "Betteln"...

Das mit den Ämtern ist tatsächlich ein RIESEN-Problem... Die haben ihre bürokratischen Vorschriften und sehen nicht über den Tellerrand hinaus. Und es kommt dazu, dass man die PH oft nicht sehen kann und das sie so selten ist, dass sich keiner damit auskennt - bei den Ämtern zumindest. Da hilft leider nur, sich ein dickes Fell zulegen und sich durch beißen...

Zum Thema Partnerschaft möchte ich gern noch was los werden... Weinen kann auch manchmal sehr hilfreich sein. Oder hast du Angst davor, dass du es nicht aushälst, wenn dein Partner - vemeintlich wegen dir - weint. Vielleicht würde er ja auch aus Wut oder Traurigkeit weinen, was angesichts der Situation vollkommen in Ordnung wäre... Ich möchte dich einfach ermutigen, dass Gespräch mit deinem Partner zu suchen! Denn sonst wirst du nie erfahren, wie es tatsächlich in ihm aussieht. Denn das kann er nur dir selbst sagen. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es mich sehr viel Überwindung gekostet hat... Aber seit isch weiß, wie es in Ihm aussieht, geht es uns in unserer Beziehung besser. Ich habe den Eindruck wir sind fester zusammen gewachsen und es steht nichts unausgesprochenes mehr zwischen uns. Ein sehr erleichterndes Gefühl!
Ein anderes Problem könnte sein, dass dein Partner sicher merkt, dass etwas nicht stimmt und möglicherweise den Eindruck hat, dass du ihm etwas verheimlichst. Und das könnte er als mangelndes Vertrauen bewerten...

Du hast gefragt "Wie kann ich ihn lieben - ohne ihn einzuschränken?"... Ich denke, eine Möglichkeit könnte sein... Überwinde dich... rede mit ihm... und frage ihn ganz offen nach seinen Gefühlen... und verallendingen, sage ihm auch, warum es dir sooo wichtig ist, dass Thema endlich mal zu besprechen...

Schnattchen