PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebensrettende Impfungen



moki
14.05.2019, 14:20
Pneumokokken- und Influenza-Infektionen können gerade für ältere Menschen gefährlich sein.
Doch die Impfprävention wird bei diesen Erkrankungen noch zu selten genutzt.


Influenza-Vakzine schützt das Herz

„Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten als mit der Influenza-Impfung“, so Weinke beim Internistenkongress in Wiesbaden.
Mit der Impfung werde nicht nur die Influenza und die sekundäre bakterielle Pneumonie verhindert, sondern auch die kardiovaskuläre Morbidität reduziert, da die systemische Inflammation einen wichtigen Risikofaktor für ein kardiovaskuläres Ereignis darstellt.

So ist in den ersten sieben Tagen nach einer Influenza-Infektion das Infarktrisiko um den Faktor 7 erhöht.
„Die Influenza-Impfung ist genau so effektiv im Rahmen der kardiovaskulären Prävention (https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/abc_gesundheitswesen/article/564722/praevention.html) wie Statine, Rauchstopp oder Antihypertensiva“, so Weinke.

Besonders gefürchtet ist ja die sekundäre Pneumokokken-Pneumonie, die nicht selten zum Tod führt.
Es besteht eine viral-bakterielle Synergie, das Influenza-Virus erhöht die bakterielle Adhärenz und verändert die Immunantwort im Sinne einer vermehrten Entzündungsreaktion.

Insgesamt ist die Influenza-Mortalität mit der Komorbidität assoziiert: Bei einer chronischen Herzerkrankung steigt sie um das 5-Fache, bei einer chronischen Lungenerkrankung um das 12-Fache, wenn beides vorliegt, sogar um das 20-Fache.
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/impfen/article/985916/praevention-lebensrettende-impfungen-bei-senioren.html?wt_mc=nl.upd.AEZ_NL_NEWSLETTER.2019-05-13.Impfen.x

moki
13.06.2019, 13:10
„Mit keiner Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten“ –
der „Flu-Shot“ für Senioren bleibt trotzdem unbeliebtDie Effektivität der jährlichen Influenza-Impfung ist mit etwa 40 bis 80% – je nach Alter und Immunsituation – nicht optimal.
Dennoch: „Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten“, betonte Prof. Dr. Thomas Weinke, Gastroenterologe und Infektiologe vom Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, beim diesjährigen 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden [1].


„Die Prävention der Influenza ist nur das vordergründige und keineswegs das alleinige Ziel der Impfung“, so Weinke. „Vielmehr geht es auch um die Prävention sekundärer Pneumonien sowie systemischer Inflammation, durch deren Verhinderung das Risiko kardiovaskulärer Morbidität gesenkt werden kann.“ Weinke verwies dabei u.a. auf eine Publikation australischer Autoren in Heart (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5256393/), in der die Bedeutung der Grippeimpfung als „Koronarintervention zur Prävention von Myokardinfarkten“ beschrieben wird.
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907921?nlid=129911_3201&src=WNL_confwrap_190612_MSCPEDIT_DE&uac=292953DN&faf=1