Patiententreffen am 29.05.2010 in Donaueschingen
Der Landesverband Baden-Württemberg organisierte das diesjährige Patiententreffen für Samstag, 29. Mai in Donaueschingen. Wir trafen uns bei herrlichem Wetter in der Schwarzwald-Baar-Klinik.
Die Leiterin des Landesverbandes Helga Kühne begrüßte die zahlreich erschienen Patienten mit Angehörigen und dankte Dr. Bremer für die Einladung.
Zuerst stellte dieser sich allen Anwesenden vor und erklärte seine Funktion als Leiter der Pulmologie im Klinikum. Dann erzählte Dr. Bremer vom pulmonalen Kongress in Amerika und von der sehr aktiven Selbsthilfegruppe. Er bat alle anwesenden Patienten, an den angebotenen Studien teilzunehmen.
In seinem Vortrag erläuterte Dr. Bremer das diagnostische Vorgehen bei der PH und den wichtigen Stellenwert apparativer Untersuchungen wie das Echokardiogramm, den Rechtsherzkatheter sowie die Höhe des pulmonalen Druckes. Des Weiteren kamen die diagnostische Klassifizierung der PH zur Sprache und auch wie die PH-Erkrankung oft zufällig erkannt wird z.B. bei Luftnot, Ergebnis von Screenings oder auch Zufallsbefund.
Denn zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome meist nur unspezifisch und häufig wird erst im fortgeschrittenen Stadium die Erkrankung diagnostiziert. Bei Verdacht auf PH erläuterte Dr. Bremer das Diagnostische Vorgehen wie Anamnese, 6-Minuten-Gehtest, Spiroergometrie, Röntgen von Thorax usw. sowie die therapeutischen Optionen.
Nach einer regen Diskussionsrunde gab Dr. Bremer noch Hinweise zur PH und Reisen aus medizinischer Sicht. Vor allem bei Flugreisen sollte die Sauerstoffgabe geklärt werden sowie die Sauerstoffversorgung am Urlaubsort. Wichtig sei vor allem ein Ansprechpartner vor Ort sowie die Berücksichtigung von Einflüssen auf den Körper und weiteren medizinischen Problemen. Dann gab Dr. Bremer noch allen eine allgemeine Empfehlung vor einer Reise wie den kardiologischen Check-up, das Mitführen von Krankheitsunterlagen, Marcumar-Ausweis, mehrsprachiges Attest, Medikamente in ausreichender Menge, Versicherungen, Gesundheitswesen vor Ort, Impfstatus uvm.
Nach den vielen Informationen gab es beim Imbiss und bei Kaffee und leckeren Kuchen (Ein Dankeschön den Spendern!) gemeinsame Gespräche und einen regen Gedankenaustausch.
Zum Abschluss durften wir die PH-Ambulanz und die Praxis von Dr. Bremer besichtigen. Mit der Gewissheit, dass man als PH-Patient auch in der Schwarzwald-Baar-Klinik gut aufgehoben ist, verabschiedeten wir uns von Dr. Bremer und dankten ihm für den informativen Tag. (Eva Kaliski) |