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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Markumar absetzten?



nicole
04.05.2005, 11:19
Hallo an alle,
mein Schwiegervater besucht zusätzlich eine Heilpraktikerin und die hat ihm geraten Markumar abzusezten. Ich halte das für nicht sinnvoll, denn seine Werte sind im Moment sehr gut. Hat jemand schon erfahrung gesammelt im zusammenhang von pph ohne Markumar.
Tschiao
Eure Nicole

peng
07.05.2005, 09:37
Hallo Nicole,
es ist doch schlimm genug, dass die meisten Ärzte (wg. fehlendem Interesse an Weiterbildung?) keine Ahnung vom Krankheitsbild und der Therapie von PH haben. Ich bin deshalb ziemlich sicher, dass die Konsulation eines Heilpraktikers -gerade bei unserer Diagnose- noch weniger erfolgversprechend ist.

Zur weiteren Information empfehle ich den Artikel http://www.kup.at/kup/pdf/3965.pdf

Dort wird auf Seite 6 (unten re.) auch auf die Therapie mit Marcumar eingegangen.

Viele Grüsse
Peter

nicole
10.05.2005, 14:10
Hallo Peter,
vielen Dank für den Tip, werde gleich mal auf der Seite nachschauen. Mein Schwiegervater hat mir soeben berichtet, das sein Pneumologe sich weigert, sich damit zu befassen. Er leht die Dosissenkung von Marcumar total ab. Mein Schwiegervater ist nunmal krank und damit basta(Komentar vom Artzt). Es geht ihm zwar mit dem Ventavis schon wesentlich besser, aber er hat weiterhin Nasenbluten und Blut im Rachen und wenn es weniger Marcumar nimmt, wird es besser und auch seine Werte bleiben stabil.Der Artzt hat meinen Schwiegervater dann auf den HNO Artzt verwiesen und meinte es hätte andere Gründe für die Blutungen. Ich arbeite in einer Apotheke und meine Cheffin hat mir auch bestätigt, das man die Dosis individuell einstellen muß.
Nun ja, ich werde weiter Berichten wie es weitergeht.
Vielen Dank nocheinmal.
Schöne Grüße Nicole

peng
17.05.2005, 22:24
Hallo Nicole,
ich hab noch einen sehr interessanten Artikel von dem Wiener Arzt Dr. Petkov zum Thema gefunden. Auch hier wird die Antikoagulation als lebensverlängernde Therapie angeführt.

Nasenbluten hatte ich auch. Einige der gefäßweitenden Medikamente führen nun mal zur Austrocknung der Nasen- und/oder Rachenschleimhäute. Durch eine Verätzung der Gefässe (HNO-Arzt) und der dem Wechsel der Medikamente ist dem Problem aber schnell zu lösen.

Zumindest war es bei mir so.

Viele Grüße & guten Besserung an den Schwiegerpapa

Peter aus HN

26.05.2005, 20:57
Hallo Nicole,
aus deinem Beitrag kann ich nicht entnehmen ob dein Schweigervater in einer ph-spezialisierten Klinik behandelt wird, was sehr zu empfehlen ist. Dort kann auch beraten und entschieden werden ob Marcumar angemessen ist oder ob es Alternativen dazu gibt. Grundsätzlich gilt nach den Aussagen ph-spezialisiserter Ärzte, dass eine Marcumartherapie immer zu empfehlen ist, wenn keine Kontraindikation besteht. Ein bestimmter Zielwert ist festzulegen.
Viele Grüße
Bruno

Irmgard
03.08.2007, 21:01
Hallo !
Ich hätte auch eine Frage zu Marcumar, und zwar möchte die Ärztin nun meine Mutter auf dieses Mittel einstellen, vorausgesetzt man unterschreibt. Sie hat Herzrythmusstörungen und ist aufgrund dieser 2mal zusammengebrochen. Mit folgenden Herzkammerflimmern.

Sie hat aber eher eine Venenschwäche, das heißt, bekommt relativ schnell blaue Flecken etc...ist da diese Blutverdünnung dann trotzdem zu empfehlen?
Bedenken habe ich deshalb, weil mein Vater auch Markumar nahm, um einen weiteren Schlaganfall zu verhindern, er aber dann an einer Gehirnblutung starb, weil diese wegen dieses Markumar nichtmehr zu stoppen war.

Meine Frage: Ist dieses Markumar gefährlich für gewisse Menschen? (ich meine da Venenschwäche oder nicht besonders starke Venen....)

Lieben Gruß im voraus!

Ralf
04.08.2007, 10:08
@Nicole

Hallo Nicole,

ich stimme Peng vollkommen zu.
Marcumar ist eine Säule der Behandlung von PH und aus den historischen Daten geht hervor, dass Marcumar die Sterblichkeit bei PH senkt. Ich glaube sogar, dass Marcumar das Medikament ist, das die meisten PH Patienten gemeinsam haben. Wenn keine anderen triftigen Gründe gegen Marcumar sprechen, sollte es deshalb Bestandteil einer Therapie sein.

Bedenke auch, dass trotz einer gewissen kritischen Haltung, die ich durchaus auch manchmal habe, man doch letztlich sehr die Rangfolge der Kompetenzen der behandelnden Ärzte bei der Entscheidung bedenken sollte:

Hier stehen zu Oberst die (erfahrenen) PH-Spezialisten, dann die anderen Fachärzte,wie Kardiologen und Pulmologen, dann die Hausärzte. Dazwischen sehe ich irgendwo noch die Selbstinformation aus dem Internet und dann kommt erstmal eine lange Zeit gar nichts! Dann irgendwann vielleicht auch ein Heilpraktiker...

Setze das Marcumar nur ab, wenn dein behandelnder PH-Spezialist das so befürwortet. Frage zumindest dort nach.

:-)

@Irmgard
Hallo Irmgard,
ich kann deine Ängste verstehen. Aber gerade auch bei Herzrythmusstörungen kann es zu Blutgerinnseln kommen, die Marcumar ja erfolgreich vermeidet.
Das A und O bei Marcumar ist natürlich die Anticoagulation im therapeutischen Bereich zu halten und vor allem eine Überdosierung zu vermeiden. Die Überdosis macht letztlich das Blutungsrisiko, nicht so sehr die Behandlung selbst. Das ist nicht immer einfach, besonders bei älteren Menschen, die nicht immer die Wirkzusammenhänge hinreichend verstehen bzw. wenn der Arzt nur hin- und wieder mal kontrolliert.. Oft pendeln die Menschen dann zwischen zu viel und zu wenig, weil die Reaktion auf Dosisänderungen ja um mehrere Tage verzögert einsetzt.

Es gibt aber ein Gerät zum Selbsttest, das Coagu Chek von Roche.
Damit kann man den INR selbst bestimmen und dann auch selbst dosieren.
Ich fahre damit seit >11 Jahren sehr erfolgreich (Here I am :-) und hatte den INR immer in engen Grenzen. Ich hatte bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen, die ich rein dem Marcumar zuschreiben könnte. Anfangs habe ich teils alle 2 Tage gemessen und die wöchentliche Dosis bis auf eine 1/2 bis 1/4 Pille genau ermittelt, jetzt brauche ich nur noch alle paar Wochen zu konrollieren, um dann zu sehen, dass der INR eh passt. Zwischenzeitlich waren mal geringe Anpassungen der Dosis erforderlich, so alle paar Jahre.

Gruß Ralf

Irmgard
04.08.2007, 18:13
@ Ralf
Danke für deinen ausführlichen Bericht.
Ich werde meiner Mutter erklären, daß es auf die Dosiseinhaltung ankommt, und daß nicht jeder zwangsläufig an Gehirnblutung stirbt, der Marcumar einnimmt, es ist halt schwierig, denn damals, als mein Vater nichtmehr zu retten war, gaben wir alle der Blutverdünnung schuld. Nur nutzt heute das hätte....wäre.....auch nichtsmehr, höchstwahrscheinlich war seine Dosis nicht korrekt, sonst hätte er nicht am Vortag Nasenbluten bekommen, ohne Grund, und er den Arztbesuch auf Montag verschob, weil Sonntags kein Hausarzt erreichbar war, und da war es dann zu spät :'-(

Die andere Seite ist, daß man bei ihr die Gefahr auf Herzinfarkt oder eben Schlaganfall verringern will mit diesem Marcumar, es wird das Beste sein, einzuwilligen. Als sie auf dem Erklärungsschreiben die Nebenwirkungen las, und darunter "lebendsbedrohliche Blutungsgefahr", kamen eben alle Erinnerungen wieder hoch....

Kann man diesen COAGU Check von Roche beim Hausarzt anfordern, oder wo kann man so einen kaufen, und was kostet der so? Funktioniert daß dann in etwa so wie das Blutzuckermessen? Und machen solche kleinen Stiche dann nichts aus?

Ich würde es ganz toll finden, das Ganze selber unter Kontrolle zu haben, so hat man wenigstens Gewissheit, und muß nicht bis zum nächsten Arzttermin warten, falls Nasenbluten oder dergleichen auftritt (falls es wieder an einem Feiertag passieren sollte)....und verhindert so auch Gefahren.
Immerhin ist sie noch nicht SOOOO alt, 60 Jahre, und meinen Vater hab ich schon vor 10 Jahren verloren. Will kein Risiko mehr eingehen, denn vielleicht war das Abwarten auf den nächsten Tag bei meinem Vater der größte Fehler den wir machen konnten. :(

Danke, und lieben Gruß
I.S.

Ralf
04.08.2007, 22:13
Hallo Irmgard,

der Coagu Chek kann in der Regel verordnet werden, wenn es sich um eine Daueranwendung von Marcumar handelt. Oft, aber leider nicht immer, übernehmen die Kassen die Kosten von immerhin (damals) ca. 900 EUR.
Anschließend braucht man nur noch die Teststreifen, die mit ca. 5 EUR pro Messung zu Buche schlagen und ebenfalls als Hilfsmittel übernommen werden (sollten).

Die Sache an der Verordnung des Coagu-Chek ist, dass in Deutschland eine Schulung erforderlich ist. Dies wird in der Regel aber nur in Kliniken angeboten.
Dort werden die Patienten darin geschult, wie sie messen müssen, und wie anschließend dosieren. Nicht dramatischen. Wenn du am Anfang deiner Mutter helfen kannst, sicher kein Problem.

Meine Hausärztin hat eine ältere Patientin, die ebenfalls ein solches Gerät bekommen sollte. Damals wurden die Schulungen nur in stationärem Aufenthalt gegeben !!!! (aua) Da die Kliniken in der Umgeben in der jeweiligen Abteilung einfach keine Ambulanz unterhielten. Nach vergeblicher Suche habe ich dann die Patientin im praktischen Teil geschult, und die Hausärztin im theoretischen. :-) Die Hausärztin hat dann eine Schulungsbescheinigung selbst ausgestellt und es hat auch gefunzt.

In London kosten die Geräte übrigens ein gutes Drittel weniger und haben ein Schulungsvideo im Koffer. So einfach kanns gehn! Jeder kann sich dort so ein Gerät auch priv. kaufen.

Übrigens sieht man die Geräte auch gebraucht bei eBay immer wieder. Sie wecheln dort für ca. 100 EUR den Besitzer. Die Funktion kann man mit einer Testlösung "Coagu Chek Control" testen.

Das ältere Gerät heißt Coagu Chek und ist recht groß. Funktioniert bei mir seit 11 Jahren super. Die neueren heißen Coagu Chek S oder Coagu Chek XS und sind kleiner.

Das starke Nasenbluten bei deinem Vater spricht für einen zu hohen INR-Wert. Denn bei INR 2 oder 2,5 habe ich kaum Probleme. Und ich tendiere auch dazu den Wert am unteren Ende des therapeutischen Bereichs zu halten.

Deiner Mutter alles Gute,

Ralf

Irmgard
05.08.2007, 09:55
Danke!
Ich werde schauen, was sich machen lässt.
Muß morgen sowieso noch mit der Ärztin im Krankenhaus sprechen, da meine Mutter vor lauter Angst vor diesem Mittel den Bescheid unterschrieben hat, daß sie das Ganze ablehnt.

Ich werde das wieder rückgängig machen, falls ich meine Mutter davon überzeugen kann (hoffentlich), immerhin war sie mal selber Dipl-Krankenschwester, aber vor 40 Jahren, also lang lang ists her....und wahrscheinlich gabs zu dieser Zeit so Blutverdünner noch nicht.

Ich bin aus Oberösterreich, das heißt ziemlich nahe an der Grenze zu Deutschland. Falls man so ein Messgerät hier in Österreich nicht kriegen sollte, kann ich mir ja eventuell eins in Passau holen, drüberhalb der Grenze, oder, wie du sagst, auf ebay mal reinschaun.

So schwer kanns ja nicht sein, das Messen. Bin sowieso schon halbe Krankenschwester durch das ganze Kümmern um meine Eltern. Das Zuckermessen praktiziere ich jedenfalls fast jeden Tag...auch Blutdruckmessen und dergleichen, wenn es auch schwierig ist, da meine Mum nicht gerade die Einsichtigste ist, was KRankheiten betrifft.....(dieses bisschen Zucker macht doch nichts....wenn er auf 250 steht....) das ist aber wieder eine andere Geschichte... denn durch diesen plötzlichen Tod meines Vaters hat sie immer wieder depressive Phasen, ist also seit damals ein mental anderer Mensch geworden.

Schade jedenfalls, daß ich vor 10 Jahren irgendwie noch zu jung war, um das Ganze bei meinem Vater zu realisieren, wir hatten ja keine Ahnung wie gefährlich dieses Vorzeichen NASENBLUTEN war, und er wahrscheinlich auch nicht, sonst hätten wir sofort Alarm geschlagen. Das Ganze machen wir uns heute zum Vorwurf, aber nutzen tuts nun auch nichtsmehr.

Naja, ich werde es schon irgendwie schaffen. Werde morgen bei der Spitals-Ärztin gleich mal nachfragen wegen diesem COAGU Check S und ob das möglich wäre, so eine Schulung zu bekommen (zumindest für mich)

Danke jedenfalls für deine Information!
Hat mich echt sehr gefreut und mir weitergeholfen!

Liebe Grüße aus A.
~Irmgard~

camper111
25.08.2007, 20:01
Hallo! Den nachfolgenden Eintrag/Bericht ins Forum zu stellen, habe ich nicht geschafft.
Kannst Du den ´reinstellen?:
PHeGForum23807

Lungenhochdruck – Sauerstoff-Atemgerät wirkungslos???
Hallo an ALLE!

Nach einer Rechts-Herzkatheter-Untersuchung kam ich ins Schlaflabor.
Man hatte mir das Sauerstoff-Atemgerät mit nach Hause gegeben.
Man hatte mir erklärt, dass ich nach 5 bis 7 Stunden mit der Maske auf dem Gesicht, eine merkliche Besserung erfahren würde. Sofort habe ich reklamiert, dass das Ergebnis gleich NULL sei. Trotzdem habe ich noch insgesamt 76 Stunden daran gehangen.
Schlafapnoe war erkannt worden. Was mir dann aufgefallen ist, wenn ich den Atem anhalte, passiert nichts!!! Wenn ich weiter atme setzt auch das Gerät mit der Außenluft wieder ein.

Was ich nicht begreife; bei Schlafapnoe hat man ja „“Atemaussetzer““. Ich habe immer gedacht, dann sollte der Apparat aber anspringen, (wie bei einem Herzschrittmacher, den ich auch habe,) um den notwendigen Sauerstoff zuzuführen. Das tut der ja NICHT.
WOZU dann das Ganze???
Man soll auch besser schlafen können – mit der Maske auf dem Gesicht? Und dann ausgeruht sein?

Außerdem ist es bei mir so, dass durch meinen hohen Lungendruck der Gas-Sauerstoff in der Lunge nur sehr mangelhaft ist. So kommt der Sauerstoff nur sehr, sehr begrenzt in der gesamten MUSKULATUR an. Ergebnis, bei der allergeringsten Anstrengung leide ich unter Luftnot.
MIR hilft es also NICHT. Wem hilft es, wer hat Erfahrung mit dem Sauerstoff-Atemgerät
positiv oder negativ, und wer schreibt mir darüber ?

Über jede Antwort würde ich mich freuen.
Beste Grüße
camper111

camper111
27.08.2007, 14:27
Ph eg Irmgard26807
Hallo camper!
Ist denn so eine Herzkatheder-Untersuchung nicht ohne??

Meine Mutter (siehe oben) wird heute in ein anderes Spital gefahren (eines mit Herzspezialisten) da man durch die Nuklearmedizin herausgefunden hat, daß sie stark herzinfarktgefährdet ist. Morgen bekommt sie so eine Angiographie, also Herzkatheder....
Am Freitag wurde ihr das Marcoumar abgesetzt, und nun bekommt sie so Tropfen wegen Schilddrüsenüberfunktion.
Hab in einem Forum gelesen, daß bei dieser Untersuchung Jod gespritzt wird, das wäre ja wieder gefährlich denn bei Überfunktion darf man kein Jod mehr verabreichen.

Wieso bekamst du zuwenig Sauerstoff? War das vorher auch schon, oder sind da bei dir irgendwelche Komplikationen aufgetreten?

Lieben Gruß ~Irmgard~


Hallo Irmgard!
Ich kann Dich da wirklich beruhigen, es ist überhaupt nicht schlimm, aber die Untersuchung ist zwingend notwendig, um alles heraus zu finden!!!!!!
Ralf hatte die Herzkatheteruntersuchung in 11 Jahren nur 5 mal.
Früher hatte ich mal gelesen, die würde zu oft durchgeführt, weil daran entsprechend verdient wird. Das hatte ich auch meinem Kardiologen vor 5 Jahren gesagt, der sich dann nicht traute, mir so eine zu empfehlen.
( Da wurde ja bislang auf Deubel komm heraus noch und noch geröntgt, Zähne gezogen, nach dem Motto, - Zähne ´raus – Gebiss ´rein „ usw. usw.)
Im Juli 2006 ging es mir plötzlich schlecht,- bei nicht hat gleich erkannter Gürtelrose, und die extreme Hitze muss mich wohl kaputt gemacht haben. Täglich bin ich zu Fuß und mit dem Rad 2 Stunden in der Hitze gewesen. Wie sich später bei der Herzkatheteruntersuchung
herausstellte, hatte ich einen kleinen nicht bemerkten Herzinfarkt..
Im August 06 zu meinem Kardiologen und war gespannt, ob er mir etwas zu einer Herzkatheteruntersuchung sagen würde. Hat er nicht. Vorgenommen hatte ich mir schon vorher, dann mich selbst zu dieser Herzkatheteruntersuchung selbst an zu melden.., die dann auch am 15.9.2006 statt fand.
Bei vollem Bewusstsein, mit nur örtlicher Betäubung wurde die Rechts-Links- Herzkatheteruntersuchung vorgenommen. Man konnte alles an den Bildschirmen verfolgen, wie der Katheter ins Herz vorgeschoben wird usw..
Man merkt wirklich NICHTS !!! – weil die Adern keine Nerven haben.
Was mir weh tat, war einzig und allein meine Blase. Die Urinflasche habe ich mir dann geben lassen und nach einem halben Jahr zur zweiten Herzkatheteruntersuchung gleich mitgenommen. 4 Tage Aufenthalt, . nach 24 Stunden nach OP wurde die so genannte Schleuse in der rechten Leiste heraus genommen . Da war ein kleiner Sandsack ´drauf, der auch noch verblieb. Der Arzt musste nur fast eine halbe Stunde Druck auf meine Leiste ausüben, damit sich die Vene durch Blutplasma schließen konnte.
Drück mal Deiner Muter mit einem dicken Handtuch auf die Leiste, mit etwas Druck.
Ist zwar nicht unbedingt angenehm - aber von Schmerzen kann man nicht reden.
Beim zweiten Herzkatheter entfiel diese Prozedur merkwürdigerweise.
Jetzt bin ich aber ein ganz ruhiger Typ, gehe zum Zahnarzt, ohne mir was dabei zu denken.
Denen erzähle ich vorher: „Wenn es schmerzt, schreie ich!“ – Musste ich bisher nicht.
Es ist sinnlos, sich Tage oder Wochen vorher Kopfschmerzen zu machen.
Meine nächste Herzkatheteruntersuchung ist danach in 12 Monaten, jetzt ende Februar 2008.
Ich werde 1 mal im Jahr hingehen, denn jetzt meine ich, man erkennt nur bei einer Herzkatheteruntersuchung ob Adern zugehen oder verstopft sind ++++.
Jeder der etwas Ablagerungen in der Halsschlagader hat oder wo auch immer, sollte vorher durch Ultraschall oder Echokardiogramm dies feststellen lassen und sofort zur Herzkatheteruntersuchung gehen.
Sauerstoff hatte ich immer schon zu wenig. Meine Frau sagte mir mal, schon in frühester Jugend hörte man mich schon beim schnellen gehen laut schnaufen.
Man hatte ja festgestellt; ich habe einen Lungenhochdruck. Dieser bewirkt, dass der Gas-Sauerstoff-Ausgleich nur mangelhaft funktioniert. So kommt im endeffekt nur ganz minimal der Sauerstoff in der gesamten Muskulatur an. Bei der geringsten Anstrengung ist der Ofen aus, wie bei einer brennenden Kerze, wenn man die abdeckt, geht die Flamme aus.
Schreib mal, wie es ausgegangen ist und alle guten Wünsche, bis bald.
Dein camper111

camper111
27.08.2007, 18:49
Hallo Irmgard!
Ich kann Dich da wirklich beruhigen, es ist überhaupt nicht schlimm, aber die Untersuchung ist zwingend notwendig, um alles heraus zu finden!!!!!!
Ralf hatte die Herzkatheteruntersuchung in 11 Jahren nur 5 mal.
Früher hatte ich mal gelesen, die würde zu oft durchgeführt, weil daran entsprechend verdient wird. Das hatte ich auch meinem Kardiologen vor 5 Jahren gesagt, der sich dann nicht traute, mir so eine zu empfehlen.
( Da wurde ja bislang auf Deubel komm heraus noch und noch geröntgt, Zähne gezogen, nach dem Motto, - Zähne ´raus – Gebiss ´rein „ usw. usw.)
Im Juli 2006 ging es mir plötzlich schlecht,- bei nicht hat gleich erkannter Gürtelrose, und die extreme Hitze muss mich wohl kaputt gemacht haben. Täglich bin ich zu Fuß und mit dem Rad 2 Stunden in der Hitze gewesen. Wie sich später bei der Herzkatheteruntersuchung
herausstellte, hatte ich einen kleinen nicht bemerkten Herzinfarkt..
Im August 06 zu meinem Kardiologen und war gespannt, ob er mir etwas zu einer Herzkatheteruntersuchung sagen würde. Hat er nicht. Vorgenommen hatte ich mir schon vorher, dann mich selbst zu dieser Herzkatheteruntersuchung selbst an zu melden.., die dann auch am 15.9.2006 statt fand.
Bei vollem Bewusstsein, mit nur örtlicher Betäubung wurde die Rechts-Links- Herzkatheteruntersuchung vorgenommen. Man konnte alles an den Bildschirmen verfolgen, wie der Katheter ins Herz vorgeschoben wird usw..
Man merkt wirklich NICHTS !!! – weil die Adern keine Nerven haben.
Was mir weh tat, war einzig und allein meine Blase. Die Urinflasche habe ich mir dann geben lassen und nach einem halben Jahr zur zweiten Herzkatheteruntersuchung gleich mitgenommen. 4 Tage Aufenthalt, . nach 24 Stunden nach OP wurde die so genannte Schleuse in der rechten Leiste heraus genommen . Da war ein kleiner Sandsack ´drauf, der auch noch verblieb. Der Arzt musste nur fast eine halbe Stunde Druck auf meine Leiste ausüben, damit sich die Vene durch Blutplasma schließen konnte.
Drück mal Deiner Muter mit einem dicken Handtuch auf die Leiste, mit etwas Druck.
Ist zwar nicht unbedingt angenehm - aber von Schmerzen kann man nicht reden.
Beim zweiten Herzkatheter entfiel diese Prozedur merkwürdigerweise.
Jetzt bin ich aber ein ganz ruhiger Typ, gehe zum Zahnarzt, ohne mir was dabei zu denken.
Denen erzähle ich vorher: „Wenn es schmerzt, schreie ich!“ – Musste ich bisher nicht.
Es ist sinnlos, sich Tage oder Wochen vorher Kopfschmerzen zu machen.
Meine nächste Herzkatheteruntersuchung ist danach in 12 Monaten, jetzt ende Februar 2008.
Ich werde 1 mal im Jahr hingehen, denn jetzt meine ich, man erkennt nur bei einer Herzkatheteruntersuchung ob Adern zugehen oder verstopft sind ++++.
Jeder der etwas Ablagerungen in der Halsschlagader hat oder wo auch immer, sollte vorher durch Ultraschall oder Echokardiogramm dies feststellen lassen und sofort zur Herzkatheteruntersuchung gehen.
Sauerstoff hatte ich immer schon zu wenig. Meine Frau sagte mir mal, schon in frühester Jugend hörte man mich schon beim schnellen gehen laut schnaufen.
Man hatte ja festgestellt; ich habe einen Lungenhochdruck. Dieser bewirkt, dass der Gas-Sauerstoff-Ausgleich nur mangelhaft funktioniert. So kommt im endeffekt nur ganz minimal der Sauerstoff in der gesamten Muskulatur an. Bei der geringsten Anstrengung ist der Ofen aus, wie bei einer brennenden Kerze, wenn man die abdeckt, geht die Flamme aus.
Schreib mal, wie es ausgegangen ist und alle guten Wünsche, bis bald.
Dein camper111

Ralf
28.08.2007, 23:31
[..]
Was ich nicht begreife; bei Schlafapnoe hat man ja „“Atemaussetzer““. Ich habe immer gedacht, dann sollte der Apparat aber anspringen, (wie bei einem Herzschrittmacher, den ich auch habe,) um den notwendigen Sauerstoff zuzuführen. Das tut der ja NICHT.
WOZU dann das Ganze???
Man soll auch besser schlafen können – mit der Maske auf dem Gesicht? Und dann ausgeruht sein?

[..]
camper111

Camper, ich bezweifle, dass man nach 76h sagen kann, ob es dir hilft.
Ich weiß weiterhin nicht welche Apnoe du hast, und welches Gerät du probiert hattest.

Dein Gedanke, dass man ja "Aussetzer" hat und dann nicht atmet und somit auch kein Sauerstoff hilft, ist nicht ganz richtig, wenn du ein sog. CPAP oder BiPAP Gerät (ggf. mit O2 Anschluss) hast.

Denn, das Gerät beatmet dich mit leichtem Überdruck und dieser soll eben genau verhindern, dass dein Rachen (oder was auch immer im Hals) durch den Unterdruck aus der Lunge zufällt und dann die Atmung blockiert (wenn du eine sog. obstruktive Schlafapnoe hast). Das heißt, es ist OK, wenn das Gerät abschaltet, wenn du willentlich nicht atmest oder wenn du dennoch blockierst. Aber die Häufigkeit der Blockaden soll verringert werden indem sie erst gar nicht (so oft) auftreten. Und außerdem diffundieren Gase bei höherem Druck ja besser, sodass du auch mehr O2 aufnehmen kannst - auch du.

Falls du eine Atemregulationsstörung hast gerät dein Atemregler in Schwingung und schwingt zwischen zu schnell und zu tief sowie zu flach und so langsam. Hier soll auch der zugeführte Sauerstoff vor allem das Schwingen der Atemregelung abschwächen oder idealerweise verhindern. Nebenbei tut der Sauerstoff natürlich eh gut.

Ich habe den Eindruck, dass du mit deinen Schlüssen machmal etwas voreilig bist. NAtürlich ist es sehr gewöhnungsbedürftig mit Maske zu schlafen, keine Frage. Die Wirksamkeit von O2 bzw. den Beatmungsgeräten sollte aber hinreichend bewiesen sein. Die Sauerstoff-Sättigung geht mit O2 hoch, auch bei PH.

Ralf

Irmgard
01.09.2007, 11:32
HAllo camper111 !

Die Koronarangiographie ist ganz gut abgelaufen! Sie hatte zwar angst davor, aber kaum was gespürt. Die Punktion in der Leistengegend wurde auch mit einem modernen Verfahren zugenäht (mit so einem Schwämmchen drinnen, das sich nach einiger Zeit selber auflöst....)

Es wurde auch eine Abschirmung der Schilddrüse mit Irenat vorgenommen. Das Marcoumar wurde aber wieder abgesetzt, da es für sie zu gefährlich sei (ist durch irgend ein Medikament sehr schwindelig, und somit sturzgefährdet, was bei Marcoumar verheerende Auswirkungen haben könnte=Gehirnblutungsgefahr...)

Jedenfalls ist herausgekommen, daß sie eine Coronarsklerose hat und hier steht auch noch LV normokinetisch. Intermittierendes Vorhofflimmern und kompletter Linksschenkelblock. Szintigraphisch zeigte sich ein Bild einer großteils reversiblen Ischämie im Bereich der Hinterwand. Eine Auswurfsfraktion von 60%, wobei die Auswurfsfraktion im Bereich der basisnahen Hinterwand vermindert ist.


Muss mir nun das ganze über internet heraussuchen, was das zu bedeutet hat.

Jedenfalls hat man das alles erst beim 2mal festgestellt (auf einer anderen Abteilung, in einem anderen Krankenhaus), nachdem sie entlassen wurde, und zuhause nochmals kollabiert ist, und ich den Notarzt rufen mußte.Bei der Diagnose stehen jetzt auch ganz andere Dinge. Vorher gab man ihr ein Mittel gegen Herzrythmusstörungen mit jeder Menge Wassertabletten, das am Kollabieren mitschuld war, nun scheint es, wurde sie besser eingestellt. Bei der neuerlichen Diagnose stand, daß es keine zu behandelnden Herzrythmusstörungen gäbe....Sie wäre wegen dieser Sedacoron kollabiert....Ich hoff es wird alles gut, hoffe ich zumindest, dieser langwierige 5wöchige Krankenhausaufenthalt sollte ja doch mal eine Besserung bringen (so meint mein zumindest)

Liebe Grüße
I.

camper111
01.09.2007, 18:00
phevMarcoumarIrmgard1907
Hallo Irmgard, :)
es freut mich von ganzem Herzen, dass es so gut ausgegangen ist.
Ich freue mich für Dich und Deine Mutter.
Man muss hartnäckig bleiben als Patient, und auch die Ärzte müssen lange suchen und ausprobieren, damit das Richtige getan werden kann.
Die Ärzte sind ebenfalls zu bedauern, weil viele sich ehrlich bemühen, und kriegen dann von den Patienten eins übergebraten. Wir sind alle nur Menschen.
Bei Dir geht das suchen nach Interpretationen los, was bedeutet dies, was bedeutet das, wie bei mir. Die meiste meiner Arbeits-Zeit verbringe ich am PC, um mich schlauer zu machen, um dann meine mich behandelnden Ärzte mit PH-Informationen zu versorgen.
Auch in Zukunft werde ich neue Erkenntnisse in die Foren bringen. Alle sollen so mit machen, damit jeder davon profitiert.
In diese beiden Foren werde ich „gleiche“ Berichte stellen.
Eben habe ich wieder aus „“phev““ Infos und Adressen von Professoren aus Köln heraus gefunden, die sich mit PH auskennen.
Das macht mich wieder ganz zuversichtlich. Wenn ich alles so auslote, kann mir nicht viel passieren. Man ist gewappnet.
Was Du geschrieben hast, ist ja hochinteressant: Die Punktion in der Leistengegend wurde auch mit einem modernen Verfahren zugenäht (mit so einem Schwämmchen drinnen, das sich nach einiger Zeit selber auflöst....)
Dann kann man wahrscheinlich schon eher aufstehen. Bei meiner nächsten Katheteruntersuchung werde ich das den Ärzten sagen, denn überall wird man das sicher noch nicht machen.
Wie ich las, soll man vor der OP Blutverdünner 7 bis 10 Tage vorher absetzen.
Musste Deine Mutter das auch?
Ich habe 2 Medikamente, ASS 100 und Plavix
Alles Gute für Euch von
Camper111

Irmgard
01.09.2007, 20:56
Hi Camper!
Meine Mutter wurde von dem Krankenhaus in der Nähe (in dem sie behandelt wurde) ins 50 km entfernte gebracht, die eine Cardiologie haben (also Spezialabteilung für das Herz), und da hat man ihr am Freitag das Macoumar abzusetzen begonnen, und am Montag war dann die Angiographie. Sie nahm auch noch Thrombo ASS 100 mg dazu..... eine Schwester (geistliche) die ich zufälligerweise gut kenne, und dodrt auf dieser Station ist, meinte zu mir, es kann sein, daß das Absetzen von Marcoumar bisschen gar spät erfolgt, 3 bis 4 Tage ist sehr sehr knapp.... aber es gab dann gottlob keinen Zwischenfall.

Man hat ihr aber nun das Marcoumar nichtmehr verordnet, eben weil sie einmal im Krankenhaus so schwindelig wurde (aus welchem Grund auch immer, ich vermute irgendeine falsche Medikamenteneinstellung), daß sie gestürzt ist, und sich am Kopf eine Riesenbeule geholt hat. Bei ihrem ersten Sturz, als sie durch eine Synkope (eben wegen ihrer Herzschwäche bzw Herzanfall) gestürzt ist, hatte sie keinerlei Kopfverletzung, dafür eine Wirbel L1 Kompressionsfraktur mit 50%iger Höhenminderung) [IHR BLEIBT ANSCHEINEND ABER AUCH WIRKLICH NICHTS ERSPART) Worauf ich danach bestanden habe, ihr den Kopf nochmal zu untersuchen, könnte ja sein, daß sie irgend eine Gehirnschwellung oder dergleichen hat, oder gar eine zerissene Ader, wo sie nochdazu genau kurz vorm Sturz mit der MArcoumartherapie angefangen haben. Das hat mir schon einen ordentlichen Schock eigejagt. Denn mein Vater ist ausgerechnet an so einer Gehirnblutung gestorben (nahm auch Marcoumar)...

Jedenfalls wegen deiner Frage zu diesem Schwämmchen. Sie bekam eine Extra Karte, und weil ich gerade davon erzähle, fällt mir auf, daß mir das Krankenhaus dieses Kärtchen nicht mitgegeben hat.... muß ich nochmal anrufen ......auf dieser Karte ist genauestens beschrieben, wo genau die Punktion stattfand, für den Fall, daß in den nächsten soundsoviel Monaten wieder eine stattfinden sollte....
Die Punktionsstelle ist total sauber vernäht, man kann sie kaum sehen, und ist sehr rasch zugeheilt. Da gibt es einen Art Anker, der in der Vene verankert ist, an dem Anker (ausserhalb der Vene) sitzt ein kleines Schwämmchen, an diesem ist ein Faden, der unter der Hautoberschicht abgeschnitten wird. Das ganze löst sich von selber auf.

Sie bekam diese Angiographie um 10 Uhr vormittag, und um 17 Uhr durfte sie schon wieder aufstehen. Und Sandsack weg. Das ist ein ganz modernes Verfahren wie man mir sagte. Denn auf den Vorbereitungszettel stand noch oben, man hat 24 Stunden Bettruhe, und darf nicht aufstehen.

Das war aber alles viel kürzer. Danach wurde sie engmaschig kontrolliert, hing an EKG und Pulsmesser, und die Naht wurde auch alle Stunde mal beobachtet, ob alles bestens verläuft.

Wie gesagt, das Krankenhaus mit der Herzabteilung ist spitze, organisatorisch und alles läuft dort wie am Schnürchen, das andere Krankenhaus, dort wär ich beinahe verzweifelt, denn auch wenn sich Ärzte irren können, aber dermassen gleichgültiges Benehmen gegenüber Patienten (so auf die Art "friss oder stirb") ist mir noch nie untergekommen.
Gottseidank ist sie bei der 2 Einlieferung nichtmehr auf die normale Interne gekommen, sondern auf die spezial Interne für Notfälle, und dort kann ich die Ärzte auch nur loben. Sie haben sich wirklich bemüht. Da merkt man wirklich Unterschiede.

Ich hoffe, dir geht es so halbwegs? Und weißt du, ob man in diesem Forum direkt an Ärzte bzw irgendwo erfahren kann, was genau eine Diagnose dann auf deutsch heisst? ;)

Danke. Und Alles Gute für Dich.
Irmgard.

camper111
02.09.2007, 20:32
Hallo Irmgard,
seit längerer Zeit sehe ich in den verschiedensten Foren nach, die auch von Ärzten betreut werden. Nur in einem Fall habe ich eine Anfrage eines Lungenhochdruck-Patienten gelesen. Der bekam aber keine Antwort.
Offensichtlich ist Lungenhochdruck so selten, dass wir nur hier und im PPH-Forum mit gleich Erkrankten uns austauschen können.
Ich bin da gerügt worden, auch von Bruno, wohl auf Anregung von Anderen, dass ich die Ärzte mies mache, falsche Informationen gebe.
Kannst Du das auch von mir sagen?
Von mir kann ich sagen, das mein Fehler der ist, dass ich übereifrieg bin, gerne Anderen helfe.
Fast jeder beklagt sich über Ärzte. Deswegen sind die doch nicht alle schlecht, - eben durchwachsen, wie jeder andere Mensch.
Jedenfalls nehme ich aus den meisten Zuschriften etwas mit; die Infos - Hinweise - Erfahrungen sind für mich wertvoll.
Die können Leben retten, wie Deine Darstellung von der Schwämmchenabdichtung nach der Katheteruntersuchung.
Insgesamt mußte ich etwa 17 Stunden flach im Bett liegen, damit diese Schleuse in der Leiste nicht geknickt wurde.
Besten Dank für die ganz ausführliche Schilderung.
Alles Gute für Dich, Deine Familie und Deine Mutter.
Und, bleiben wir in Verbindung.
camper111

Irmgard
02.09.2007, 22:47
Hi Camper!
Ich kenne noch nicht viele Beiträge von Dir, daher erlaube ich mir auch kein vorschnelles Urteil ;)
Ärzte haben es nicht leicht. Und wenn man sich die Krankenhäuser so anschaut, und die teilweise ekelhaften Patienten, die wirklich wegen jeder Kleinigkeit meckern etc.... können einem die Ärtze und Krankenschwestern wirklich oft leid tun.
Im Normalfall ist es so, daß die alle sehr bemüht sind, wer will schon absichtlich Fehler machen. Aber es gibt da eben auch Unterschiede. Gut organisierte Stationen oder solche, wo Chaos herrscht, Ärzt(innen), die garnicht mal auf einen Patienten genauer eingehen, sondern einfach ihr Programm runterspulen, und fertig....
Wird wohl an der ganzen Situation liegen, die Krankenhäuser sind überlastet, zuwenig Personal, die Betten sind teilweise schon auf den Gängen und in einem kleinen Zimmer bis zu 4 Betten....

Verstehen kann ichs, Ärzte würde ich nie schlecht machen, nur weil ich einen Sündenbock bräuchte. Sie sind auch nur Menschen wie jeder andere, Fehler können passieren wie überall und sie sind enormen Stress ausgesetzt.
Trotzdem hab ich mich extremst geärgert und mich einmal auch beschwert, weil wenn man eine wichtige Information weitergeben will, und das muß man insgesamt 5mal machen, bis es ankommt, weil es hinten und vorne an der Organisation fehlt (d.h. man gibt einer Schwester eine wichtige Info über den Patienten, die schreibt nichts auf, gibt es an andere nicht weiter, nächsten Tag hat diese frei, man muß sich wieder melden, dann kam sie auf die Intensiv, dort wußte man wieder von nichts, der reinste Spießrutenlauf, wenn es sogar um Leben oder Tod geht.

Das hat mich echt zur Weißglut gebracht. Und weil ich weiß, daß es anderes auch gehen kann (siehe andere Station ein paar Stöcke tiefer im selbigen KH, oder das andere KH mit spitzen Organisation)

Einmal die Info, und alles hat geklappt.

Oder, ein anderes Beispiel: (will von dir wissen, ob das normal ist):
Meine Mutter kam ja fast kränker heim, als sie reinkam. Infusionen, Antibiotika, plötzlich ein Ganzkörperausschlag total rot und juckte extrem...(ev. eine Allergie auf Antibiotika)
Stunden später kam es (im KH) zur lebensbedrohlichen Situation. SIe bekam ein Lungenödem. Die Bettnachbarin läutete, sie kam nichtmehr dazu, die Ärzte brachten sie sofort auf die Intensivstation.
Und jetzt kommts: Dort oben fragte man sie allen ernstes, ob sie Diabetikerin ist. (Ihr ging es so schlecht, daß sie keine Antwort mehr gab, bzw keine zurechnungsfähige mehr, ja oder nein, was sie sagte, hatte in diesem Zustand keinen Sinn mehr)
Wie kommt man da auf die Idee, sie zu fragen, ob sie zuckerkrank sei?? In den Blättern steht doch ohnehin alles über den Patienten, sie war dort ja schon 2 Wochen mittlerweile...sicherlich ist die Intensiv wieder eine andere Station, aber genau das meine ich damit. Wenn man einen Notfall auf die Intensiv raufbringt, sag mal ist da kein kompetenter Ärzt oder Schwester von der Station dabei, der über ihre Geschichte alles weiß?

Oder eine andere Situation: Vollgestopft mit vielen verschiedenen Medikamenten (unter ihnen starke Wassertabletten (Hausarzt sagte entsetzt: viel zu viele!!! sogar die Haut ging schon ab wie nach einem starken Sonnenbrand...), Schmerztabletten wegen gebrochenem Lendenwirbel....etc... obwohl sie keinen Schmerz mehr verspürte.... hat sie 4 Tage nur noch erbrochen.
Und der Gesamtzustand wurde immer schwächer. Es erschreckte mich ganz einfach. Da wurden aber immer noch keine Tabletten abgesetzt, sondern lediglich eine Infusion gegen die Übelkeit verabreicht. ALso wurde nicht die Ursache bekämpft, sondern die Wirkung....

Nicht umsonst hat der Arzt auf der Intensiv/Akut fast alle Medikamente, die die Ärztin vom 5 Stock verordnet hat, abgesetzt. Und zu mir gesagt: Ich habe dieses Chaos jedenfalls nicht verschrieben.

Oder noch eine Sache: Als meine Mutter im Krankenhaus stürzte und sich den Kopf verletzte, wurde danach nichtmal eine Kopfuntersuchung gemacht, auch über das Absetzen von Marcoumar hat sich anscheinend keiner Gedanken gemacht..... erst im Krankenhaus II mit der guten Herzstation war man entsetzt, wieso man meiner Mutter immer noch Marcoumar gibt, wenn sie gefährdet sei, nochmals zu stürzen (die ständigen Schwindelanfälle) und die ordneten erst an, Marcoumar abzusetzen wegen viel zu hohen Risiko....

Naja. Man könnte ja direkt Bücher schreiben über die ganzen Erlebnisse.
Gute wie schlechte, versteht sich.

Lieben Gruß
I.
:)

Irmgard
02.09.2007, 22:50
ps: und noch was.... Meine Mom war selber mal Dipl-Krankenschwester. Vor ihr weiß ich auch, wie ekelhaft Patienten sein können. Nicht die, die es wirklich nötig haben, melden sich dauernd, sondern solche, die man fast als Jammerer bezeichnen könnte....

Aber ansonsten gab es auch ganz ganz liebe Patienten (wie hald überall die Leute verschieden sind). Von dieser Zeit glaub ich, hat sie die hervorragende Menschenkenntnis
;))