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PH-Klinik-Forum

VERANSTALTUNGSBERICHT

PH-Klinik-Forum in Köln, 29.08.2007
„Nach der Diagnose keine Zeit verlieren“

„Wenn die Diagnose steht, fangen wir an zu therapieren“, berichtete Privatdozent Dr. Stephan Rosenkranz über den an der Universitätsklinik Köln favorisierten Umgang mit jenen Patienten, bei denen – häufig genug erst nach langer Odyssee durch diverse Arztpraxen – die Diagnose eines Lungenhochdrucks gesichert ist.

Nach wie vor handelt es sich bei der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) um eine gleichermaßen seltene wie häufig verkannte Erkrankung. Dies zu ändern, ist eines der zentralen Anliegen des Vereins „pulmonale hypertonie e.v.“ und ihres Vorsitzenden Bruno Kopp, selbst von der Erkrankung betroffen.

Einen Beitrag bei diesem Bemühen leistete nun eine in Kooperation mit der Klinik III für Innere Medizin veranstaltete Fortbildungsveranstaltung in der Universitätsklinik Köln. Ist die Diagnose einer PAH einmal gestellt, so macht es nach Einschätzung von Rosenkranz keinen Sinn, mit der Therapie noch so lange zu warten, bis die Erkrankung „symptomatisch“ wird und weitere irreversible Folgen an Herz und Gefäßen hinterlässt. Aus guten Gründen (Ergebnisse klinischer Studien) angesagt ist dann vielmehr der unverzügliche Versuch, den Druck aus der Lungenstrombahn herauszunehmen – nämlich durch eine wie auch immer herbei geführte Weitstellung der betreffenden Gefäße. Geschehen kann dies heute mit Hilfe moderner Medikamente. In Betracht kommen eine Behandlung mit dem Prostaglandin- Analogon Iloprost, dem Endothelinrezeptorantagonisten Bosentan und dem Phosphodiesterase V-Hemmer Sildenafil bzw. im Bedarfsfall auch Kombinationen der genannten Medikamente. In jedem Falle einen Versuch wert ist nach Darstellung von Rosenkranz bei gutem Therapieverlauf auch ein ausgewogenes fachlich kontrolliertes körperliches Training an der Rehabilitationsklinik Heidelberg-Königstuhl.


Dr. med. Ludger Riem

 

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