PH-Klinik-Forum
VERANSTALTUNGSBERICHT
PH-Klinik-Forum in Hannover, 13.06.2007
„Immer daran denken“
Es fing mit Atemnot an, am Ende kippte Simone H. selbst bei kleinsten Anstrengungen einfach um. Trotzdem dauerte es vier lange Jahre, bis die Patientin im Alter von 26 Jahren die richtige Diagnose erhielt: Pulmonal arterielle Hypertonie (PAH). Die Odyssee der auch unter Asthma leidenden jungen Frau, die in der Fortbildungsreihe des PH-Klinik-Forums in Hannover filmisch präsentiert wurde, ist kein Einzelfall. Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover ergab, dass durchschnittlich 2,5 Jahre vergehen und bis zu fünf Ärzte konsultiert werden müssen, bis der wahre Auslöser der Atembeschwerden gefunden wird.
Bei Verdacht auf pulmonale Hypertonie sollte die Untersuchung immer in einem spezialisierten Zentrum stattfinden“, erklärte Dr. Heiko Golpon von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Referent des PH-Klinik-Forums am 13. Juni 2007. In der pulmologischen Abteilung der Universitätsklinik, in der seit 1997 eine Schwerpunktambulanz für mehrere hundert Betroffene existiert, setzt der Lungenfacharzt stets mehrere diagnostische Verfahren ein, um zu einer sicheren Diagnose zu gelangen.
„Gute Nachrichten“ für Ärzte und Patienten hatte Prof. Marius Hoeper von der Medizinischen Hochschule Hannover im Gepäck. Die Therapie der pulmonalen Hypertonie befinde sich in einer „unheimlich dynamischen Entwicklung“. Auch er unterstrich die Bedeutung einer möglichst schnellen Diagnose.
Michael Engel
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