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Presseinformation vom 15.04.2005
Know-how aus Rheinstetten ist bundesweit gefragt
pulmonale hypertonie e.v. initiiert zahlreiche Projekte
Während seines neunjährigen Bestehens, hat
sich der pulmonale hypertonie e.v. (ph e.v.) als bundesweit
tätiger Interessensverband für Menschen mit
Lungenhochdruck etabliert. Das bekräftigte Bruno
Kopp, 1. Vorsitzender ph e.v., auf der 8. Mitgliederversammlung
des gemeinnützigen Selbsthilfevereins am vergangenen
Samstag in Stuttgart. „Im Laufe der Jahre haben
wir so viele Fakten zusammengetragen, dass unser Know-how
aus Rheinstetten und Karlsruhe aus allen Bundesländern
sowohl von Patientenseite, wie auch von Medizinern
nachgefragt wird“, so Kopp. Der Vereinsvorsitzende,
der selbst an Lungenhochdruck leidet, betonte, dass
es aufgrund der schwierigen Diagnose dieser noch weitgehend
unbekannten Krankheit sehr wichtig sei, immer wieder
auf die Symptome – Atemnot, Brustenge und geringe
Belastbarkeit – hinzuweisen. Auf der Tagesordnung
standen der Haushalt 2005 und die Wahl des Vorstandes.
Veränderungen
im Vorstand
Bei der Wahl des Vorstandes wurde Bruno Kopp in seinem
Amt als 1. Vorsitzender des ph e.v. bestätigt.
Die Versammlung wählte Heinrich Kowalski, Dettenheim,
für die aus dem Vorstand ausscheidende Hilde Thimm,
Stuttgart, zum stellvertretenden Vorsitzenden. Der
Schatzmeister, Peter Bechtel, Oberhausen, und die 2.
Beisitzerin, Martina Kopp, Rheinstetten, wurden in
ihren Ämtern bestätigt. Zum 1. Beisitzer
wurde Reiner Heiler, Waghäusel, gewählt.
Neuer Schriftführer des Vereins ist Manfred Weber,
Rheinstetten.
Vereinswachstum spiegelt Informationsbedürfnis
wider
Kopp bezeichnete das Wachstum des Vereins als Beweis
für einen großen Informationsbedarf. Waren
2002 noch 543 Personen als Vereinsmitglieder geführt,
ist der Verein um knapp 40 Prozent auf 748 Mitglieder
in 2004 angewachsen. Zudem betreute der ph e.v. 238
Patienten, die bislang noch kein Vereinsmitglied sind.
Dies zeige, so Kopp, dass die Verunsicherung bei Patienten
sehr groß und das Informationsbedürfnis
entsprechend hoch sei.
Projekt mit Traditionscharakter ist das zentrale Patiententreffen
mit Angehörigen in Frankfurt/Main. Bei diesem
Treffen waren im letzten November mehr als 300 Gäste
aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und England
zum Informationsaustausch angereist. Weitere wichtige
Projekte waren die Gründung der Landesverbände
Saarland/Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und
Sachsen-Anhalt und die öffentlichkeitswirksame
Teilnahme an medizinischen Kongressen, Messen und Ausstellungen
in ganz Deutschland. Der Verein ist Träger des
Reha-Projektes Atem- und Bewegungsschulung an der Rehaklinik
Heidelberg-Königstuhl und unterstützt als
Pilotprojekt einen speziell auf PH-Patienten ausgerichteten
Kurs für Atem- und Bewegungsübungen in Tai-Chi/Qi-Gong.
Die vom ph e.v. ins Leben gerufene René Baumgart-Stiftung
hat den mit 5.000 € dotierten Forschungspreise
im März 2005 an Soni Pullamsetti, Universitätsklinik
Gießen, verliehen. Die Stiftung hat in 2004 an
der vom Bundesverband Deutscher Stiftungen organisierten
Wanderausstellung „Stifterland Baden-Württemberg“ teilgenommen.
Der Kapitalstock der Stiftung beträgt 70.000 €.
Als Herausforderung der Zukunft betrachtet Kopp die
Entwicklung weiterer Therapiestrategien – auch
für schwerstkranke PH-Patienten (NYHA Klasse IV),
für die es in Deutschland noch kein zugelassenes
Medikament gibt. Weitere Forschung sei auch bei den
bestehenden Ansätzen zu Kombinationstherapien
notwendig.
PH-Zentren ermöglichen optimale
Behandlung
In seinem Vortrag zu „Neuen Deutschen Leitlinien
für Diagnostik und Therapie von Lungenhochdruck“ stellte
der Gastredner, PD Dr. Ekkehard Grünig, den Umgang
der Medizin mit der Krankheit Lungenhochdruck dar.
1998 erstellte die World Health Organization (WHO)
eine Klassifikation von PH. Die Klassifikation wurde
2003 in Venedig verändert und ein neuer Therapiealgorithmus
verabschiedet. In Deutschland gründeten engagierte
Mediziner 2002 die Arbeitsgemeinschaft Pulmonale Hypertonie
(AGPHT), die, basierend auf den bisherigen Erfahrungen,
nationale Leitlinien entworfen hat. Dr. Grünig
betonte, Deutschland zähle inzwischen in der Behandlung
von PH zur Weltspitze. Aufgrund internationaler Unterschiede
bei der Zulassung von Medikamenten, der Einteilung
der Krankheit in unterschiedliche Schweregrade (NYHA
Klasse I bis IV) und der Zulassung von Medikamenten
nur für bestimmte Indikationen, ist es für
Lungenhochdruckpatienten sehr wichtig, die Therapieeinstellung
in einem spezialisierten Zentrum vorzunehmen zu lassen.
Sie sollten sich zudem dort alle 3-6 Monate wieder
vorstellen. Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen
die mit einem Lungenhochdruck assoziiert sein können.
In Deutschland gibt es inzwischen einige PH-Zentren
wie die Universitätskliniken Gießen, Heidelberg,
Homburg/Saar, Hannover, München-Großhadern,
Greifswald, Dresden und andere. Dort werden Patienten
eingehend untersucht und erhalten nach Wirkstofftestung
die für sie am besten geeignete Therapie. Dr.
Grünig veranschaulichte den Vortag mit einem Diagnosebeispiel
einer jungen Frau, die mit Atemnot nach Belastung in
die Klinik kam.
Für weitere Informationen wenden
Sie sich bitte an:
Bundesgeschäftsstelle
pulmonale hypertonie e.v.
Bruno Kopp, 1. Vorsitzender
Wormser Str. 20 76287 Rheinstetten
Tel.: 0 72 42 / 95 26 66 Fax: 0 72 42 / 95 26 67
Kontaktbüro:
Dagmar Schneider, PR-Referentin
Unterreut 6 76133 Karlsruhe
Tel.: 07 21 / 35 28- 3 81
Fax: 07 21 / 35 28- 8 80
E-Mail: info@phev.de
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