Archiv
Presseinformation
Mama und Papa machen sich große Sorgen
Verschiedene Methoden - gleiches Ziel
(PPH) Mit verschiedenen Methoden verfolgen Nils und
Cyril das gleiche Ziel. Sie wollen ihre Lebensqualität
trotz der für die Eltern schockierenden Diagnose
PPH erhalten, das Fortschreiten der lebensbedrohlichen
Krankheit einschränken, eine eventuell notwendige
Herz-Lungen- oder Lungentransplantation auch erleben,
bzw. verzögern. Ob sie zu verhindern ist, muss
sich noch zeigen. Wir haben die Jungs bei einem Zwiegespräch "beobachtet".
N.: Ich wohne irgendwo in Deutschland.
C.: Was trägst du da
an deinem Bauch, bist du krank?
N.: Das ist meine Pumpe.
Mama und Papa und alle in meiner Familie machen sich
große Sorgen um meine
Gesundheit. Seit ich ohnmächtig wurde, beim Rennen
meine Puste schnell zu Ende war, schleppten mich meine
Eltern von Arzt zu Arzt. Und du, brauchst du noch eine
Babyflasche?
C.: Nein, Ich atme mit der Flasche, ich habe auch eine
Pumpe, eine Art Luftpumpe, aus der Flasche kommt ein
Nebel, mein Opa schaut, dass ich das richtig mache,
mit dem Inhalator.
N.: Eigentlich bin ich ein
lustiger und quirliger Junge, meine Eltern aber meinten,
ich gebe zu schnell auf,
wenn wir gemeinsam tobten, dann japste ich nach Luft.
Einmal fuhren wir nach Gießen zu einem Professor,
der hat mich gründlich untersucht, den Herzkatheter
habe ich kaum gespürt, einen Piks vielleicht.
Meinen Eltern sagte er, ich habe Lungenhochdruck. Später
wurde mir ein Katheter in eine große Vene unter
dem Schlüsselbein eingepflanzt, dabei habe ich
geschlafen. Hast du auch eine Krankheit mit der Lunge?
C.: Ja, auch Lungenhochdruck.
Mein Papi und meine Mami, Opa und Oma, meine ganze
Familie machen sich auch große
Sorgen um meine Gesundheit. Ich brauche seit 1 ½ Jahren
Sauerstoff zum Atmen und muss ein "Nasenvelo" tragen.
Warum ich einen Lungenhochdruck habe weiß niemand,
nicht mal die Ärzte. Mir merkte man nichts an,
ich war ein ruhiger, zufriedener Junge, meine Mami
und mein Papi sagen immer, ich war sehr "pflegeleicht".
Meine Eltern haben mich in Zürich zum Doktor gebracht,
der hat mir auch einen Katheter von der Leiste aus
in das Herz und die Lungenschlagader gelegt. Nach einem
langen Gespräch mit meinen Eltern hat der Doktor
ein Gerät mit einer Maske gebracht. Ich sollte
diese Maske aufsetzen. Anfangs war das komisch, ich
dachte, ich bekomme keine Luft, die Luft sah aus wie
ein Nebel. Im Nebel ist aber eine Medizin, hat der
Doktor gesagt, ich glaube, die heißt Ilomedin.
Ich war schlau genug und lernte bald, diesen Nebel
einzuatmen. Kannst du mit deiner Pumpe duschen oder
baden?
N.: Beim Duschen muss ich
die Pumpe dicht einpacken, dann helfen meine Eltern
mich duschen. Aber abmachen
darf ich Schlauch und Pumpe nie, die müssen immer
ein Medikament in mein Blut pumpen.
C.: Auch beim Schlafen?
N.: Ja, daran habe ich mich
schon gewöhnt. Musst
du immer an der Flasche hängen?
C.: Nein, viermal am Tag
muss ich das machen, das dauert nicht lange, vielleicht
8 -10 Minuten, je nach dem,
wie gut ich das einatme, dann kann ich wieder spielen.
Nachts halten meine Eltern zweimal eine Maske auf mein
Gesicht, das merke ich oft nicht mehr, aber manchmal
finde ich das einen "Seich" (Blödsinn),
wenn ich in meinem Schlaf gestört werde und dann
schimpfe ich laut und weine. Ich habe schnell gelernt,
mit der Flasche zu atmen, inhalieren heißt das,
glaub ich. Und wo ist deine Medizin?
N.: In dem Apparat, Jeden
Tag kommt ein Medikament hinein, das heißt Flolan, ich habe mich schon
gut daran gewöhnt, dass ich gar nicht mehr darüber
nachdenke. Auch beim Spielen stört mich das alles
nicht mehr. Das Medikament soll meine Krankheit lindern.
Vielleicht brauche ich einmal eine neue Lunge.
C.: Meine Eltern hoffen,
dass es bald ein Medikament gibt, das die Krankheit
aufhält und heilt, aber
die Forscher haben noch keines gefunden. Viel Geld
soll das kosten und wer soll das bezahlen?
N.: Wenn wir vielen Leuten
sagen, dass wir ganz viel Geld für eine neue Medizin brauchen, vielleicht
helfen die uns. Es gibt da ein Spendenkonto und einen
Verein, der das machen will, mit dem Forschen, halt
unterstützen und so.
C.: Ja fein, und ganz Europa
macht mit! Ich kenne ein Mädchen aus Österreich,
Maleen, die habe ich mit ihrem Papa in einer Zeitung
gesehen, sie hat
auch Lungenhochdruck und hat in Amerika so eine Pumpe
bekommen, wie du hast.
N.: Besuchen wir Maleen?
C.: Ich sag´s gleich
Mama und Papa!
|