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Presseinformation vom 7.02.2004
Universitätsklinik Homburg:
Selbsthilfegruppe Pulmonale Hypertonie gegründet
Am 6. Februar hat sich an der Uniklinik Homburg die
Regionalgruppe Saarland/Rheinland-Pfalz im Gemeinnützigen
Selbsthilfeverein „pulmonale hypertonie e.v.“ gegründet
Im Beisein der Klinikärzte Prof. Dr. Hans-Joachim
Schäfers und PD Dr. Heinrike Wilkens hatten sich
mehr als vierzig Lungenhochdruck-Patienten eingefunden,
um sich im Kampf mit ihrer seltenen und gefährlichen
Erkrankung gegenseitig zu unterstützen.
In Fachvorträgen über Diagnose, Therapie
und psychische Einflüsse von Pulmonaler Hypertonie
(PH), die von Schäfers und Wilkens sowie dem aus
Heidelberg angereisten PH-Experten Dr. Ekkehard Grünig
und von Dr. Volker Köllner aus Bliestal gehalten
wurden, erfuhren die Patienten die neuesten medizinischen
Forschungsergebnisse zu ihrer Krankheit.
Der Gemeinnützige Selbsthilfeverein „pulmonale
hypertonie e.v.“ ist bundesweit tätig. Sein
Vorsitzender, Bruno Kopp, Sonderschullehrer aus Rheinstetten
bei Karlsruhe und selber PH-Patient, betonte die Notwendigkeit
der organisierten Selbsthilfe als Beitrag zur Therapie. „Damit
die Patienten optimal versorgt werden, brauchen wir
eine verstärkte Aufklärung der Patienten
und Hausärzte und eine Förderung der medizinischen
Forschung. Beides kann nur mit einer starken Patientenorganisation
gelingen.“
Die neue Regionalgruppenleiterin, Monika Becker aus
Pirmasens, will den Patienten vor Ort mit Rat und Tat
zur Seite stehen und regelmäßige Patiententreffen
organisieren.
Pulmonale Hypertonie entsteht durch die starke Verengung
der präkapillären Lungengefäße.
Sie kann verschiedene Ursachen haben: Lungenhochdruck
kann durch Appetitzügler, Lebererkrankungen, Bindegewebserkrankungen,
HIV-Infektion und angeborene Herzfehler ausgelöst
werden. Die Ursache der primären Pulmonalen Hypertonie
ist unbekannt. Mittlerweile steht fest, dass bei mindestens
30 % der Patienten ein Gendefekt zu Grunde liegt.
Der Verlauf der Krankheit ist meist chronisch. Die
häufigste Todesursache in Folge von Pulmonaler
Hypertonie ist das Rechtsherversagen. Mit den bisher
verfügbaren Medikamenten kann der Zustand der
Patienten stabilisiert werden. Eine vollständige
Heilung ist noch nicht möglich.
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