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Illustriertes Logo Pulmonale Hypertonie e.V.
 

Seit Montag, 26.10.2009, wird gegen die Schweinegrippe geimpft

Erste Anfragen erreichen uns bezüglich der Impfung gegen die so genannte Schweinegrippe.

Sollen sich Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie PAH gegen die Schweinegrippe impfen lassen?

Sollen sich Kinder mit PAH gegen die Schweinegrippe impfen lassen?

Wir fragten unseren Wissenschaftlichen Beirat im pulmonale hypertonie e.v.

 

Impfung gegen die Schweinegrippe für erwachsene Patienten mit schwerer chronischer Erkrankung sehr zu empfehlen

Mit Bezug auf die Gespräche mit unseren Beiratsmitgliedern ist die Impfung gegen die Schweinegrippe sehr zu empfehlen für erwachsene Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen, wenn im Einzelfall keine Neigung zu Impfreaktionen in der Vergangenheit beobachtet wurde. Zu diesen schweren chronischen Erkrankungen zählt auch die pulmonale Hypertonie.

Im Einzelfall muss die Impfung mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

 

Impfempfehlung Kinder mit PAH

Nach Rücksprache mit Kinderkardiologen, die in der Behandlung von Kindern mit Lungenhochdruck Erfahrung haben, ist für Kinder mit pulmonal arterieller Hypertonie die Empfehlung zu geben, sich gegen die so genannte Schweinegrippe impfen zu lassen. Ebenso wird die saisonale Grippeimpfung empfohlen.

In jedem Fall muss eine Beratung mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

 

Patienten mit oralen Antikoagulantien (z. B. Marcumar) besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Zunächst war gemeldet, dass die Impfung bei Patienten mit Marcumarbehandlung kontraindiziert sei. Danach wurde uns aus der Reihe unserer Experten mitgeteilt, dass sie vor der Impfung das Absetzen der Marcumarbehandlung empfehlen. Der INR soll 1,5 oder darunter betragen. Übergangsweise mit Heparin-Injektionen arbeiten. Nach der Impfung wieder die Marcumarbehandlung beginnen.

Inzwischen hat das Paul-Ehrlich-Institut in Kooperation mit der Gesellschaft für Thrombose und - Hämostaseforschung e.V. GTH, eine Stellungnahme zur Impfung mit den pandemischen Influenzaimpfstoffen Pandemrix oder Celvapan bei Patienten unter oraler Antikoagulation erteilt.
www.pei.de/schweinegrippe

Das Paul-Ehrlich-Institut geht in seiner Stellungnahme auf zwei Studien ein bei denen die Impfung unter Marcumarbehandlung subcutan (s.c.) und intramuskulär (i.m.) erfolgte. Eine klare Empfehlung wird nicht ausgesprochen. Zusammengefasst könnte die Stellungnahme wie folgt interpretiert werden,

  1. subcutan geht, macht vermutlich aber mehr lokal Nebenwirkungen
  2. i.m. geht auch nach dieser Empfehlung

„Eine generelle Empfehlung, wie im Einzelfall zu handeln ist, kann daher derzeit nicht gegeben werden. Die ideale Vorgehensweise muss individuell in einem Gespräch zwischen Arzt und Patient gefunden werden“, heißt es abschließend in der Stellungnahme.

Bei intramuskulärer Impfung ist zu raten, die Impfstelle nach der Impfung ca. 10 Minuten kräftig abzudrücken, so dass keine Einblutungen entstehen können.

 

Viele Quellen zur Information
So hält die Ausgabe „Die Zeit“, Zeit online, Gesundheit www.zeit.de, einen ausführlichen sachlichen Bericht und viele Informationen über Ziele, häufig gestellte Fragen, Vor- und Nachteile der Impfung gegen die Schweinegrippe vor.

Weitere Informationsquellen finden sich beim Bundesministerium für Gesundheit www.bmg.bund.de

Das Bundesministerium und die Bundesländer haben eigene Hotlines eingerichtet.

European Medicines Agency (EMEA): www.emea.europaen.eu/influenza/home.htm

EURORDIS – Rare Diseases Europe: www.eurordis.org

Robert-Koch-Institut Berlin: www.rki.de/influenza

Mit einem Klick auf der Suchmaschine Google finden sich 24900 Seiten zum Thema Schweinegrippe. Nahezu alle Medien haben sich diesem Thema angenommen, z. B. Spiegel, Focus, Bild, Ärztezeitung.

Saisonale Grippeimpfung für PAH Patienten dringend empfohlen
Die jährliche saisonale Grippeimpfung sowie die Impfung gegen Pneumokokken wird Patienten mit PAH immer empfohlen soweit keine Unverträglichkeitsrisiken bekannt sind. Die Impfung gegen Pneumokokken muss nach 5 Jahren aufgefrischt werden.

Prävention
Für beide Grippeformen gilt als Prävention: häufiges Händewaschen, keine Hände schütteln, Begrenzen der Kontakte zu erkrankten Personen.

 
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